Frühlingswiese benaschen

Auch wenn stellenweise noch Schnee liegt, die Schneeglöckchen noch blühen und die Füße noch winterweiß sind, freuen sie sich doch über einen Gang durch den Garten, über die Wiese.
Wunderbarer Weise findet sich auch schon jede Menge an Wildkräutern zum Verkosten.

Die Gänseblümchen- Blätter und Knospen kann man auch schon naschen, wenn die Blüten eher noch rar sind.

 

 

Die Wegwarte will auch noch keine größeren Verluste hinnehmen, akzeptiert aber sicherlich unser Kosten einzelner kleiner, herrlich herber Blättchen.

 

Auch die Gundelrebe hat erst kleine, aber umso zartere Blättchen, die es an deftigem Geschmack aber mit jedem starken Gewürz aufnehmen.

 
Ebenso der Bärlauch! Zart aber, bis wir uns wieder an seine Schärfe gewöhnt haben, schon oft heftig auf der Zunge.
So gern ich ihn im Vorbeigehen nasche, so vielfältig ist er auch in der Küche verwendbar. In den nächsten Tagen gibt’s dazu hier ein Rezept für grünes Power- Brot.

Die jungen Brennesseln ergeben zusammen mit Bärlauch einen wunderbar sämigen Spinat, den man sich zwar vorsichtig erwärmen kann, die Vitalstoffe durch Kochen aber nicht zerstören sollte.
Bis die Pflänzchen aber etwas größer und ergiebiger sind, können wir die jungen Brennesseln auch naschen, indem wir den Stängel von unten fassen, mit dem Fingernagel abzwicken und die Blätter zwischen den Fingern oder über den Ärmel rollen, sodass die Brennhärchen abbrechen und uns nicht mehr den Mund ‚verbrennen‘.

Auch jungen Löwenzahn (mehr darüber demnächst), Vogelmiere und Melde hab ich schon gefunden.
– Aber lieber gegessen als fotografiert 😉

So! Und jetzt husch, husch, raus mit Euch auf die Wiese! 🙂

 

2 Responses to Frühlingswiese benaschen

  1. maria a. sagt:

    Ich bin gern in der Natur, aber ich bin doch ein Mensch und kein Tier, das Gras frisst!
    Wozu haben wir unser Gehirn? Doch nicht um kuhdumm Wiesen abzugrasen!

    • payoli sagt:

      Maria!!!!
      Du hältst mich für kuhdumm!??? 😉
      Ich kann die Meinung, dass wir etwas besseres als die Tiere wären nicht teilen.
      Ist es denn ‚dumm’ sein Leben ganz allein auf die Reihe zu kriegen? Ist es ‚dumm’ ohne Hebamme, Kindergarten, Schulen, Psychologen, Ärzten seine Kinder großzuziehen? Ist es ‚dumm’ lebenslang dauergesund zu sein, während wir von Kinderkrankheiten über jährlichen Schnupfen, über Grippe, Fieberblasen, Allergien bis hin zum Krebs kaum etwas auslassen?
      Liebe Maria, Du kannst gerne bei Deinem Lieblings- und Zivilisationsessen bleiben. Ich will niemandem etwas wegnehmen. Ganz im Gegenteil, ich habe bloß auf eine – für mich – sehr interessante Erweiterung unseres Ernährungs- Spektrums hingewiesen.
      Ich würde es sogar so sagen: Wenn Du meine Erfahrungen mit Wildkräutern schon gemacht hättest, könntest Du es vermutlich auch nicht verantworten, das nicht weiterzugeben …
      Alles Liebe!

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