Trennendes

Die wunderbare Zeile ‚Es ist wie es ist, sagt die Liebe’ in dem Erich Fried- Gedicht, zeigt wunderschön was mit Harmonie und Einheit gemeint ist.
Diese Einheit ist der Natur und den Wesen in ihr noch genauso immanent, wie unseren Embryos.
Auch der Mensch verbrachte den allergrößten Teil seiner Evolution in diesem harmonischen Zustand.
Der tiefe Sturz in die trennende Dualität des links/ rechts, groß/ klein, gut/ schlecht erfolgte nach und nach und mit zunehmender Intelligenz.

Wir machen uns nur selten bewusst wie sehr wir alles auseinanderdividieren und beurteilen und wie negativ und schwächend sich das auf uns auswirkt.
Beobachte mal ganz kritisch und genau Deine Gedanken. Vermutlich arbeitet auch bei Dir ein ständige Beurteiler und Richter im Kopf.
Selbst so selbstverständliche Sprachregelungen wie Vergangenheit und Zukunft sind trennend und halten uns vom harmonischen Einheitsgefühl des ‚Hier und Jetzt‘ fern.
Oder auch die Einteilung in ich, du, er, sie, es implementiert eine unnötige Trennung, die uns (kinesiologisch oder mit bio- feedback messbar) schwächt.
Es wirkt z. B. viel sympathischer und harmonisierender alles in Wir- Form zu sagen. Wenn Sie mit Ihrem Kind beispielsweise von klein an so sprechen, hat das einen ganz wunderbaren Einfluss auf sein ganzes Leben.

Was hat das Ganze aber bei ‚paradise your life’ zu suchen?

Erstens befassen wir uns neben dem Ernährungs-, Bewegungs- und Sozial- Bereich auch mit dem ‚naturrichtigen’ Denken und
zweitens können mit diesem Einheitsdenken Lebensstiländerungen viel leichter angenommen werden.
Oder negativ gesagt: Es ist interessant zu beobachten, wie reflexhaft ablehnend Menschen reagieren, sobald sie von etwas hören, das sie (noch) nicht kennen.
Also ist man gut beraten immer wieder ins ‚Hier und Jetzt‘ zurückzukehren und sich einen Trick auszudenken mit dem man die, nun mal allgegenwärtige Dualität großteils hintanhält.
Das Bild des Alles- Liebenden oder des hochinteressierten Beobachters z. B. wenn Du Dir einmal installiert hast im Kopf, wird Dir eine völlig andere, weitaus offenere und angenehmere Weltsicht bescheren als dieses ständige Abchecken, Beurteilen und Einordnen.
In diesem Sinne:
paradiese Dein Denken, und Du paradiest Dein Leben 😉

13 Responses to Trennendes

  1. moglee sagt:

    ’n Abend Wilhelm,
    ich bin seit bald 14 Jahren normal Veganer, mit einem hohen Rohkostanteil in der täglichen Nahrungszufuhr. Bin über Deinen Beitrag bei Ava auf Deine Seite gestoßen und würde gerne von Dir erfahren, ob Du Rohkost Veganer bist?

    Rein Interessehalber, weil es mich schon beeindruckt.

    moglee 🙂

    • payoli sagt:

      Hallo moglee!
      14 Jahre! Alle Achtung! Seeeeeehr brav! 😉
      Ich sags zwar umgekehrt, aber, ja, ich bin veganer Rohköstler. Braucht Dich aber nicht zu beeindrucken, denn ich hatte es ‚leicht‘; mir blieb aus gesundheitlichen Gründen fast nix anderes übrig. Also, das heißt die Rohkost musste sein. Vegan war ich schon zuvor, weil mir das einfach ins Herz schnitt, was wir diesen unschuldigen Mitwesen antun.
      Und jetzt tun mir wieder die Veganer leid, die sich oft mit schlimmem, toten Industrie- food (diese Soja- Verarbeitung z.B. muss man sich mal ansehen!!!) zuschütten. Aber so wie Du mit viel Frischkost ist super! Gratuliere und danke Dir!
      Ciao!

  2. moglee sagt:

    Stark, 20 Jahre „Rohkostveganer“ und Du lebst noch, was dazu wohl die „deutsche Gesellschaft für Ernährungsforschung“ sagt. 😉

    Du wurdest aber nicht krank weil Du Dich damals aus ethischen Gründen „standard-vegan“ ernährt hattest? Ich glaube „die Veganer“ brauchen Dir nicht leid tun, denen die ich kenne, geht es allen recht gut, auch mit Tofu im Speiseplan, mir übrigens auch, mir ging es gesundheitlich noch nie so gut wie seit der Veganerzeit. Alles bestens. Ich denke mal jeder Körper reagiert anders auf die Nahrungsmittel die ihm zugeführt werden und im Laufe der Jahre, lernst Du ja auch was gut bekommt, bzw. was fehlt.

    Naja, für mich jedenfalls steht die Vermeidung von Ausbeutung und Gewalt gegenüber allen Lebewesen und der Erhalt der Erde im Vordergrund, erst dann kommt irgendwann die Optimierung der persönlichen Gesundheit.

    • payoli sagt:

      Nein, ich wurde nicht durch den Veganismus krank, war aber neugierig, ob es damit ev. besser würde. Es wurde etwas besser, aber letztendlich gut erst durchs vegan Rohköstliche.
      Für mich ist, dem Körper nicht zu geben was er braucht, ebenfalls ‚Ausbeutung‘.
      Ich weise auf die gesundheitlichen Probleme von Veganern hin weil a) sich schon welche an mich wandten, die Probleme hatten und
      b) lieber etwas zu früh als zu spät sagen. Die ersten Konservendosen waren auch jahrelang kein Problem. Wenn Du Dir einen heutigen Supermarkt aber ansiehst ist das für unsere Gesundheit Katastrophe pur!
      Und die Tendenz der Veggie- foods weist m.E. genau wieder in diese Richtung.
      Das ‚jeder Körper reagiert anders‘ – sei mir nicht bös, aber – kann ich schon nimmer hören. Wenn zwischen Primaten und uns bloß 1, 4% (genetischer) Unterschied ist, was meinst Du denn wie winzig unsere individuelle Differenz sein wird!? 😉
      Lies mal ein bisschen auf meiner NaturPur- Seite rum oder kauf Dir den G.C. Burger oder ähnliche Bücher. Darüber, was da chemisch an Post abgeht, durch dieses Gekoche, macht sich kaum jemand ein Bild. Da entstehen zu tauseneden völlig neue Stoffe, die das ‚alte‘ Immunsystem noch nie gesehen hat und dementsprechend daran rumzukauen hat. Das kostet einfach Energie, die andernorts dann fehlt …

      • moglee sagt:

        Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich habe keine Zweifel daran, dass vegane Rohkost ’ne feine Sache ist, wenn man sich über eine optimale Ernährung dazu informiert und das durchzuziehen vermag.

        Kann es sein, dass die von Dir erwähnten Veganer mit gesundheitlichen Problemen schon vor ihrer Zeit als Veganer entsprechend gesundheitliche Probleme hatten? Menschen die mit starken gesundheitlichen Problemen behaftet sind landen oft über den Schritt zum „normalen Veganer“ bei den Rohkostveganern, was auch für diese Form der Ernährung spricht, „Gesundheitsveganer“ eben.

        Was ich mit Ausbeutung meinte, weißt Du schon. Daher finde ich den Zusammenhang den Du anführst sehr unpassend und herabwürdigend für die Billionen von Lebewesen, die u.a. dem menschlichen Essverhalten alljährlich zum Opfer fallen.

        Mit „jeder Körper reagiert anders“ meinte ich basierend auf den individuellen Essgewohnheiten, den jeweiligen Bedarf, den jeweiligen Stoffwechsel und natürlich die psychischen Blockaden in dieser Hinsicht. Den einen ist es zum Beispiel unangenehm, wenn sie nach dem Verzehr eines bestimmten Nahrungsmittels rülpsen und pupsen müssen und sagen dann „ich vertrage keine Papriknobiebeln“.

        Was die derzeitige Massenernährung angeht und das adäquate Nahrungsangebot bei den Discountern und in den Supermärkten, hast Du absolut recht, es ist eine Katastrophe und es verschärft sich ständig. Die Pharmaindustrie, Ärzte und Apotheken profitieren davon. Die Sozialversicherungsträger eher nicht.

        • payoli sagt:

          Selbstverständlich wollte ich nicht mal ein Wesen ‚herabwürdigen‘! Es ist doch keine Frage, dass Tieretöten, ihnen die Kinder oder Embryos wegzunehen und sie unschuldig zu inhafieren eine unfassbare Herzlosigkeit und bodenlose Sauerei ist.
          Nur kann ich manchen Veganern eine gewisse Einäugigkeit dennoch nicht absprechen. Denn nicht nur Hühner sind lieber frei und draußen, sondern auch Sojaaufstrichabfüller und die Krankenpfleger der kranken Sojaaufstrichesser 😉
          Ein Großteil der Veganer ernähren sich zweifellos sehr bewusst und mit Frischkostanteil, ich kenn aber auch ‚fürchterliche Pudding- Veganer‘ und die meinte ich.
          Wir sollten uns aber nicht an Deteils ‚festbeißen‘, denn es ist noch sooo viel (gemeinsam) zu tun! Wer erstmal das Bild unseres Urverhaltens, nach dem wir alle eine zutiefste Sehnsucht haben, im Hinterkopf hat, wird sehen, dass wir nicht nur unsere Ernährung, sondern so ziemlich alles grottenfalsch und vor allem unglücklichmachend tun. Deshalb nach meiner NaturPur- Rohkost- Seite nun meine ‚paradise your life‘- und Gesundheitstrainer- Aktivitäten.
          Liebe Grüße!

        • moglee sagt:

          >und bodenlose Sauerei ist<
          Nun bist Du seit mehr als 20 Jahren Veganer, wie Du schreibst und greifst immer noch zu einer speziesistischen Wortwahl? Das alles was Du beschreibst geht doch von Menschen aus, nicht von Schweinen, folglich handelt es sich um eine bodenlose Menscherei. In diesem Zusammenhang eine Frage, bist Du Christ?

          Übrigens: Ein Großteil "der Veganer" ernährt sich viel bewusseter, als ein Großteil der Omnivoren, diese Beobachtung mache ich schon seit vielen Jahren. Den von Dir erwähnten "Pudding-Veganern" bin ich bisher noch nicht begegnet. Sind wahrscheinlich Umsteiger, die in ihrer Umgebung keine beratende Unterstützung erhalten.

          Habe Dein rokoweg.pdf runter geladen und werde es die Tage lesen. Bis bald.

        • payoli sagt:

          Du hast vollkommen Recht! ‚Sauerei‘ war und ist nicht ok, aber eben noch Sprachgebrauch und ich will ja verstanden werden und mir’s nicht mit den letzten verbliebenen, einsichtigen 2% auch noch verscherzen 😉

          Viele der Jesus- Worte haben was (vor allem die Ur- Evangelien
          http://members.yline.com/~naturpur/evangelium.html ),
          mit Kirchen aber habe ich nichts mehr am Hut.

          Naja, ‚beratende Unterstützung‘ … Vielleicht ist das bei Euch anders, aber hier in Wien lehnt z.B. ‚Vegan Österreich‘ Rohkostvorträge sogar kategorisch ab.

        • moglee sagt:

          >Naja, ‘beratende Unterstützung’ … Vielleicht ist das bei Euch anders, aber hier in Wien lehnt z.B. ‘Vegan Österreich’ Rohkostvorträge sogar kategorisch ab<
          Ich hatte gemeint von vegetarisch auf naja "Puddingvegan" also Standardveganer. In den vegane Kreisen in denen ich verkehre, gab es meines Wissens noch nie Probleme zwischen Rohkostveganern und solchen wie mir, das harmoniert recht gut. Das Problem bei vielen jugendlichen Neuveganern ist einfach, dass sie oft im Elternhaus keine Unterstützung erhalten, weil der kochende Elternteil doch eher überfordert ist. Dafür sind dann Veganertreffen gut, dort gibt es alle Informationen die Newbie braucht. Kenne mich in der österreichischen veganen Szene nicht wirklich aus, obwohl drei ehemalige vegane Freunde mittlerweile in Österreich wohnen.

  3. minddefenstration sagt:

    Es scheint mir fast so, als hättest du ‚Jetzt-Die Kraft der Gegenwart‘ von Eckart Tolle gelesen. Wenn nicht, es ist eine lohnenswerte Lektüre. 😉

    • payoli sagt:

      Das ist ja dopelt witzig!
      a) Ich komm eben von Deinem wirklich sehr guten blog
      b) Den Tolle hat mir eine Freundin so lange aufgelabert, bis ich ihn mir endlich kaufte. Bloß liegt er seither angefangen rum, weil mir schon auf den ersten Seiten einiges mächtig gegen meinen Strich ging 😉
      Aber ich werd nach Deiner Anregung noch ein paar punktuelle Versuche starten.

      • minddefenstration sagt:

        Danke für das Lob, habe viele deiner Einträge auch mit Begeisterung gelesen. Mir gefallen deine konstruktiven Ansätze, du hast Recht, ich liefere bisher noch ziemlich wenig, das in Richtung Lösung geht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: