Sexueller Missbrauch

Derzeit quellen Medien und blogs von Berichten über sexuelle Übergriffe über.
2 Punkte dazu:

‚Sex sells‘ weiß man in der Medien- Branche. Das gilt nicht nur für nackte Mädchen am Cover, sondern auch für Skandälchen bis Skandale in diesem Bereich.
Warum ist das so? Warum gerade bei dem Thema?
Völlig klar! Kein anderes Thema wurde, durch ehemals klerikale und herrschaftliche, mittlerweile – längst ‚breitest eingesickert‘ – gesellschaftliche Konventionen und Tabus, derartig verformt.
Was wir kaum noch wahrnehmen, weil wir alle in diesem verlogenen System aufwuchsen und sozialisiert wurden, wird wunderbar deutlich, wenn wir Tieren zugucken, wie selbstverständlich und unkompliziert Sex sein kann.
Wir alle haben mehr – nicht nur sexuelle – Urbedürfnisse in uns gespeichert, als wir gemeinhin wissen oder glauben. Diese Bedürfnisse wollen befriedigt werden und ihre Missachtung bricht sich IMMER Bahn, egal in welcher Form und wie verbogen.
Diese Verbiegungen schaffen Probleme von ’seltsamen‘ Menschen bis hin zu psychischen Erkrankungen, Kriegen und Schlimmerem.
Man könnte es – auch wieder mit Blick auf die Tierwelt – sogar so zugespitzt sagen, dass es ohne unsere Tabus und Konventionen überhaupt keine psychischen Erkrankungen und Probleme gäbe.

Der zweite Punkt, der mir hier wichtig scheint, ist:
Diskussionen zu dem Thema sollten ja nicht nur unseren Sensationshunger, unsere Exhibitions- oder Voyeursgelüste stillen, sondern etwas an der unerträglichen Situation verändern.
‚Das geschieht ja ohnehin‘ könntest Du sagen, ‚es werden ja bessere Kontrollen und härtere Strafen, Therapien, etc. gefordert‘.
DAS ist weitaus zuwenig und zu kurz gegriffen!
Probleme sind immer erst erledigt, wenn ihre URSACHE beseitigt ist. Und Ursache ich eine vielschichtige Sache.
In einem Missbrauchsfall ist die offensichtlichste Ursache der Täter. Deshalb auch die Rufe nach Bestrafung.
In der zweiten Schicht aber ist jeder Täter auch ein Opfer. Es wird nur geklaut, wenn jemand unterversorgt ist, es wird nur missbraucht, wenn nicht anders Befriedigung erlangt werden kann.
Jetzt könnte man natürlich auch die Täter, die den Täter zum Täter machten suchen, ausforschen und ebenfalls bestrafen. Bloß, dieser Täter wird ebenfalls ein Opfer sein und die Kette wird vermutlich ziemlich lange, bis in den Bereich der Verstorbenen zurückführen.
Die, m. E. letzte Instanz in dieser Kette sind die bereits erwähnten völlig unnatürlichen, gesellschaftlichen Konventionen, die soviele unserer Urbedürfnisse verunmöglichen und die harmlosen bis wunderbaren Bedürfnisse verformen, verbiegen, unterdrücken.
Das ist zwar auch noch nicht die allerletzte Ursache; das wären die Kleriker und Herrscher im Dunkel der Geschichte, die derartige Vorschriften aus eigennützigen Motiven durchsetzten. Doch wem würde das nützen diese ‚an den Pranger‘ zu stellen? Die gesellschaftlichen Konventionen aber wären die erste sinnvoll änderbare Ursache.

Deshalb würde ich sehr bitten und anregen, aus diesem jetzt virulenten Thema Nutzen zu ziehen, indem mehr Menschen genauer hingucken, besser in sich reinhören, ehrlicher zu sich und anderen sind und artikulieren, was da an Bedürfnissen ist und wenn auch nur wenige, so doch einige URSÄCHLICHE Missstände aufzuzeigen und zu beseitigen.

Und was hat dieses Thema auf ‚paradise your life‘ zu suchen?
Einerseits, können wir nur gesund, zufrieden, paradiesisch leben, wenn auch der mentale, soziale und sexuelle Aspekt naturrichtig gelebt wird. Andererseits kann man aus der angeführten Ursachen- Kette auch viel über unsere Gesundheit bzw. über die Fehler der Medizin lernen.
Auch die Medizin arbeitet völlig kurzsichtig und stürzt sich auf die erste, naheliegendste Ursache, auf das Symptom. Doch den Hautausschlag wegzucortisonieren, das Fieber zu unterdrücken, den Tumor wegzuschneiden beseitigt nicht die Ursache, sondern nur das Problem, – und das nur kurzfristig! Denn jedem unterdrückten Symptom folgt irgendwann eine nächste Erkrankung, die leider nie im Zusammenhang erkannt wird.
Auch hier müssen wir lernen, die Ursache hinter der Ursache , hinter der Ursache … zu finden.
Und das ist in praktisch JEDEM Fall unsere unartgerechte, naturferne Lebensweise!
In diesem Sinne:

                         paradise your life !

 
(siehe auch Sexueller Missbrauch 2)
 

4 Responses to Sexueller Missbrauch

  1. Eva sagt:

    Ich finde deine Gedanken gut. Wir leben in vielen Bereichen ziemlich unnatürlich und verbogen. Und etliches läuft total aus dem Ruder.

    Allerdings stellt sich mir dabei immer wieder auch die Frage, woher das kommt und warum es sich so und eben nicht anders entwickelt hat. Denn auch Menschen gehören zur Natur und zur Schöpfung, es gab keine „Außerirdischen“, die uns dazu angehalten haben, uns so zu entwickeln wie wir es getan haben. Also bringt die Natur doch nicht nur stets Gutes und Harmonisches hervor (dass das zu 100% so ist, glaube ich sowieso nicht).

    Selbst wenn die Urmenschen völlig natürlich friedlich und harmonisch gelebt hätten (falls!), so hat sich dennoch mit der Zeit das Jetzt und Heute daraus entwickelt. Wie erklärst du dir das?

    Ist es nicht vielleicht so, dass es immer Gutes und Schlechtes gegeben hat? Und dass des Menschen einzige Chance und einziger Weg jener der Weiterentwicklung ist? Der jedoch immer wieder genau so Schlechtes wie Gutes hervor bringen wird und dass reine Harmonie auch reine Utopie ist?

    LG
    Eva

    • payoli sagt:

      Dass es so Wahnsinnsdinge wie unsere Kriege, den Holocaust, Morde, Hungerkatastrophen, Müllberge, etc. im ganzen Tierreich nicht, gibt ist Fakt. Auch die Primaten, von denen man annehmen kann, dass sie noch immer so leben, wie wir vor 6 Millionen Jahren, leben harmonischer und entspannter als wir.
      Unsere Leben änderten sich dramatisch mit dem Auszug aus diesem Paradies, in kältere Klimazonen. Da wuchsen uns nicht mehr bei angenehmem Klima die Mangos und Feigen in den Mund, sondern es musste gejagt und alles mühsam erarbeitet werden, was natürlich verroht und eher nicht so glücklich macht.
      Und wenn diese Negativspirale mal angestoßen ist, pflanzt sich das natürlich fort …
      Klar, sollte man nicht schwarz- weiß- sehen. Alles hat Für und Wider, aber bereits die paar Dinge die ich mir von der Natur abgeguckt, und in mein Leben integriert, hab, waren ein Riesengewinn.

  2. Eva sagt:

    Ja, man kann sich viel Gutes von der Natur abschauen. Alles aber doch nicht, würde ich meinen – es geht auch im Tierreich zuweilen ziemlich brutal zu (und nicht nur bei der Jagd nach Beute, sondern auch in Paarungszeiten – um beim Thema zu bleiben :-).
    Dennoch schließt das nicht aus, das viele Gute auch zu sehen.
    Jedoch denke ich, es ist gerade die Crux des Menschen, dass er eben kein Gesamtvorbild hat, weil er sich von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Die Aufgabe, damit umzugehen, ist eine große und vielleicht auch eine, die nie enden wird.

    LG
    Eva

    • payoli sagt:

      Danke für Deinen Kommentar. 2 Dinge fallen mir dazu ein:

      a) Cui bono? Wem nützt es, auf das Negative hinzuweisen? – Zudem ist es kontraproduktiv, denn

      b) wir sind Götter! WIR gestalten unsere Welt! Was wir denken wird werden (siehe ‚Achte auf Deine Gedanken …’).
      Wir hatten Jahrtausende lang Visionen, die wir realisierten.
      Viele wollen diesen Weg Richtung visionäres, menschengeschaffenes Schlaraffenland weitergehen. Ich sehe aber auch viele denen es reicht und die lieber alte, naturnähere Erfolgsmodelle in ihr Leben einbauen wollen.
      Ich hab sozusagen immer ein Primatenbild im ‚Hinterkopf’ mit dem ich alles Vergleiche und entsprechend wähle. Das ist m.E. sehr wohl ein veritables Gesamtvorbild.

      PS: Vieles von unserem Naturbild ist schlichtweg veraltet und falsch. Aber vielleicht gibt es tatsächlich Paarungsbrutalität. Ich kenne keine. Ganz im Gegenteil, hast Du schon mal gesehen wie lieb so ein Eber zur Sau ist vor der Paarung? Oder Schnecken! Jaja, lach nur 😉
      Ich hab mal zweien einen ganzen Nachmittag lang zugesehen. Da könnten wir uns etwas ‚abschneiden‘ … 🙂

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