Geburtsrecht 1

23. Februar 2010

Es gibt die alte Frage: Leiden die, in Gefangenschaft geborene Tiere an der Käfig-/ Terrarium-/ Aquarium- Haltung?
‚Nein, natürlich nicht, denn die kennen ja die Freiheit nicht’ sagen die meisten.
Die mittlerweile völlig klare, richtige Antwort aber lautet: ‚Natürlich spüren sie den unartgerechten Lebensraum. Denn sie haben die Weite des Landes, die Höhen der zu erkletternden Bäume, die Tiefen der zu erbuddelnden Löcher, etc. in den Ausgestaltungen, Proportionen und Dimensionen Ihrer Körper gespeichert’.
Ihr artgerechtes Umfeld wäre ihr legitimes Geburtsrecht!

Ebenso hätten wir Menschen ein Geburtsrecht auf die Befriedigung unserer Ur- oder Art- Bedürfnisse, die wir aber – meist lebenslang – nicht befriedigt bekommen.

Prinzipiell geht es um 2 Geburtsrechte. Das eine kann sich jeder selbst realisieren indem er weitestgehend ‚artgerecht’ lebt. – Das werden wir in diesem blog noch ausführlich besprechen.
Das hier jetzt ‚Geburtsrecht 1’ genannte Recht bräuchte zu seiner Durchsetzung politisches Engagement und gesellschaftliche und gesetzliche Änderungen.
Es geht um das rechnerische Stück Erdoberfläche das jedem Neugeborenen zustünde ihm aber vorenthalten wird.
Mit dem Hektar Boden, der jedem von uns zustünde, könnte jedermensch locker all seine Grundbedürfnisse befriedigen ohne in die wirtschaftliche Tretmühle steigen zu müssen, um, wie wir ja allerorten sehen, da kaum je mehr wieder rauszukommen.
Der russische Autor Wladimir Megre propagiert in seinen Anastasia- Büchern das System der Familienlandsitze, in dem jedem volljährigen Bürger die Nutzung eines Grundstückes mit einer Fläche von 1 bis 1,3 ha auf Lebensdauer gewährt wird, mit erblichem Übertragungsrecht, ohne Besteuerung von Land und Ernte. Angeblich haben in Russland schon einige Gruppen dem Staat solche Flächen abgeluchst.
Auch ich möchte Menschen die sich gerne für gesellschaftliche Änderungen und mehr Gerechtigkeit einbringen, aufrufen, diese Linie zu verfolgen ….
Ein ähnliches System gab es in den 1930er- Jahren in einigen Gegenden Österreichs. Die Leute bekamen Gratisgrundstücke mit der Auflage einen Gemüsegarten anzulegen, einen Nussbaum zu pflanzen, beim Hausbau mitzuarbeiten und eine Ziege zu halten. Ich hab ein solches Haus gekauft, esse heute noch die Gratis- Nüsse von dem Baum und habe mitansehen müssen, wie der Vorbesitzer elendiglich zugrunde gegangen ist in einem unerträglich öden Altenheim. Hätte er seine Ziegen noch gehabt und seinen Garten, wäre ihm ein wunderbarer Lebensabend beschieden gewesen …