Ja, ich will!

Wunderschön, wenn zwei Menschen bedingungslos ‚Ja’ zueinander sagen; eine bewusste Entscheidung, nach reiflicher Überlegung und übervollem Herzen, die beide bestätigt und erfreut und einen gemeinsamen Weg ebnet und erleichtert.
Doch ist unser Leben, unsere Lebendigkeit ein nicht ebenso wichtiger lebenslanger Partner?
In der Regel werden wir in das Leben ‚geworfen’, lassen es geschehen und beginnen, lassen uns von anderen lenken bis manipulieren und übernehmen relativ kritiklos alles von der Mimik, über die Laute, die Worte, die Regeln, … praktisch unser ganzes Verhalten. Wir werden in eine Welt hineinsozialisiert, die nicht unsere ist. Uns wird als selbstverständlich anerzogen, nicht weil es unseren Bedürfnissen entspricht, sondern weil es Generationen zuvor, aus heute unerfindlichen Gründen, als Regel aufgestellt wurde. Wir gewöhnen uns von klein an an schlimmste Lebensführungsfehler, bloß weil wir nichts anderes sehen/ kennen. Kaum jemals machen wir uns Gedanken, was wir wirklich bräuchten, wonach wir uns zutiefst in uns sehnen.
Wir können sozusagen unser Zukunfts-, unser Lebens- Bild nur mit den Farben malen, die uns unsere Eltern und Lehrer auf unsere Palette gepatzt haben.

Nie sagen wir bewusst ‚Ja!’ zu diesem Wunder ‚Leben‘, das uns geschenkt wurde.
Das wäre doch aber auch schön, wenn wir unser Sein, unser Leben bewusst und bedingungslos annehmen könnten wie unsere Liebsten, oder?
Bevor wir dies tun, sollten wir aber vielleicht zuerst mal genau hingucken, ob wir im ‚richtigen’ Leben sind, ob es dieses Leben ist, in das wir geführt wurden, das wir bejahen können.
Ich sag’s hier jetzt in Extremkurzform, da ja ohnehin der ganze blog um dieses Thema kreist:
Unser Zivilisationsleben ist wunderschön, doch bezahlen wir in ihm für jedes Vergnügen mit Geld, Leib und Leben. Noch viel wunderbarer ist ein naturrichtiges Paradiesleben, in dem selbstlos aus der unendlichen Fülle geschenkt wird.
Falls Du diese Art von Leben schon kennst, schon ein wenig mitgelesen hast hier im blog und langsam Appetit darauf bekommst, würde es mich freuen und Dir zweifellos einen ‚positiven Schub’ geben, wenn Du – vielleicht in einer kleinen Zerimonie – bewusst und bedingungslos ‚Ja’ sagen würdest zu Deinem Paradiesleben.
Es ist ein ‚Ja’ zum Leben, zur Lebendigkeit, zur lebenslangen Dauergesundheit, ein ‚Ja’ zu allen Mitwesen, zur Mitwelt, zum Planeten, ein ‚Ja’ zur Liebe, zur Selbstlosigkeit und letztendlich zu Dir.
Lass Dich nicht mehr von Modetrends und Werbespots auf Shoppingmeilen und in Geschäfte hetzen. Lass Dich nicht mehr von Panik- headlines zur Apotheke oder zu Banken scheuchen. Lass Dich nicht mehr von Ärzten und Vorsorge- Geschwätz im Kreis überweisen, bis alle ihre Taschen voll haben. Lass Dich von Empfehlungen nicht mehr in neueste In- Schuppen, in Trend- Resaurants lenken.
Vergiss all diese Hast, all dieses Gesuche und Gegiere im Außen. Da liegt nicht das Glück. Da findest Du keine Zufriedenheit. Beides findest Du nur in Dir!

Ganz besonders wichtig und weitreichend wäre solch eine Entscheidung, solch ein ‚Ja‘, wenn Du es mit jemandem gemeinsam treffen, oder gar eine Familie gründen, möchtest.
Gerade Kinderleben nehmen in ‚artgerechter’ Weise einen so wunderbar anderen Verlauf, dass mir hier der Platz fehlt mich wegzuschwärmen 🙂
Ja, liebeR MitleserIn, sag ‚Ja’! Sag ja zum Leben! Sag ‚Ja’ zu Dir!

Nachsatz: Bei einer von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Lebensführung, sollte man nicht den Druck des Gegenwinds der einem entgegenschlägt unterschätzen. So sehr wir im ‚Normalleben’ unbewusst von Werbung, Erzählungen, Artikeln, Berichten, etc. beeinflusst werden, so sollten wir uns tools zurechtlegen, die uns zu Beginn unseres neuen Lebens ‚auf Linie’ halten. Es gibt sehr gute Bücher zu dem Thema, unzählige websites und blogs. Wenn man sich mit solchen Häppchen täglich eine Freude macht, flutscht auch das neue Leben viel leichter.
In diesem Sinne:
paradise your life!

– Oder: Ja! Ich will! Ich (re)paradiese mein Leben!

 

4 Responses to Ja, ich will!

  1. mariebastide sagt:

    Die meisten Menschen laufen gebückt durchs Leben. Skolliose nennen das die Orthopäden und verdienen gut daran. Schon mal darüber nachgedacht, WANN ein Mensch beginnt, sein Rückgrat zu krümmen? Zu buckeln? Ich habe bei meinem Sohn ganz bewusst zugeschaut. Bis zum Alter von 2 Jahren ungefähr sitzen und gehen Kinder völlig aufrecht. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt setzt die Erkenntnis des bewussten „Ichs“ ein. Frage: macht das „Überich“ krumm durch sein Bemühen um Einordnung in gesellschaftliche Strukturen, krümmt das Einpassen in einen – vielleicht nicht passenden – Rahmen? „Mach dies und unterlasse jenes“.Plötzlich wird es wichtig, die Kausalität menschlichen Verhaltens zu erkennen. Und, so schaut es zumindest aus, zu befolgen….mit der Folge eines Buckels…

    Mein Sohn ist inzwischen 1,92 m groß. Und: er geht – wieder aufrecht! Was mir den Umgang mit ihm vielleicht nicht grade erleichter. Aber GERADE das tut gut. Übrigens sitze auch ich GRADE an meinem Schreibtisch.

    Mehr über unangepasstes Denken in Geraden findet ihr übrigens unter http://www.mariebastide.wordpress.com

    • payoli sagt:

      Liebe Mariebastide,
      wir krümmen uns nicht weil irgendetwas ‚einsetzt’! Wir werden gekrümmt!
      Wir stehen fassungslos vor Müttern fremder Kulturen, die die Beschneidung ihrer Töchter zulassen bis fördern und sind selber keinen Deut besser.
      Jede ‚Ego- geplagte’ Frau pflanzt ihrem Kind genau diese Denkweise wieder ein. Jede gebrochene Frau bricht ihr Kind und steckt es in Institutionen, in denen es gebrochen wird.
      Natürlich nennen wir das beschönigend ‚Selbstbewusstsein’ und ‚Erziehung’, aber sein tut es nichts anderes als die kleinen Menschen zu gutem Funktionieren, und nicht auf ihr Glück hin, zu konfigurieren.
      Auf Deiner Seite finde ich absolut nichts ‚Unangepasstes’. Im Gegenteil, ich halte es für unverantwortlich von einem Gott zu schwadronieren der ‚für uns gestorben ist’ und der ‚uns die Hand hinstreckt’.
      (M)Ein Gott ist groß und ewig, liebe Mariebastide! Und er braucht uns nicht die Hand zu reichen, denn er hat vor Urzeiten bereits alles getan, was ein liebendes Wesen nur tun kann. Es ist längst alles da für uns! Bloß wir Clowns, Du inklusive, wollen oder können es nicht annehmen.
      Liebe Grüße!

  2. mariebastide sagt:

    Vielleicht verstehe ich, was du sagst. Bloß bin ich anderer Meinung. Es ist allzu bequem, die „Schuld“ auf andere zu schieben. Auf die Mütter, auf die Gesellschaft. Und damit verkennst du die große Kraft, die in jedem Menschen steckt. Jeder kann sich bewusst für oder gegen die Einflüsse entscheiden, von Erziehung, von Gesellschaft. Du hast dies doch ganz offensichtlich getan. Und ich habe nicht den Eindruck, dass du dich für „außergewöhlich“ hältst, sondern du lädst vielmehr alle Leser ein, es dir gleich zu tun.

    Als Mutter habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass mein Sohn sehr wohl, und zwar vom Moment der Geburt an, aus sich heraus entschieden hat, was er annehmen wollte und konnte und was er abgelehnt hat. Manche Eltern, Erzieher, Mitmenschen mögen sich über diese Willensäußerungen hinwegsetzen oder sie nicht sehen. Aber ich schreibe dem Menschen die gleichen Kräfte zu wie der „Natur“.

    Ich denke nicht, dass er so viele Götter gibt wie Menschen. Ich glaube an den einen Gott – mit vielen Namen, zugestanden. Aber wozu solltest du überhaupt einen Gott haben, wenn das einzige, was dich mit ihm verbindet, ein Schöpfungsakt vor Jahrmillionen ist? Wozu sollte er dann „ewig“ sein, wenn er sich heute nicht mehr aktiv manifestiert? Ich glaube, Gott lebt und atmet in und mit jedem von uns. Ere kommuniziert mit uns und tut in jeder Sekunde etwas für in und mit uns. Er ist weltimmanent. Was meinst du?

    • payoli sagt:

      Liebe Mariebastide!
      3 Absätze, 3 Kurzantworten, weil ich etwas in Eile bin:

      – Ich ‚schiebe’ niemandem Schuld zu. Ich bitte darum, ordentlich, im Sinne von ‚naturrichtig’ zu leben, arbeiten, lieben, kommunizieren, …
      Jeder kann nur mit den Farben die ihm seine Umwelt auf die Palette gepatzt hat sein Leben malen. – Oder, aber das ist eher mühevoll und zeitintensiv, er erarbeitet sich im Erwachsenenleben dann noch seine eigenen Farben.

      – Der Mensch hat die ‚Kräfte’ die seine Umwelt zulässt. Guck Dir mal an wie die ‚Natur’ verkommt, wenn Du ein Tierchen im Käfig hältst! So ergeht es den meisten Menschen und Kindern im Zivilisations- Käfig.

      – Das ist die alte Frage ‚Wieviele Engel passen auf eine Nadelspitze’! 😉
      Wenn Gott überall ist (ich glaub’ nicht, dass ich irgendwo ‚Götter’ geschrieben habe), ist er auch in Dir und in mir. Da gehen wir eh konform, denke ich.
      Ich ‚habe’ einen Gott um ihm für all diese Pracht und für jede Sekunde Leben zu danken und von ihm (durch seine Schöpfung und Naturgesetze) zu lernen. Mein Beten ist nicht Bitten, sondern stilles Zuhorchen und Beobachten und dankbares Bewundern.
      Liebe Grüße!

      PS: Ist zwar schon uralt, aber guck Dir das hier mal an:
      http://members.yline.com/~naturpur/texte.html

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