Warum werden wir krank?

31. März 2010

Weißt Du, warum Dich Viren in’s Bett beförderten? Warum Du einen Unfall hattest? Warum Du von klein an Chronisches mit Dir rumträgst?

Oder, ist Dir schon aufgefallen, dass sich kaum jemand darum kümmert, WARUM Du krank bist?
Zu viele Leute schon machen sehr viel Geld mit Kranken!
Frag mal Deinen Doc warum Du krank bist! Dich wird’s umhauen, was Du da an Unsinn zu hören bekommen wirst.
Die Virus- Erklärung ist noch die harmloseste, obwohl diese Frage schon vor 150 Jahren geklärt wurde! Da wird von Abnützungen schwadroniert, obwohl heute jedes Schulkind schon weiß, dass sekündlich 50 Millionen Zellen erneuert werden. Da wird von genetischen Dispositionen fantasiert, als ob nicht schon bekannt wäre, dass auch die Genetik a) primär selbstverursacht ist und b) immer nur eine Option darstellt, die sich nur im entsprechenden Milieu manifestiert.
Womit wir wieder beim Milieu, bei den Erregern und Claude Bernard wären, der schon vor 150 Jahren seine Arbeit in dem Satz zusammenfasste: „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“, während die gegenteilige Linie seines Gegenspielers Louis Pasteur heute noch vertreten wird, obwohl bestens belegt ist, dass dieser fälschte und log, dass sich die Laborprotokolle bogen.
Doch mit der Erreger- Erklärung sind a) besser Geschäfte zu machen und b) entlastet und entschuldigt sie auch ganz wunderbar die Patienten. So ein pöser, pöser Außerfeind lenkt natürlich wunderschön von den eigenen Lebensführungsfehlern ab. Man kann getrost weitervöllern, rauchen, saufen, auf dem Sofa lungern. Der Doc macht mit den Pharmas den Unhold schon platt!
Nein! Tut er natürlich nicht! Er unterdrückt bloß die Symptome, was dazu führt, dass der arme Körper einen anderen Notausgang für den Krempel, den wir ihm eingefüllt haben, für die Spannungen, die wir ihm verpasst haben, etc., suchen muss. Und den findet er auch immer. Bloß wir erkennen unsere verschiedenen Erkrankungen nicht als zusammenhängende Kette immer heftiger werdender Rettungsversuche des Körpers, sondern sehen sie als unabhängige Probleme, die eben die bösen Außenfeinde und das Schicksal uns zuschanzten. Und irgendwann sind die Leute dann bass erstaunt über des Körpers finalem Rettungsversuch und fragen sich wieso gerade sie Krebs kriegen mussten …

Nun? Warum werden wir krank?
Wir werden krank, wenn wir der Krankheit, dem Unfall, das passende Milieu bieten.

‚Einspruch! Buuuuhhhhhh! Das kann nicht sein! Ich bin doch nicht schuld ….’

Cool down! Niemand hat ‚Schuld’!
ABER praktisch alle unsere Probleme verURSACHEN wir selber!
Ich weiß, dass das auf Anhieb nicht ganz leicht einzusehen ist. Aber es ist so und Du kannst es gerne, ja, Du sollst es sogar ausprobieren.
Eines ist allerdings zu beachten: Es geht nicht immer um die erste, naheliegendste Ursache, sondern hinter vielen Ursachen gibt es eine weitere Ursache, die erstere bedingte und ev. noch weitere.
Ein Verkehrs- Unfall z.B.: ‚Eindeutig! Der fuhr mir von links in den Wagen! Wo soll da mein Anteil der Ursache sein?‘ (erste, naheliegendste Ursache)
Du hast nicht gut genug aufgepasst. Für einen durchschnittlich wachen Menschen, darf es kein Problem sein, diesen Zehntelsekunden- Kontrollblick auch nach links zu tun (zweitnächste Ursache).
‚Naja, ich war in Eile/ in Gedanken’ (drittenächste Ursache).
Ja eben, Deine Mit- Verursachung!
Aber warum warst Du a) in Eile, b) in Gedanken, c) überhaupt im Auto?
Ist das wirklich der von Dir gewollte und bestimmte Lebensinhalt, herumzuEILEN?
Ist es wirklich in Deinem Sinne, das Leben nicht sekündlich wahrzunehmen?
Ist es wirklich in Deinem Sinne, Jahre Deines Lebens dafür zu verwenden den Betrieb eines Autos zu erarbeiten, hinter dessen Herstellung und Betrieb zahllose Minderentlohnte malochen, die stattdess auch lieber mit ihren Kindern spielen, mit der Freundin schmusen oder in der Hängematte liegen würden?

DU bist der Gestalter DEINES Lebens! Niemand sonst!

Der überwiegende Teil der Menschheit glaubt sogar daran, dass wir das über unzählige Wiedergeburten hin tun. Das braucht uns aber hier nicht zu beschäftigen. Wichtig ist: Wir sind jetzt hier in diesem Leben und in unserem ureigendsten Interesse (wenn’s schon für die anderen noch nicht reicht! 😉
sollten wir sehen, das ‚Vehikel’, unseren Körper, bestmöglich zu versorgen, denn nur er ermöglicht uns Leben, Geist, Glück und all die wunderbaren Annehmlichkeiten.
Wie mit dem Unfall läuft’s mit praktisch allen unseren Erkrankungen!
Die Natur hat Krankheiten für uns nicht vorgesehen!
Das ist ein ganz essentieller Satz!

Die Natur hat Krankheiten für uns nicht vorgesehen!

Kaum etwas ist so krankmachend und zerstörend für uns wie die heutige Allgegenwart von Erkrankungen und die Programmierung dazu, dass man ‚eben krank wird und dagegen gar nichts tun könne’.
Das ist grottenfalsch und blendet diese o.a. Selbstverantwortung aus.
Ja, es ist sogar so, dass wir – das ist aus der Placebo- Forschung bestens bekannt – krank gemacht werden, durch die ständige Erwähnung von Krankheitsfällen, Aufrufen zur Vorsorge, neuesten Medizin- Erkenntnissen, etc. – Wenn wir uns nicht dagegen schützen!
Denk an die Natur! Kein freilebendes Tier erkrankt je an einer unserer zahllosen Erkrankungen. Und kein Tier denkt auch nur eine Sekunde an Krankheit!

Unser aller Geburtsrecht ist lebenslange Dauergesundheit!

Und die ist auch für jedermensch jederzeit lebbar.
Mit der kleinen Einschränkung, dass wir Generationen- übergreifend denken müssen.
Wenn ein heutiges Kind schon früh an Diabetes erkrankt, weil seine Eltern im fast food- Restaurant aufwuchsen, hat es natürlich andere und schlechtere Karten als der Spross einfach lebender Bergbauern.

Noch einmal:
1) Die Natur hat Krankheiten für uns nicht vorgesehen
2) Wenn wir erkranken haben wir das (praktisch immer) selber (mit)verursacht
3) Dann können und sollten wir aus der Erkrankung etwas lernen

Tja, jetzt gibt es aber noch diesen einen 95jährigen, den offensichtlich alle Raucher persönlich kennen und der noch immer wie ein Schlot raucht 😉
Was ist mit dem?
Oder der ‚Körnerfresser’ der soooooo gesund gelebt hat, und dennoch erkrankte. – Und der auch jedem gleich einfällt, sobald man seinen Süchten zu nahe kommt 😉

Ausnahmen gibt es überall. Vieles ist zu komplex um es auf Anhieb zu durchschauen.
Zum Raucher fiele mir ein, dass der vielleicht in einer noch so gesunden Umwelt groß wurde – und wir ja wissen, dass die früheren Lebensjahre die Lebens- entscheidenderen sind – um genügend Vitalitätsreserven, die heutigen Zuckerlimo- Kids fehlen, zu haben.
Und zum ‚Gesund leben’ ist zu sagen, dass wir heute so weit entfernt sind von einer naturrichtigen, artgerechten Lebensweise, dass selbst die, die angeblich gesund leben noch immer viel zu viele Fehler machen.

Die gute Nachricht: Wirklich gesund zu leben, ist keine Qual, bedeutet nicht Verzicht oder Entbehrung sondern bedarf bloß einer Neujustierung unserer Sinne und unseres Denkens. Wir brauchen sozusagen bloß unserem Schlaraffenland, das für uns nur deshalb so attraktiv erscheint, weil wir in ihm sozialisiert, weil wir an es gewöhnt wurden, den Rücken zu kehren. Und da wartet das Paradies auf uns!

Detailierteres zur Frage ‚Warum werden wir krank’ findest Du hier auf meiner NaturPur- website.

 


Überlebenshilfe Fernsehen

30. März 2010

Ich war erschüttert, als ich kürzlich aus erster Quelle erfuhr, dass zwei sehr bekannte und angesehene Promis ihr ‚Leben’ hauptsächlich vor der Glotze verbringen.

Aber, genau besehen, was sonst bleibt einem Primaten, der wir genetisch und damit Urbedüfnis- mäßig noch immer sind, schon anderes übrig?

Wir sind von Natur aus, Evolutions- Jahrmillionen- lang auf, einerseits externe Highpower- Abenteuer und andererseits, innerhalb der Sippe, auf maximale ‚Kuschel- Harmonie’ programmiert.

Aber wo bitte, sollten diese Urbedürfnisse in der heutigen Gesellschaft noch befriedigt werden können?
Die Abenteuer wurden uns durch ein selten enges Rechts- Korsett verunmöglicht und Gruppen- Harmonie gibt es durch Zerschlagung erst der Groß-, bald darauf der Familien, nun auch schon der Partnerschaften ebenfalls nicht mehr.
Was in meiner Jugend noch als augenbezwinkerter Jugendstreich durchging, ruft bei meinen Kindern heute die Polizei auf den Plan.
Was früher eine Geschichte von der Oma war, ist heute ein Videoclip. Was einst das Herumtollen und Knuddeln mit Tieren am Bauernhof war, ist heute das vereinsamte Meerschweinchen im Käfig und die minutengenau getimte Reitstunde.
Heute erleben nur mehr die allerwenigsten Kinder mit, wie Eltern lieb zueinander und zu ihren Eltern sind …

All diese entgangenen Verhalten besorgen, nachdem der Spielraum eines jeden von uns immer enger (gemacht) wurde, nun Schauspieler, die stellvertretend für uns leben.
So sitzen Millionen vor einem Roman, im Kino oder vor dem TV- Schirm und erleben diese Stellvertreter- Leben als ihre eigenen.
Die einen heulen sich die Augen aus dem Kopf, wegen des Herzensbrechers, der in ihr Büro niemals kommen würde. Die anderen bespringen im Geist die Schönheit, die nie mit ihnen Überstunden machen würde.

Aber mit TV und ein bisserl Fantasie ist das Leben doch ganz wunderbar, gell

Eigentlich bedarf es bloß einer kleinen Neudefinition für ‚Leben’ bzw. ‚Lebendigkeit’:
Alles was atmet, sich noch (in Spuren) bewegt und tut (was der Chef oder die Modegazette sagt) ist lebendig.
Voila! That’s life! 😉

 


Rohes Hollywood

29. März 2010

Da wir so ziemlich alles aus den USA übernehmen, scheinen wir die Amerikaner auch zu brauchen, um die topgesunde Rohernährung salonfähig und hip zu machen.
Immer mehr amerikanische Rohkost- Restaurants haben ellenlange Wartelisten voller prominenter Namen.
Aber sie richten das ja auch sehr schön her wie dieses Beispiel zeigt.

Sogar bei geilen Rohkost- Shows mit Popkonzert- Charakter geht da die Post ab!

Also, entweder warten bis die Amerikaner uns Aerobic- oder Fitnesscenter- artig auch mit raw food überrollen oder jetzt schon ‚überlaufen’ zu

 

                paradise your life

 


Wir alle sind Geschwister

28. März 2010

Du bist das Kind deiner Eltern. Deine Eltern sind die Kinder Deiner Großeltern. Deine Großeltern sind die Kinder Deiner Urgroßeltern. Diese Reihe existiert natürlich noch viel weiter in die Vergangenheit hinein, als wir es uns vorstellen können.
Wie lang aber wird diese Reihe sein, zu welchen Geschöpfen wird sie uns führen?
Immer nur Menschen, Menschen, Menschen? Bis wir endlich bei Adam und Eva landen?
Auch ok!
Dann wären wir also über Adam und Eva alle miteinander verwandt.
Ist das nicht wunderbar, so viele Geschwister zu haben, mit ihnen mitzufühlen, sich mit ihnen mitzufreuen?

Noch wunderbarer aber ist die naturwissenschaftliche Sicht unserer Herkunft:
Gehen wir die kleinen Veränderungsschrittchen der Evolutionstheorie gedanklich immer weiter zurück, kommen wir nach unserer historischen Verwandtschaft irgendwann (nach ca. 150.000 Generationen) zu den Primaten. Gehen wir weiter zurück, kommen wir zu unseren kleinen Maus- ähnlichen Säugetier- Vorfahren (zu Zeiten der Saurier) und irgendwann zum allerersten Einzeller, der im Urmeer, in der sogenannten Ursuppe, lebte.
Wir haben also alle miteinander einen einzigen gemeinsamen Vorfahren, einen Einzeller!

Das wäre schon unglaublich und wunderbar genug, dass wir alle von einer einzigen Urzelle abstammen und alle miteinander verwandt sind.
Das Allergenialste an dieser Überlegung aber ist, dass damit von jedem von uns eine UNUNTERBROCHENE Verwandtschaftslinie bis zum allerersten Einzeller existiert!
Wenn dem nicht so wäre gäbe es uns nicht. Dann wäre durch die Nichtlebensfähigkeit eines unserer Vorfahren unsere Verwandtschafts- Linie unterbrochen worden.
So aber können wir sicher sein, dass ALLE unsere Vorfahren, bis zurück zum ersten Einzeller, ausnahmslos gesund und fortpflanzungsfähig waren.

Ist das nicht genial? MILLIONEN von Jahren OHNE Medizin, OHNE Institutionen, OHNE Wissenschaft bestens, nicht nur überstanden zu haben, sondern sich sogar von einer (‚einfachen‘) Zelle zum unvorstellbar komplexen Menschen hochentwickelt zu haben.

Ich denke, diese Überlegung sollte uns genug Selbstvertrauen geben, auch dieses Leben zu meistern – ohne unmündig am Tropf der Wissenschaft, Fachleute und Doc’s zu hängen … (die noch dazu, ohnehin alle paar Jahre etwas anderes behaupten).

Diese Überlegung mach ich Dir zum Geschenk und sie wird Deine Gesundheit entscheidend verbessern. Denn für Antonovsky, dem Begründer der Salutogenese ist das sogenannte Kohärenzgefühl, die Zuversicht, das Gottvertrauen die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Leben.

 

 


Nichts dazugelernt?

28. März 2010


o fassungslos wir vor dem Wahnsinn stehen, auf den unsere Eltern und Großeltern sich im Dritten Reich einließen, so fassungslos werden unsere Kinder und Enkel uns fragen, wie unsere Hauptprobleme, inmitten dieser angeblichen ‚Informations- Gesellschaft’, in der jede Sekunde – von uns (mit)verursacht – ein Kind verhungert, die Müllberge und unser Übergewicht sein konnten ….

Überlegt Euch schon mal eine Antwort …

 


Löwenzahn

27. März 2010

Im späteren Frühjahr erlaubt der Löwenzahn reiche Ernte. Sowohl Blätter als auch Knospen, Blüten und Blüten- Stängel schmecken ganz hervorragend.
Jetzt im frühen Frühling laufen Ungeübte leicht vorbei an den kleinen Pflänzchen, die sich eben aus den Tiefen des Bodens, aus ihrer Wurzel herausstülpen.
So wie alle Jungpflanzen, schmeckt auch Löwenzahn besonders zart in diesem frühen Stadium.
ABER man sollte bedenken, dass mit dem Verzehr einer Jungpflanze man sich und viele Mitwesen um einen höheren Pflanzenertrag bringt und eine ganze Fortpflanzungskette unterbricht.
Aber weil die Kleinen eben so lecker sind, bitte verantwortungsbewusst, aber doch:

 
Die Rosette mit einer Hand rundum unter den Blättern fassen, mit einem Messer neben der Pflanzenmitte schräg in den Boden stechen und die zentrale Pfahlwurzel durchschneiden.

 

 

 
Das Pflänzchen rausziehen und die erdigen Randblätter nach unten abziehen oder den Unterteil mit dem Messer so lange zuspitzen, bis alles sauber und erdfrei ist.

 
 
 
 
Essen! 😉

 

 

 
PS: Anfangs findet man sich häufig nichts auf einer Wiese.
– Da nirgends Teller- große Portionen rumstehen 😉
Sieht man Vögeln oder Hühnern zu, erkennt man, dass es seeeehr viel gibt, aber es einer anderen Einstellung bedarf; sozusagen einer emsigeren, ein eher ‚mehr Weniger‘- als ‚weniger Mehr‘- Strategie!
Dazu reicht es oft nicht über die Wiese zu gehen oder im Stehen den Blick schweifen zu lassen, sondern man muss sich niederhocken und länger und genauer ein Stück der Wiese betrachten.
Ich hab aus diesem Grund das obere Bild größer gelassen: Man sieht darauf rund um den Löwenzahn an Essbarem:

Junggras (auf 12 Uhr- Position)
Gundelrebe (2 Uhr)
Schafgarbe (5)
Klee (6-8)
Vogelmiere (8, 9)
Gras, Gundelrebe, Klee (9- 12)

 


Ein Geschenk für Dich

26. März 2010

Wir (fast) alle leben in einer fatalen Fehlprogrammierung.

Wir meinen,

  • in einer Mangelwelt zu leben,
  • in der nur der ‚essen soll, der auch arbeitet‘,
  • in der jeder sehen muss, dass er zu seinem Anteil kommt,
  • wo man nur mit ‚Ellenbogentechnik durchkommt‘

und ähnlichem Unsinn.

Ich schenk Dir hier und jetzt den Denkanstoß,

  • dass alles da ist,
  • dass wir in der Fülle leben (und es bloß nicht wissen),
  • dass Dir alles geschenkt wird, was Du brauchst.
  • Du brauchst nur einmal genau hinzusehen bzw. Dir das nehmen, was Dir geschenkt wird.

    Ich weiß, wenn man noch im ‚alten System’ steckt, klingt das alles unglaubwürdig bis blödsinnig. Es ist dennoch so. Du solltest lernen ‚richtig hinzusehen’.

    Das ist ein ganz wunderbares Geschenk.
    Ob Du es nützt/ annimmst, liegt an Dir… 🙂

    paradise your life


    Frühlingswiese benaschen

    25. März 2010

    Auch wenn stellenweise noch Schnee liegt, die Schneeglöckchen noch blühen und die Füße noch winterweiß sind, freuen sie sich doch über einen Gang durch den Garten, über die Wiese.
    Wunderbarer Weise findet sich auch schon jede Menge an Wildkräutern zum Verkosten.

    Die Gänseblümchen- Blätter und Knospen kann man auch schon naschen, wenn die Blüten eher noch rar sind.

     

     

    Die Wegwarte will auch noch keine größeren Verluste hinnehmen, akzeptiert aber sicherlich unser Kosten einzelner kleiner, herrlich herber Blättchen.

     

    Auch die Gundelrebe hat erst kleine, aber umso zartere Blättchen, die es an deftigem Geschmack aber mit jedem starken Gewürz aufnehmen.

     
    Ebenso der Bärlauch! Zart aber, bis wir uns wieder an seine Schärfe gewöhnt haben, schon oft heftig auf der Zunge.
    So gern ich ihn im Vorbeigehen nasche, so vielfältig ist er auch in der Küche verwendbar. In den nächsten Tagen gibt’s dazu hier ein Rezept für grünes Power- Brot.

    Die jungen Brennesseln ergeben zusammen mit Bärlauch einen wunderbar sämigen Spinat, den man sich zwar vorsichtig erwärmen kann, die Vitalstoffe durch Kochen aber nicht zerstören sollte.
    Bis die Pflänzchen aber etwas größer und ergiebiger sind, können wir die jungen Brennesseln auch naschen, indem wir den Stängel von unten fassen, mit dem Fingernagel abzwicken und die Blätter zwischen den Fingern oder über den Ärmel rollen, sodass die Brennhärchen abbrechen und uns nicht mehr den Mund ‚verbrennen‘.

    Auch jungen Löwenzahn (mehr darüber demnächst), Vogelmiere und Melde hab ich schon gefunden.
    – Aber lieber gegessen als fotografiert 😉

    So! Und jetzt husch, husch, raus mit Euch auf die Wiese! 🙂

     


    Bärlauch- Vergiftung

    24. März 2010

    Natürlich gibt es keine Bärlauch- Vergiftung.
    Doch jedes Jahr gibt’s eine Schlagzeile, dass wieder mal jemand Bärlauch mit Maiglöckchen verwechselt hat.
    Ich will nichts gegen diese bedauernswerten Menschen gesagt haben, aber soetwas ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass der Mensch sich leidenschaftlich gern das Leben verkompliziert.
    Nicht nur, dass er kaum etwas so isst, wie es, perfekt angepasst für uns wächst, ‚muss‘ er auch noch mit enormem Energie- und Arbeits- Aufwand diese herrlichen Lebens- zu Nahrungsmitteln entwerten und auch noch alles ausgiebigst würzen, um nur ja den Körper völlig zu verwirren und zu betrügen (siehe auch Der Würzbetrug).
    Dabei passieren dann auch so u.U. schlimme Verwechslungen.
    Als Rohköstler aber ist es kaum möglich sich mit den ungenießbaren Maiglöckchen zu vergiften.
    Neben Geschmack und Geruch – Bärlauch duftet und schmeckt nach Knoblauch, was weder Maiglöckchen-, noch Herbstzeitlose- Blätter tun – ist die einfachste und sicherste Unterscheidung der Blatt- Querschnitt (in Stängel- Nähe). Bärlauch rollt sich doppelt bzw. an beiden Seiten ein, – wie ein 3er (‚alle guten Dinge sind 3‘).

    Maiglöckchenblätter sind einfach gerollt, wie ein 6er. Ob man sich das nun memnotechnisch mit dem 666 der Johannes- Offenbarung oder der ‚Gefährlichkeit‘ des Sex merkt, ist jedem selber überlassen 😉

    PS: Ich versteh’s ehrlich gesagt nicht, aber da viele Medien davon berichten, dass die Menschen sogar Herbstzeitlosen- Blätter für Bärlauch sehen: Bärlauch treibt als Stiele aus dem Boden!
    Während die Herbstzeitlose als (flaches) Blatt aus dem Boden wächst!

     


    Bärlauch ist wieder da!

    23. März 2010

    Eines der ersten absolut leckeren Wildkräuter, der Bärlauch streckt seine Blätter schon wieder aus dem Boden!
    Ein paar Handvoll davon mit Öl, Salz und ev. Nüssen oder Sonnenblumenkernen vermixt und in kleine Schraubgläser gefüllt ergibt Pesto für einige Zeit.
    Lufteinschlüsse- los eingefüllt und die Oberfläche mit Öl versiegelt hält es sich gekühlt auch bis zur nächsten Bärlauchsaison.
    Weil mir der erste Wurf heuer etwas zu scharf wurde und eine überfällige Banane rumlag, hab ich kurzerhand mit ihr das Pesto gestreckt, was eine so interessante Kombination ergab, dass ich gleich diese neuen Appetizer erfunden hab:


    Und da ich schon dabei war, hab ich auch noch noch schnell Radi- Ravioli mit Paprika- Nuss- Fülle an Bärlauchpesto gemacht:


    Die Fülle geht genauso einfach und schnell wie das Bärlauchpesto.
    Einen roten Paprika, mit Salz, einer getrockneten Tomate, ev. etwas Öl und Sonnenblumenkernen vermixen, gehackte Nüsse untermischen. Fertig!
    Die Fülle auf hauchdünn geschnittene Rettich- Scheiben setzen mit zweiter Radi- Scheibe abdecken, Rand zusammendrücken. Fertig!
    Bunter sieht es aus, wenn man die Ravioli offen lässt:

     

     

    Aber auch zwei- oder drei- färbig sieht’s nett aus. Schmecken tut das sowieso alles genial finde ich. So schön frisch und knackig.
    Für das Karottenpesto als dritte Farbe und noch einer zusätzlichen Geschmackskomponente hab ich Karottentrester, mit etwas Senf und Ingwer, einem Hauch Öl und einer kleinen Handvoll Cashewkernen vermixt und einige gehackte Cashews untergemischt. – Ich hab gern überall etwas zum Knurpsen drinnen … 😉
    Für diese ‚Radi- Brötchen‘ muss man den Radi natürlich etwas dicker schneiden als für Ravioli …

     

     

     

     

     

     

    Also Ihr seht, einer kulinarisch interessanten, wie wunderbar erwanderbaren Bärlauchsaison steht nichts im Wege … 🙂

    Demnächst mehr aus der Wildkräuterwelt, inklusive grünem Brot!