Wenn die Menschen wüssten …

… wie sehr sie sich (vor Wissenden) outen, wenn sie mit ihren Schlemmerei- oder Süßigkeits- Vorlieben kokettieren, würden sie eher den Mund halten.
Es ist leider Fakt, dass in unseren Breiten Essen mittlerweile weit mehr der Sucht- und Ersatzbefriedigung als der Nahrungsaufnahme dient. Und süchtig nach Ersatzstoffen sind die Menschen, weil sie ihre Leben nicht auf die Reihe kriegen, weil in unserer Gesellschaft unsere Urbedürfnisse absolut nicht mehr befriedigt werden.
Somit sagt jede füllige Tortenesserin nonverbal ‚Ich brauche Liebe, aber bekomme sie nicht’ und jeder Braten- stopfende Dickwanst ‚Ich giere nach Sinnlichkeit, kann sie mir aber nicht anders beschaffen
Dass Raucher mit jedem Anzünden, mit jedem Zug an, der Zigarette ihre Schwäche, Nervosität und Unsicherheit demonstrieren, ist ja sowieso klar …
Erst gar nicht zu reden von den erbärmlichen Niederlagen und Unfähigkeiten, die mit Alkohol verdeckt werden sollen.

Mein Psychologie- Professor wies immer wieder darauf hin, dass Diäten ohne Aufarbeitung der darunterliegenden Probleme langfristig erfolglos bleiben.
Ich sehe es etwas anders:
Die Leute suchen sich Ersatzbefriedigungen. Ja!
Bloß die Droge oberflächlich abzutrainieren ist sinnlos. Ja!
Eine tiefergreifende Problemlösung ist unbedingt erforderlich. Ja!
ABER nicht der Klient ist krank und muss therapiert werden, sondern er ist Opfer dieser lieblosen Gesellschaft!
Jedermensch will nur geliebt, geschätzt und anerkannt sein.
Kaum jemand bekommt noch, was wir Jahrmillionen lang gewohnt waren, wonach wir immer noch ein Ur- Bedürfnis haben.
Ob dieser fehlgeleitete Hunger nach Liebe sich dann in Besäufnissen, Geltungssucht, Völlerei, Pädophilie, Diebstahl, Raufhändel, Vergewaltigung, Drogen- oder anderen Süchten und Ersatzbefriedigungen Bahn bricht ist sekundär.
Ein, sich rundum geliebt fühlender Mensch will, braucht und tut das alles nicht!
Deshalb:

paradise your and your children lives ! 🙂

 

2 Responses to Wenn die Menschen wüssten …

  1. ingja sagt:

    Wie sieht es denn mit Deinem Verhalten aus? Hast Du alles im Griff? Lebst Du so, wie Du meinst, dass man leben sollte?

    Eines kann ich aber absolut bestätigen. Wenn man ganz frisch verliebt ist, hat man keinen Hunger. Das hält ein paar Tage, vielleicht sogar Wochen an, dann aber kommt wieder das Schlemmen, das übrigens keine Ersatzbefriedigung ist. Dass möchte ich widerlegen. Wer all seine Sinne öffnet, kann alles genießen, sei es schöne Bilder betrachten, Musik hören, auch einfach auf einer Bank sitzen und den Geräuschen der Natur lauschen, aber auch Schlemmen, als wäre man im Schlaraffenland, natürlich am Besten schöne Früchte, Weintrauben, Datteln usw. Derartiges Schlemmen vollzieht sich dann aber nicht in einem Zeitraum von einer halben Stunde, sondern über einen Tag. Ich könnte jetzt noch mehr schreiben, aber das mach mal lieber Du! Es ist Dein Blog *g*.

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Du hast völlig Recht, man kann alles genießen. Bloß bezahlt man verschieden teuer!
      Alle naturrichtigen Genüsse werden uns geschenkt und sind Genuss pur.
      Alle menschengemachten ‚Schlaraffenland- Genüsse’ bezahlen wir teuer mit unserem Geld, unserer Gesundheit, Arbeitskraft, Energie, mit Umweltbelastung, Leib und Leben.
      Wenn ich schlemme, schmeckt das gut und ich baue meinen Körper auf. Wenn jemand Schokohasen schlemmt schmeckt das auch gut, schadet aber dem Körper.
      Das gilt auf allen Gebieten. Du kannst Dir wunderbarste Sonnenuntergänge, Landschaften, bunte Vögel, schillernde Eidechsen, und, und, und kostenlos ansehen. Aber für Menschenbilder müssen Menschen in stinkenden Farbenfabriken malochen, Verkäufer in leeren Galerien herumstehen, müssen Druckmaschinen laufen oder Dachse ihre Haare lassen. Dass wir es selbst mit der wunderbaren Musik geschafft haben uns Gehörschäden zuzuziehen ist für mich schwachsinnigstes Schlaraffenland pur.

      Ich hab nicht ‚alles im Griff und entwickel’ mich gerne immer weiter, obwohl ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit mir bin, wenn ich dran denke wo ich schon mal war oder wo andere oft noch feststecken. Aber wir sind ja hier um zu lernen. Veränderung macht das Leben bunt. Was wir uns an Lernaufgaben nicht selber nehmen, wird uns geschickt; – leider meist leidvoll.

      Bussi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: