Gras a la carte

Von der Beobachtung unserer ‚Verwandten’ im Regenwald wissen wir, dass unsere frühen Vorfahren zu all den Früchten zweifellos auch viel Grünes gegessen haben müssen.
Aus der Schule wissen wir, dass Chlorophyll praktisch die Basis unserer Existenz, und unserem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin sehr ähnlich, ist. Beide haben dieselbe Grundstruktur, bloß sitzt beim Hämoglobin ein Eisenatom im Zentrum, während das Chlorophyll ein Magnesiumatom besitzt. Dieses ‚Pflanzenblut’ unterstützt unsere Blutbildung und verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen.

Wildkräuter werden bereits immer ‚salonfähiger’. Was einen breiten Zugang auf unsere Teller aber noch nicht schaffte ist das Gras.
Doch schon in der Bibel wird erwähnt, dass Nebukadnezar sich sieben Jahre lang bestens und ausschließlich von Gräsern ernährte.
Besonders wichtig wären sie gerade in der heutigen Zeit, in der unser fast aller Hauptproblem die Übersäuerung ist, da sie hoch basisch wirken und (saure) Schlacken aus den Depots lösen bzw. diese ausschwemmen.
Sie sind reich an Mineralien (14), Spurenelementen, Vitaminen (13), Aminosäuren (20) und Enzymen. Sogar das, für fleischlos lebende Menschen angeblich so wichtige B12 findet sich in Gras. Und im fast Übermaß auch den oben beschriebenen Wundersaft ‚Chlorophyll’.
Nicht zufällig machen Kühe aus Gras eiweißreiche Milch. Denn Gras besitzt einen mehrfach höheren Eiweißanteil als Milch! Noch dazu können wir das pflanzliche Eiweiß weit besser verstoffwechseln, als tierisches.
In den USA wurde Ann Wigmore mit ihren Weizengrassäften bekannt, mit denen sie fantastische Erfolge erzielte.
Mittlerweile gibt es genug Hilfsmittel und Bücher für die Anzucht, Ernte und Verarbeitung von Weizengras.
Mir ist das zu kompliziert und ich bin auch dem Weizen gegenüber etwas skeptisch, da er eine sehr zivilisierte, um nicht zu sagen hochgezüchtete Pflanze ist.
Von der wunderbaren Wirkung der Greens aber bin ich zutiefst überzeugt. Kirschen, ohne immer wieder mal Kirschenblätter dazwischen, zu essen, ist für mich fast schon undenkbar. Dass ich auch Wildkräuter in Mengen vertilge habe ich bereits geschrieben.
Das Gras mache ich mir, sieht man von ein bisserl Naschen beim Wandern oder im Garten ab, erst zunutze, seit ich einen ‚Grassaft- fähigen’ Entsafter habe. Damit ist es wirklich einfach sich dieses wunderbare Chlorophyll einzufüllen.
Pur ist Grassaft einigermaßen gewöhnungsbedürftig und zu intensiv. In Karotten-, Orangen- oder Apfelsaft besitzt er aber einen sehr interessanten Geschmack, den ich mir immer wieder gerne gönne.
Ich kann nur jedermensch empfehlen, es einmal mit dieser völlig missachteten und verkannten Vital- ‚Bombe’ zu versuchen. Allein schon wenn man diese Farbe einmal in natura gesehen hat, weiß man, dass das power pur ist!
Grassaft ist bei Erschöpfung ein wahrer Energiespender, benötigt praktisch keine Verdauungsenergie und liefert alles was der Körper braucht.
Entsafter gibt es für Handbetrieb und elektrische. Für den Anfang und zum sofortigen Kosten reicht es aber auch schon, immer wieder mal ein paar zarte Grashalme zu einem Knäuel zu wickeln und zu zerkauen.
Jetzt im Frühling findet man noch sehr zarte Gräser. Gegen den Sommer hin werden sie schon teilweise sehr strohig und hart, was zwar kein Problem ist, aber für Anfänger etwas unattrakiv sein könnte.
Versuch’s mal!
Nein, das klingt zu unbedeutend …
Versuch es unbedingt! Es wird Dich überzeugen!

 

3 Responses to Gras a la carte

  1. ingja sagt:

    Lieber payoli, es ist ja ganz schön provozierend was Du schreibst. Werden wir zur Kuh, zum Ochsen, zum Kalb… Wenn Du auch meinst, ich hätte einen Hang zum Negativen, dann möchte ich doch mal sagen, dass die Erde schon ziemlich verdreckt ist, nicht überall aber doch oft, durch Düngemittel, durch Abwasser, durch verdreckte Luft usw. Würde man jetzt aber anfangen und Lebensmittel-Gras züchten, dann würde es meiner Meinung nach – laienhaft betrachtet – nicht mehr die Substanzen enthalten, wie das Gras einer natürlichen Wiese. Sorry, wenn ich so gegenargumentiere. Aber ich denke, die meisten, die das lesen sollen, die ihre Ernährung umstellen sollten- so wie Du meinst, sind keine Chemiker und können nur mit ihrem Wissen und ihrem Instinkt auf solche Ideen eingehen. Es liegt nun tatsächlich an Dir 🙂 diese zu überzeugen. Bei mir hat es noch nicht geklappt. Du bist gefordert!

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Ich bin nicht ‚gefordert’ liebe Ingja!
      Ich bin niemendes Kinderschwester und muss niemanden ‚überzeugen’. Jeder kann tun und lassen was er will. Ich biete bloß an.
      Du hast mit diesen Verschmutzungen natürlich völlig Recht. Bloß die hast Du ja in allem drinnen. Wenn die Kuh neben der Autobahn grast, hast Du das Gift in der Milch und im Fleisch auch. Und auch im Getreide natürlich und damit in Brot, Nudeln und Kuchen.
      Ich will niemanden ‚provozieren’. Diese Gras- Erfolgsgeschichte ist schon steinalt. Die Ann Wigmore hat das schon in den 1940er- Jahren propagiert.
      Liebe Grüße!

  2. Ulrich sagt:

    Super Abhandlung!

    Ich beschäftige mich ja seit einiger Zeit mit Smoothies – sobald es Frühling wird, werde ich auch Wildkräuter – wie z.B. Brennesel – mit in die grünen Vitaminbomben hinein verarbeiten.

    Ich trinke übrigens regelmäßig Gerstengras-Saft: ist sehr basisch und versorgt den Körper mit reichlich Chlorophyll – also mit geballter Sonnenenergie! Ich merke es an meiner Stimmung: trotz wenig Sonne derzeit fühle ich mich richtig gut und heiter. Gerstengrassaft gibt es auch als Pulver – ist zwar nicht ganz so toll wie frisch gepresstes Gras, aber dennoch eine gute Alternative, wenn man sich die Mühe mit dem Anbau nicht machen möchte.

    Interessant finde ich, dass die Molekular-Struktur von Blattgrün der des menschlichen Bluts stark ähnelt – genauso formuliert ja Andreas Campobasso dies auch in seinem Bestseller „Stopp – die Umkehr des Alterungsprozesses“.

    Grüße aus München

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