Alltags- Wahnsinn

Ich mache meine Gesundheitsberatung schon lange genug, um zu wissen wie wenig beweglich das ‚Gewohnheitstier’ Menschen sein kann. In manchen Fällen wird mir aber schon das Herz schwer, wie viel sich Leute durch ihre Selbstbegrenzung selber aufladen.
Gestern lernte ich eine Frau kennen, die das bis zur fast Unerträglichkeit in sich vereinte.
Ich sah sie beim Kräutersammeln in der Au und dachte mir: ‚Aha, von meinen Kräuterwanderungen kenn ich sie nicht. Gibt es da bereits Mitbewerber?’ und fragte sie was denn sie mit den Kräutern vorhätte.
Es stellte sich heraus, dass sie ihre Zuchtkaninchen damit füttert, selber aber alles isst, was Menschen kaputt macht.
Auf mein ‚Diese Kräuter wären aber für uns vielleicht auch nicht das Schlechteste.’ beeilte sie sich zu versichern, dass sie das nicht brauche, weil es ihr ohnehin mit ihrer Lebensweise bestens gehe.
Schon mal am Plaudern kam sie aber nach einigen Themen zu ihren unzähligen Krankengeschichten bei denen ich mich nicht nur fragte, was da dran ‚gut gehen’ sein soll, sondern entsetzt war, was Menschen alles an Problemen haben können.
Irgendwie war ich von dieser Wechseldusche aus ‚Alles ist in Ordnung mit mir’ und ‚Ich bin etwas Besonderes durch meine vielen Krankheiten’ wie gelähmt und hörte mir das eine Zeitlang an.
Irgendwann wollte ich es genauer wissen und versuchte sie an einem Problem, da waren wir zufällig bei ihrer Gebärmutterentfernung, festzumachen und davon genaueres zu erfahren, ob sie sich darüber Gedanken macht, wieso gerade sie, warum gerade das, etc.
Bei dieser Gebärmuttersache z.B. stellte sich heraus, dass sie überhaupt nie Probleme ‚da unten’ gehabt hatte, bei einer Routineuntersuchung der Arzt aber gemeint hatte ‚Naja, Frau xy, sie wären eigentlich auch schon in dem Alter, dass wir da etwas machen’.
Wahnsinn Nr.1 war, dass sie sich die Gebärmutter rein präventiv und unhinterfragt entfernen ließ. Wahnsinn Nr.2, dass dabei einiges schief gegangen sein dürfte, Wahnsinn Nr. 3, dass sie seither Dauerpatientin ist, Wahnsinn Nr. 4, dass sie diese Entscheidung getroffen hatte, weil der ‚Herr Doktor’ das so gut, mit ‚schaun’ Sie, was weg ist, kann keine Probleme mehr machen’ erklärt hatte und heute noch für richtig hält. Und Wahnsinn Nr.5 ist, dass sie auch heute noch niemandem böse ist oder irgendwo eine Schuld sieht, weil ja ‚überall wo gearbeitet wird auch Fehler passieren können’ und dann noch ihre Besonderheit da draufsetzt, dass immer sie die Spezialistin für Ausgefallenes und für Pannen sei.
Damit war es aber nicht genug. Diese Frau hat wirklich so ziemlich alles, was ich je gelernt habe, was man unter Zivilisations- verursacht einreihen könnte, kippte aber bei jedem auch nur leisem Ansatz von mir, dass man das ev. auch durch eine Änderung der Lebensweise beheben könnte sofort in die, mich Belehrende und gab Erklärungen und Begründungen, die ihr die Ärzte aufgeschwatzt hatten die so unendlich dämlich waren, dass ich es nicht fassen konnte.
Ich hab irgendwann das Handtuch geworfen, lautet ja schließlich die Regel Nr. 1 meines Berufes ‚Nur helfen, wer Hilfe will’. Aber ich war wieder einmal entsetzt darüber, wie schamlos Ärzte ihren Intelligenz-/ Bildungs- Vorsprung ausnutzen, um Menschen für ihre kranken Ideologien und Geschäfte zu missbrauchen und sie damit auch auf Dauer für gesunde, naturrichtige Denkweise und Weltsicht ruinieren.
Sieht man sich die Ursachen, wie so etwas überhaupt passieren kann, genauer an, kommt man zu dem Schluss, dass diese Ärzte und Geschäftsleute nur das Ergebnis einer jahrelangen erfolgreichen Manipulations- Kette ernten können, die im Elternhaus mit der Einstellung ‚Kinder können nichts und müssen erst alles lernen’ beginnt und in Kindergärten und Schulen zum total außen-, fremd-, Autoritäts- und Fachleute- orientierten Unmündigen perfektioniert wird.
Durch ihre Liebe zu den Kaninchen konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, warum sie eigentlich glaube, dass diese Tiere nicht all diese Krankheiten haben, von denen sie mir erzählt hatte. Doch auch darauf hatte sie sofort eine Antwort parat: ‚Die sind doch nicht so kompliziert gebaut wie wir!’ und gleich noch mal die Koketterie ‚Ich bin halt ein Medium, das alles haben muss was es gibt’ ….
In solchen Fällen kann man Unwissenheit wirklich nur dankbar als Gnade sehen …

16 Responses to Alltags- Wahnsinn

  1. ingja sagt:

    Lieber payoli, immer wenn das Thema Ärzte kommt, bin ich in dem tiefsten Zwiespalt, den man sich nur denken kann. Ich habe schon die tollsten Dinge erlebt und das dumme ist ja tatsächlich, dass man den Ärzten vertraut hat… aber bei mir ist das schon lange Vergangenheit. Ich versuche es zwar immer wieder, aber es ist schwer, schwerer, am schwersten :-).

    Als ich Anfang 30 war, wurde ich mit der Diagnose entlassen: Ich hätte evtl. einen Thrombus im Hirn von der Pille und ich sollte mich sterilisieren lassen.

    DAS muß man sich mal vorstellen.

    Ich wurde vollgestopft mit Psychopharmaca und mir wurde gesagt: Was auf dem Beipackzettel steht, müssen sie nicht beachten. Die Medikamente sind nur dafür da um die Muskeln zu lockern!!!

    Derartiges kann ich noch fortführen… und am eigenen Leib konnte ich schon erfahren, daß ICH SELBST mein bester Arzt bin, indem ich auf meine innere Stimme höre und meinen Körper, den ich – glaube ich – gut kenne. Stecke ja schon lange drin :-).

    Trotzdem gibt es leider manchmal doch Zweifel und der Wunsch existiert, das ein Arzt auch mal Recht haben könnte und mir mit bestem Gewissen helfen will.

    Aber wenn man von 10 Arztbesuchen 9 x an die falschen gerät, wer sagt mir, dass der 10. nicht auch „falsch“ ist?

    Wenn Du auch immer meinst, ich lebe nicht gesund, so bin ich aber immerhin ein Mensch, der oft, öfter … darauf achtet und es umsetzt.

    Wenn Du das, was Du heute von Dir gibst, auch noch in 10 Jahren machst und ich lese von Dir :-), dann sage ich: Endlich mal einer, der seine Theorien nicht umwirft! 🙂

    Liebe Grüsse

    🙂

    • payoli sagt:

      Man könnte um dieses Ärzte- und Medizin- Thema endlos diskutieren. Noch besser aber ist es, diese Irrtumswelt einfach zu ignorieren.
      Ja, das ist eine ganze Irrtumswelt! Vergleichbar mit Alkoholismus, Spielsucht, etc.
      Wenn man sich darauf einlässt, kann man endlos diskutieren, wissenschaftlich arbeiten, Statistiken vergleichen, etc. wie viel man schadlos trinken darf, was wie schadet, wie viel man worauf setzen soll, und, und, und.
      Ignoriert man diese Bereiche völlig, fehlt einem auch nichts!
      So ist es auch mit dem ganzen Zivilisations- Irrtums- Bereich. Klar werd ich krank, wenn ich nur Dosen- und Zivi- food futtere, klar brauch ich dann Hilfe, klar werd ich dann zum Doc laufen, klar werd ich dann von 9 von 10 verarscht werden.
      Aber wenn ich um diese Zeugs, einen Bogen mach, geht mir absolut nix ab und ich werd auch nie in die Verlegenheit kommen einen Doc zu brauchen oder seine Sinnhaftigkeit diskutieren zu müssen.

      Schlimm, was sie Dir angetan haben!

      Freut mich, dass Du bewusst lebst! Dann werden wir ja beide 120, bei bester Gesundheit! 😉

  2. Inge Henneberg sagt:

    Wieder ein Beitrag ganz nach meinem Herzen. Bin sehr froh um Ärzte etc. einen großen Bogen machen zu können.
    Zur Unvernunft: Habe bei einer Wandertour meine Freundin auf die wunderbaren Wildpflanzen hingewiesen und mußte mir anhören, daß ja evtl. Tiere diese verschmutzen könnten, konnte sie einfach nicht davon abbringen.
    Überhaupt stelle ich fest, daß viele Menschen eher der natürlichen Nahrung mißtrauen, aber dort wo ein gesundes Mißtrauen angebracht wäre (z.B. bei Fertigprodukten) bedenkenlos zugreifen. Verkehrte Welt.
    Servus Inge

    • payoli sagt:

      Ja, wenn die wüssten ….
      Ich hab als junger Student mal in so einer Fabrik, wo Dessertcremes eingebechert wurden gejobbt. Da haben sich die frustrierten Nachtschichtler sogar einen Spaß daraus gemacht alle möglichen Ungusiositäten da reinzuschmeißen, bevor der Deckel draufgepresst wurde …
      Weiterhin fröhliches und weiträumiges Ärzte- Umbiegen 😉

  3. Rasmus sagt:

    Findest Du Dein generalisiertes Ärzte-bashing nicht schrecklich langweilig? Das ist genauso sinnlos wie die Aussage „Homöopathie ist Hokuspokus“…
    In jedem Arzt ein geldgieriges Schwein zu sehen, dass nichts anderes im Sinn hat als arme Patienten abzuzocken ist ein sehr billiges Stereotyp das nur einem Zweck dient: Deine Kurse verkaufen

  4. payoli sagt:

    Also ein bisserl konkreter texte ich schon als Dein ‚Homöopathie ist Hokuspokus‘ 😉
    Die konkrete Geschichte die Du kommentiert hast, gibt es und IST schrecklich. Daran gibt’s doch wohl nix zu deuteln!
    Mit bashing hat das überhaupt nix zu tun, lieber Rasmus.
    Der Überbringer der schlechten Nachricht ist nicht deren Verursacher.
    Ich sehe die medizinische Situation etwas differenzierter als Du mir unterstellst und schätze die Unfallchirurgie z.B. sehr.
    Auch ist mir klar, dass nicht jeder Arzt ‚böse‘ ist, sondern Teil des – sehr wohl geldgierigen – Systems ist. Ich weiß, wieviel so eine Praxis kostet und dass das natürlich wieder reinkommen muss. Ich weiß, dass ein so langes Studium einer Gehirnwäsche gleichkommt.
    Was Du aber vollens verkennst ist, dass ich niemanden abwatschen, sondern wie eben die Inge mir geschrieben hat, den Menschen die Augen öffnen, will.
    Von mir aus könnten die Ärzte da gern mitmachen, aber die beginnen schon bei winzigsten Änderungen zugunsten der Patienten zu mauern, was Du z. B. dieser Patienten- Info entnehmen kannst.
    Meine Beiträge sind primär konstruktiv helfend angelegt, was ich Deiner Kritik nicht entnehmen kann 😉

    PS: Meine Vorträge und Seminare sind nicht meine Haupteinnahmequelle und ich gebe sie auch immer wieder mal kostenlos.

  5. Rasmus sagt:

    Die Geschichte die ich kommentiert habe ist in erster Linie mal eines: subjektiv – genauso wie Du Ärzten misstraust, solltest Du auch Menschen misstrauen denen Du beim Kräuter sammeln begegnest. Alles was Du hast ist die subjektive Lebensgeschichte einer vermeintlich vom Leben geplagten Person. Wer sagt dass das alles stimmt?
    Du schätz also die Unfallchirurgie, wieso gerade die? Was ist mit der Allgemeinchirurgie, was mit Anästhesie oder Gynäkologie oder all den anderen? Gibt es da mehr Verbrecher als in der Unfallchirurgie? Wohl kaum…
    Deine Kritik an der sogenannten „Schulmedizin“ ist mehr als oberflächlich und darüberhinaus sehr schlecht recherchiert, etwas kontruktives kann ich dem nicht entnehmen. Du profitierst von der Tatsache, dass es unheimlich einfach ist Ängste zu schüren wenn es um die eigene Gesundheit geht, nicht mehr, nicht weniger… traurig eigentlich…

    • payoli sagt:

      Aha, meine Geschichte ist ‚subjektiv’! Und Du meinst ernsthaft, ich würde so etwas bringen, wenn es nicht ein typischer Beispielfall wäre der genau das Medizinsystem darstellt?
      Hier hast Du noch eine ‚subjektive’ Geschichte, allerdings gerichtlich bestätigt 😉
      Krebs- Abstrich- Skandal

      Ich weiß nicht warum Du schon wieder mit ‚Verbrecher’ und so’n Unsinn kommst. Ich hatte Dir bereits gesagt, dass ich nix gegen Ärzte hab, aber etwas gegen das System.
      Unfallchirurgen können lebensrettend sein, weil es gegen Unfälle kaum Prävention gibt, sieht man von der Abschaffung von Maschinen und Transportmitteln ab.
      Alle anderen von Dir aufgezählten Richtungen können zwar auch Leben retten. Diese Probleme aber wären locker vermeidbar. Und soviel Energie und Aufwand in Reparatur zu stecken ist m.E. verantwortungslos, da sie damit in der Prävention fehlt und sich damit nie etwas ändern wird.
      Von der 3. Gruppe der ‚neu erfundenen’ Erkrankungen und Segmente wie z.B. der Vorsorge- Checks will ich erst gar nicht reden …

      Nochmal: Guck Dir meinen blog an! Der heißt nicht ‚Medizin- Horror’ oder ‚Fürchte Dich vor’m weißen Kittel’, gell! Der heißt ‚paradise your life’ und ist durch und durch konstruktiv. Denn die Leute, die so leben wie ich es vorschlage sind und bleiben topgesund.
      Und ich bin nicht nur gegen die Schul-, sondern gegen jede Medizin. Denn die Natur hat weder Krankheiten noch Heiler für uns vorgesehen. Wir haben Jahrmillionen arztlos bestens überlebt und 99,9999% aller Wesen leben auch heute noch Krebs-, Asthma-, Allergie-, Herzinfarkt-, Arthrose-, Karies-, etc. los.
      Und was mein blog auch noch sein soll: Ein Ausprobier- und Tun- blog und kein theoretischer Diskussions- blog.
      Mach Dir die nächsten Wochen täglich so einen smoothie wie ich ihn heute online stelle; das dauert bloß ein paar Minuten und dann beobachte was sich verändern an Dir … Das bringt Dir mehr als mit mir da um der Ärzte Bärte rumzustreiten 😉

      • Rasmus sagt:

        Die Sache mit „wir haben Jahrmillionen arztlos bestens überlebt…“ zieht sich ja durch Dein gesamtes blog. Ich will Dir nicht zu Nahe treten, aber Deinem Foto nach zu urteilen bist Du älter als 25. Du hast dem Fortschritt und der Entwicklung der unserer Zivilisation zu verdanken, dass Du älter als 25 (oder 14 oder 32, völlig egal) geworden bist. Die Medizin, ob es Dir passt oder nicht ist ein wichtiger Teil dieser Entwicklung. Ich habe keine Ahnung wie hoch die Säuglingssterblichkeit in der Steinzeit war, aber ich denke wir können davon ausgehen, dass sie leicht über den heutigen mitteleuropäischen Standard lag. Deine Beiträge kann man auch so auslegen: Lasst uns jegliche medizinische Behandlung ignorieren und die Sache sich selbst überlassen und das ist Käse.
        Selbstverständlich hat die Natur Krankheiten vorgesehen, Krankheiten sind Fehler der Natur die sich durch das Überleben des Stärkeren erledigen. Der Mensch hat gelernt der Natur ein Schnippchen zu schlagen, dumm gelaufen.
        Ein „Ausprobier- und Tun-blog“ ist sicherlich eine tolle Idee, Du schreibst aber selber Theorien nieder zu denen Du dann auch Stellung nehmen musst.
        Im Übrigen, nur weil Du ein zweites Beispiel mit Quelle anführst, wird das erste nicht weniger subjektiv. Und genau das ist es, subjektiv. Die Geschichte einer Person, erzählt aus deren Blickwinkel. Ich kann Dir aus dem Stegreif hunderte von geglückten Geschichten aus der Medizin aufzählen, das wird Dich aber auch nicht überzeugen, oder?
        Und zuletzt zu Deiner Sicht auf einzelne Fachrichtungen… man sollte etwas, was man so leidenschaftlich kritisiert wie Du es tust besser kennen. Hier ein paar Probleme von denen Du annimmst sie seien locker vermeidbar (bitte erkläre mir wie):
        – Verbluten nach Eileiterschwangerscaft
        – rupturiertes Aortenaneurysma
        – Mutter und Kind tot bei jeglicher Entbindungskomplikation Deiner Wahl
        – Wiederbelebung und Intensivbehandlung nach Ertrinken

        … die Liste lässt sich endlos weiterführen.
        Deinen Aussagen fehlt es an Belegen und Realitätsbezug, sorry…

        • payoli sagt:

          Ich hab mal genauso wie vermutlich Du in der Beweise-, Belege- Welt gelebt. Doch trotz all der Evidenzbasierungen hat 20 Jahre lang keine der Therapien und Ops die an mir versucht wurden, meine Probleme gelöst.
          Und dann war dieser ganze Wahnsinn durch eine simple Umstellung auf ‚Ur- Leben’ nach nur wenigen Wochen weg und ich war seither nie wieder krank.
          Mittlerweile hab ich sehr ähnliches von zahllosen Menschen gehört und gelesen, hab mir natürlich auch so meine Gedanken gemacht, wie das möglich sein kann. Ich hab von Biologen, Zoologen, von der Jane Goodall, von Tierpräparatoren, von Jägern, uvm. immer wieder gehört, dass es all unsere Probleme bei freilebenden Tieren nicht gibt.
          Mir ist es aber ehrlich gesagt ziemlich schnurz, ob das stimmt oder nicht. Wenn Du mir heute nachweist, dass doch noch irgendwo ein Regenwurm oder Primate mit Karies oder Asthma entdeckt wurde ist mir das auch wurscht 😉

          Verstehst Du? Ich weiß es einfach, im Sinne von erlebt haben und ich versuch das irgendwie zu transportieren. Ich brauch aber niemandem etwas zu beweisen, denn ich spreche ausschließlich selbstbewusste und eigenverantwortliche Menschen an, die sich selber ein Bild machen sollen, die es selber ausprobieren sollen und die dann selber ihre Erklärungen und Theorien entwickeln sollen. Ich wäre sehr neugierig darauf und würde mich jederzeit von schlüssigeren Erklärungen überzeugen lassen.
          DAS ist ‚Realitätsbezug’! Was Du machst ist bloß Herumtheoretisieren und nicht Realität!
          Und Deine ‚endlose Liste’ findet sich nirgends in der Natur. Frag doch selber mal rum …
          Erst vorige Woche hab ich in einem Buch über sehr ursprünglich lebende Ethnien gelesen, dass bei denen Geburten so leicht und selbstverständlich vonstatten gehen, dass die Frauen von der Arbeit weg schnell mal hinter den Busch gehen und kurz danach mit dem Kleinen wieder vorkommen.
          Zu Deiner Alters- Erklärung kann ich Dich nur auf meine Wannenkurve verweisen, die ich Dir auch nicht beweisen kann und will. Aber im Moment bin ich noch überzeugt davon und hab viele Indizien gefunden, dass dem höchstwahrscheinlich so ist. Wenn nicht – siehe oben – ist das auch kein Beinbruch und ändert vor allem nichts an der Tatsache nichts DASS es funktioniert!

          Aber sag, was lässt Dich eigentlich so vehement an der Natur zweifeln bzw. warum glaubst Du so bedingungslos, was Dir ja auch bloß aufgeschwatzt wurde und Du nicht selber erlebt/ entdeckt hast?

  6. Rasmus sagt:

    Ich zweifle nicht an der Natur, ich sehe sie nur anders als Du. Es gibt in der Tierwelt bestimmte Krankheiten nicht, weil ein Tier mit Asthma einfach stirbt oder gefressen wird weil es nicht schnell genug wegrennen kann. Daher pflanzt es sich niemals fort, fertig… deine „zurück zur Natur Masche“ funktioniert in letzter Konsequenz nur, wenn wir in Zukunft alle die krank sind nicht mehr behandeln und sterben lassen. Was ich faszinierend finde ist, wie Du Deinen Leitspruch „simplify your life“ als „simplify your Denkweise“ umgesetzt hast. Es mag sein, dass bei Naturvölkern Geburten natürlich und einfach von statten gehen, dafür stirbt da aber auch jedes dritte Kind bevor es vier jahre alt wird an so lustigen Dingen wie Masern, Pocken oder einfach mal anHunger…
    Ich glaube überhaupt nichts was man mir aufschwatzt, ich habe aber Menschen gesehen, die das versucht haben was Du hier predigst und qualvoll verreckt sind weil sie nicht auf die bösen Ärzte gehört haben die Ihnen ja vermeintlich nur Schlimmes wollten…

    • payoli sagt:

      Nein, eben nicht! Es gibt kaum kranke Tiere in der freien Natur. Informier Dich!
      Zu Deinen ‚lustigen Dingen’ möchte ich Dir sagen, dass zwei meiner damals noch ‚gekochten’ Kinder trotz aller Impfungen ständig krank waren, während ihre ‚rohen’ Geschwister ohne jede Impfung bis zum 12. Lebensjahr nicht 1 Tag krank waren und trotz Kinderkrankheiten in ihrem Umfeld selbst daran nicht erkrankten.
      Auch ich weiß, dass Leute viel Blödsinn machen können, aber wirklich naturrichtig lebende Rohköstler hast Du sicher noch nie ‚verrecken’ gesehen. Von denen hätte ich auch gehört, denn ich verfolge die Szene sehr aufmerksam …
      Aber noch mal, ich hab nix gegen medizinische Interventionen, wenn sie erforderlich sind. Nur sind sie es in 90% der Fälle nicht und die Medizin hat leider Null Interesse die Leute gesund zu halten.
      Du brauchst Dir bloß die %- Sätze unserer häufigsten Zivilisationserkrankungen zusammenzählen und wirst sehen, dass 90- 95% all unserer Erkrankungen vermeidbar wären. That’s it!

  7. ingja sagt:

    Ich finde die Diskussion Pro und Contra sehr interessant und ich möchte mal sagen – aus der Sicht eines Patienten – ich habe mehr Negatives erlebt durch und mit den Ärzten, aber auch Positives. Ich kann eigentlich nur sagen, dass man vielleicht auch ein bißchen auf sich selbst achten muß, also man sollte seinen Körper/Reaktionen kennen. Das funktioniert nicht immer. Aber mehrere Fehler der Ärzte versauen jegliches Vertrauen und bei dem, was ich so erlebe sowieso. Speziell im Bereich der Psyche, da wird viel Mist gebaut.

    Mein eigenes Beispiel: Ich bin aufgrund von Erzählungen, die man mir nicht geglaubt hat und aufgrund eines Anrufes als psychisch krank eingestuft worden und mir wurde nahe gelegt, die Rente einzureichen. Da ich ein Medikament bekam, das nach 3 Tagen alle Ereignisse verschwinden ließ, glaubte ich auch die Erkrankung. Bis ich schließlich kränker wurde zitterte und nicht mehr ruhig sitzen oder liegen konnte. Ich bekam sozusagen tags- und nachtsüber die Lauferitis. Schließlich kam ich ins Krankenhaus und man sagte mir, das wäre durch das Medikament. Ich bekam ein Neues, das ich auch vertrage. Aber ich habe festgestellt,dass die Dinge, die ich erlebe der Wahrheit entsprechen und habe an allen möglichen Stellen versucht Hilfe zu bekommen – vergebens. Mein Arzt verstarb im Dezember und ein neuer Arzt kam. 15 -20 Minuten Gespräch. Ich sagte, dass ich nicht krank wäre und ich mich überhaupt fragen würde, wie man aufgrund eines Telefongespräches und meinen wenigen Angaben dieses Urteil fällen könne. Der Arzt sagte: Ich habe das Gefühl, sie brauchen eine höhere Dosis!!!!!! Des weiteren meinte er: Warum nehmen sie denn das Medikament?

    Die letzte Frage bitte genau und 2 x oder 3 x lesen!!!
    Ich sagte: Weil ich natürlich kleine Zweifel habe.

    Ist das ein Wunder??? Wenn man eine Diagnose regelrecht eingebläut bekommt???

    Bei der Krankenkasse hat man mir eine Adresse zur Patientenberatung gegeben und geraten einen Anwalt aufzusuchen.

    Ich fürchte den Weg, weil ich davon überzeugt bin, dass ich nichts dagegen ausrichten kann.

    So sieht es aus mit den Ärzten – ….damit spreche ich jetzt speziell Rasmus an!!!

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Ist ja eine schlimme Geschichte, Deine Geschichte!
      Du sagst es ganz richtig, man sollte ‚auf sich achten’. Aber nicht nur ‚ein bisschen’ sondern in jeder Sekunde gewahr sein, sollte unser Normalzustand sein. Wenn man sich dann auch noch naturrichtig ernährt, wird man so sensibel, dass alles bereits in seinen Anfängen wahrzunehmen ist.
      Auch psychische Probleme bessern sich mit unverarbeiteter Rohernährung ganz entscheidend. Da gibt es sogar jede Menge Untersuchungen drüber.
      Fürchte Dich nicht! Du kannst alles was Du willst. Mach Dich fit und nimm Dein Leben in die Hand. Du hast nur das eine …. 😉

  8. ingja sagt:

    Sorry, aber mit einem Obstteller läßt sich das Problem nicht lösen. Das müßte man an der Wurzel anpacken und das heißt unser gesamtes Rechtssystem neu aufrollen! Denn kein Arzt wird den Mumm aufbringen und sich gegen seinen Kollegen stellen. Auch dann nicht, wenn er weiß, der hat Mist gebaut.

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Also vom Rechtssystem bzw. überhaupt von Systemen und ‚von oben’ erwarte ich mir schon lang nichts mehr. Was gemacht werden muss, muss man selber machen. Was man haben will, muss man sich beschaffen.
      Und was sonst sollte die ‚Wurzel’ sein, wenn nicht unsere Denk- und Lebensweise?.
      Ich fass es oft gar nicht, wenn ich zurückschau, was sich in meinem Leben, von einer simplen Ernährungsumstellung ausgehend, alles geändert hat.
      Man kann den 3., 4., … den tausendsten Schritt nur nach dem ersten tun! 😉
      Ich schick Dir liebe Grüße!

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