Du hast alle Chancen

Manche nützen sie aber leider nicht!
Wir können sie nicht alle nützen!
Denn wir grenzen vieles aus und begrenzen uns damit selber!
Wer beurteilt, teilt!
Er teilt sich seine Gesamtheit, die er genießen könnte mit jeder (Beur-)Teilung in kleinere und immer kleiner Stückchen.
Lass Dir das bloß mal auf der Zunge zergehen, was Dir alles an Fülle und Möglichkeiten entgeht. Bloß weil Du beurteilst. Bloß weil wir andere und anderes ausgrenzen!

Trifft ein neuer Erdenbürger auf dieser Welt ein, stünde ihm im Prinzip ein ganzer Planet, stünden ihm Milliarden von potentiellen Freunden und Helfern und Myriaden von knuffigen oder interessanten Wesen zur Verfügung.
Nur, ist das tatsächlich so?
Also ersteinmal ist er in 191 von 192 Staaten ausge-grenzt, denn der Mensch ‚musste’ ja Grenzen erfinden und errichten.
Also haben wir uns bzw. den neuen Erdenbürger gleich einmal um 191 192stel der ganzen Erde gebracht; mit einem Schlag 99,5% des Planeten ausgegrenzt!
Naja, bleibt uns ja noch unser ‚Heimatland’ mit Millionen von interessanten Mitwesen, mit tausenden Hektaren wunderbarster Landschaft.
Nichts da!
Wir hätten zwar ein ganzes Land. Wir sagen ja auch ‚unser’ Heimatland. Aber können wir jetzt irgendwo unsere Radieschen anbauen? Können wir irgendwo die kostenlos wachsenden Äpfel pflücken? Können wir uns hinlegen, wo eben so schön die Sonne hinscheint?
Nur sehr begrenzt! Das ganze Land ist ‚in Besitz’! Überall trennen Zäune, Mauern, Verbotsschilder. Alles in Besitz!
Bloß wir haben keinen Besitz! Wir bekamen keinen Anteil an ‚unserem’ Land! (siehe auch Geburtsrecht)

Ebenso läuft’s aber auch mit allen anderen Dingen. Das wird schon den Kleinsten beigebracht.
Auf Bäume dürfen wir nicht klettern: Ab 1- 2 m Höhe alles ausgegrenzt!
Schmutz dürfen wir nicht angreifen. Damit ist weit weniger erlaubt als ausgegrenzt!
Auf die Straße dürfen wir nicht laufen. Ausgegrenzt!
Mit ‚fremden Männern’ dürfen wir nicht mitgehen. Ausgegrenzt!
Diese Dunkelhäutigen lassen wir lieber links liegen. Ausgegrenzt!
Den Rollstuhlfahrer fragt man nicht, warum er nicht läuft. Den fremden Hund greift man nicht an, er könnte ja beißen. Das Grüne von der Wiese kosten wir nicht, es könnte ja giftig sein. Über den Zaun klettert man nicht, der ‚gehört’ dem Nachbarn.
Für die Buben sind Mädchen, für Mädchen sind Buben in jungen Jahren blöd: 50% ausgegrenzt!
Kaum wird auch das andere Geschlecht interessant sind sofort andere Grenzen zur Stelle. Freunde/ Freundinnen aus anderen sozialen Schichten: absolute No- no’s.
Später dann, Paarbildungszeit + Treue: 99,99999% aller Frauen/ Männer ausgegrenzt!
Arbeiten gehen, Büro/ Fabrikshalle sitzen: 90% der Tageszeit weg! Natur, frische Luft, freies Bewegen: Ausgegrenzt!

Und wer hat das alles so gestaltet?
Und warum wandern wir nicht herum, wie die Tiere, unterhalten uns mit jedem, rasten wo es uns beliebt, erleben täglich Neues …?
Weil wir uns für die Beschränkung entschieden haben. Schon vor hunderten Generationen und auch heute noch.
Und warum verschenken wir diese ‚unsere‘ Welt so einfach?
Warum tauschen wir Welt, Weite und Abenteuer gegen eine enge Garconniere mit Arbeit und Langeweile?
Weil irgendwann der Virus der Dualität in die Welt kam und seither von uns verbreitet wird.
Wir glauben, alles beur-teilen und damit teilen zu müssen. Wir wollen, ja glauben sogar, wir können, nicht mit jedem, weil der zu schmutzig, zu geschniegelt, zu schüchtern, zu frech, zu groß, zu klein, zu arm, zu reich, jedenfalls ‚zu’ ist.
Beur-teilen heißt teilen, teilen heißt, die Harmonie, die Gesamtheit zerstören, das Ganze vermindern.
Und dafür entscheiden wir uns Tag für Tag, Sekunde für Sekunde!
Und dafür zahlen wir Tag für Tag, Sekunde für Sekunde! 😉
Mit Geld, Leib, Leben, Unglück und unendlicher Beschränkung!

 

20 Responses to Du hast alle Chancen

  1. ingja sagt:

    Lieber payoli, ich glaube ja schon von mir zu wissen, dass ich über alles Mögliche nachdenke, aber Du übertriffst alles :-).

    Du hast sogar Recht! Das ist ja bei all der Nachdenkerei auch nicht immer der Fall.

    Wir Menschen brauchen aber Grenzen. Doch es sind mehr als nötig vorhanden.

    Wenn ich daran denke, was man mir alles vorgehalten hat, als ich mich in jemand verliebte aus einem entfernten Land und dann auch noch in einen wesentlich jüngeren Menschen. Du kannst es Dir nicht vorstellen, was da auf mich zukam. Also im Prinzip ist selbst die Liebe nicht frei.

    Ich will jetzt auch gar nichts weiter dazu sagen.

    Nur nochmals: Du hast Recht!

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Ich hoffe sehr, Du konntest trotz der Anfeindungen Dein Glück genießen.
      Wer lieben darf/ kann, ist m.E. reich beschenkt und gesegnet.
      Ich muss eben auch wieder lernen mehr im Hier und Jetzt (die Liebe) zu leben, als im Kopf zu sein.
      Liebe Grüße!

  2. papamojo sagt:

    Danke dir für diesen Beitrag, payoli:-) Irgendwann kommen (hoffentlich) jedem mal die Zweifel, ob alle diese vielen Verhaltensregeln, diese vielen übernommenen Überzeugungen und Gesetze einen Sinn erfüllen, oder ob sie nur aus Angst, selbst ausgegrenzt zu sein, befolgt werden. Der Zweifel, der Fragen nach sich zieht, ist Ergebnis von sich entwickelndem Bewusstsein. In diesen Jahren ist die Chance zur Ent-Wicklung besonders groß und die Wirkung morphischer Felder beschleunigt den Prozess in dieser fast erblindeten Welt.

    Ich stelle für mich selbst fest, dass Ent-Wicklung des Bewusstseins zu heilvollen Perspektiven und Erkenntnissen führt, die vor langer Zeit bereits Gemeinwissen waren. So ist z.B. ein „neuer“ Umgang mit Ernährung gar nicht wirklich neu, sondern nur eine Wiederentdeckung alten Wissens, das unsere Vorfahren in Hülle und Fülle bereits besaßen.

    Du schreibst viel über deine Kräuter-Exkursionen und ich teile deine Begeisterung und Überzeugung uneingeschränkt. Zu lange war die Natur ausgegrenzt und das, was sie für die Ernährung freiwillig bietet, wurde immer übersehen. An ihre Stelle trat der Supermarkt.

    Auch alle diese anderen gewohnten Verhaltens-Normen, die du beschreibst, sind wie Scheuklappen gegen eine ursprüngliche, klare Sicht der Dinge und gegen menschenwürdiges und lebensbejahendes Verhalten gegenüber sich selbst und allen Mitwesen.
    Die Sehnsucht, frei zu sein – einfach Mensch zu sein – und seiner Intuition folgen zu dürfen und das Trennende der Angst gegen das Verbindende der Liebe zu tauschen, ist bei jedem Menschen tief verwurzelt.

    Ich denke, es ist ein Wesensmerkmal von wirklichem Glück, diese Freiheit leben zu können.

    Liebe und Respekt,
    Micha.

    • payoli sagt:

      Lieber Micha,
      ganz, ganz herzlichen Dank für diese Deine, wirklichen goldenen Worte.
      Es ist in dieser Zeit nicht immer einfach unseren Urbedürfnissen nachzukommen, aber auch das kann man von der Natur lernen: Es immer wieder versuchen, immer wieder aufzustehen …
      Danke!

  3. Inge Henneberg sagt:

    Du hast ja völlig recht, man könnte auch sagen: wir haben die Geister gerufen und nun werden wir sie nicht mehr los.-
    Wir werden ja in eine Welt geboren, in der Geld und Besitztum alles ist. Jene welche eines davon oder auch beides haben, können ja all diese Freiheit genießen und müssen sich nicht versklaven, nur um über die Runden zu kommen. Aber sie tun es nicht, weil sie immer mehr (Reichtum) wollen.
    Die Mehrheit allerdings verbringt etwa 50 Jahre hinterm Schreibtisch, in der Fabrik oder mit viel Glück, in einer Gärtnerei, als Förster im Wald etc..

    Habe gegen dieses System schon mit 16 angekämpft, mußte mich aber fügen, da kannte mein Vater kein Pardon. Durch glückliche Umstände waren es denn bei mir auch nur 35 Berufsjahre und seitdem lebe ich im schönen Berchtesgadener Land inmitten herrlicher Natur, frischer Luft und reinem Quellwasser.

    Nur leider bin ich eine Ausnahme, würde mir wünschen daß die Menschen irgendwann erkennen, daß sie „selber“ etwas ändern müssen, um wieder „frei“ zu sein. Es ist nie zu spät.

    Servus Inge

  4. payoli sagt:

    Vorleben, liebe Inge!
    Menschen wie Du, können ungemein viel bewirken und bewegen, indem sie vorleben, wie wunderbar und einfach Leben sein kann …
    Ganz liebe Grüße nach Berchtesgaden!

  5. mathias sagt:

    Hallo payoli!

    Wer denkt schon, dass ausgerechnet das eine Tier, dass sich an die Spitze der Nahrungskette gemordet hat, gleichzeitig auch das beschränkteste aller Wesen ist, die es selbst zu erkennen denkt?
    Zu wenige? Gar niemand, der zu viel denkt?
    Lese ich deine Texte, meine ich oft, das muss doch eigentlich jeder verstehen.
    Ja, und eigentlich… Auf eigentlich folgt dann ein „Aber“ und schon ist alles wieder verklärt und schön geredet.
    In den letzten Sätzen fällt mir etwas auf.
    Du schreibst wiederholt, „Tag für Tag, Sekunde für Sekunde“.
    Für mich beschreibst du damit die größte Beschränkung, die deutlichste Beschränkung, die uns Geistern 🙂 je entsprungen ist, die Zeit.
    Seit Einstein ist es offizielles Wissen, Die Zeit ist ebenso relativ, wie Alles.
    EIGENTLICH sehr befreiend, ABER…

    LG,

    mathias

  6. melville sagt:

    Sag mal, glaubst Du das eigentlich selber was Du da an Unsinn verbreitest?
    Du bringst keinerlei Belege und wirkst für mich sehr unglaubwürdig.

    • payoli sagt:

      Das ist keine Frage des Glaubens, lieber Melville! Auch wissenschaftliche oder andere Belege brauche ich bzw. braucht die Natur, deren Sprecher ich ja sozusagen bloß bin, nicht.
      Jedermensch kann es sofort und vor allem gefahr- und nebenwirkungslos ausprobieren.
      Sieh Dir doch mal an, wohin uns die Wissenschaft und der Glaube geführt haben.
      Alle Umweltkatastrophen, Kriege und Zivilisationserkrankungen haben den Fortschritt zum Vater und den Glauben daran zur Mutter.
      Belege, Beweise und Quellen wollen die Menschen bloß gängeln und in falscher Sicherheit wiegen und zur Faulheit erziehen. Ich spreche ausschließlich selbstbewusste und eigenverantwortliche Menschen an, die selber denken.
      Wag’ den Schritt, lieber Melville! Horch auf Dich, auf die Natur! Versuch mal etwas anderes, etwas Eigenständiges, von den Einflüsterungen der Werbung und des mainstreams Unabhängiges.
      paradise your life!

      • platonisch sagt:

        Payoli, wie kommen Sie dazu, sich zum „Sprecher der Natur“ aufzuschwingen. Ich bin zu 100% Natur, und von Ihnen lasse ich mich nicht vertreten.

        „Belege, Beweise und Quellen wollen die Menschen bloß gängeln und in falscher Sicherheit wiegen und zur Faulheit erziehen.“

        Wow, da haben Sie sich aber gekonnt aus der Verantwortung gezogen. Beweise? Überflüssig!

        • payoli sagt:

          Du bist Natur, aber lebst nicht Natur, sondst würdest Du nicht solchen Unsinn verzapfen …
          Beweise sind nicht überflüssig, aber weitaus wertloser als Erfahrungen. Denn Du darfst nicht vergessen, es geht bei ‚unserem‘ Thema hier nicht um einfache reproduzierbare Physikversuche oder mathematische Sätze sondern um Lebendiges. Und da gibt es keine ‚Beweise‘. Was 90% der Menschen hilft kann Dir dennoch schaden. Guck Dir die Geschichte dieser armen Eva an!

  7. platonisch sagt:

    Was mich auch noch interessieren würde? Welches ist denn das 192. Land, in dem man frei ist?

  8. platonisch sagt:

    „Guck Dir die Geschichte dieser armen Eva an!“

    Herzlichen Glückwunsch! Sie suchen sich einen Fall aus einer Million, und stilisieren einen Skandal.

    „… aber weitaus wertloser als Erfahrungen.“

    Erfahrungen sind stets hochgradig subjektiv, Beweise eher weniger.

    • payoli sagt:

      Lieber platonisch!
      Ein Vorschlag in Güte: Lassen wir’s einfach bleiben.
      Wenn Du nichtmal verstehst, dass das ein Beispiel dafür war, dass Beweise nichts nützen, da das, was für 99 gut ist für eine dennoch schlecht sein kann, dann wüsste ich nicht mehr wie ich Dir Leben verklickern könnte.
      Ich wünsch Dir noch ein schönes Leben
      Ciao!

  9. platonisch sagt:

    „Wenn Du nichtmal verstehst, dass das ein Beispiel dafür war, dass Beweise nichts nützen, da das, was für 99 gut ist für eine dennoch schlecht sein kann, dann wüsste ich nicht mehr wie ich Dir Leben verklickern könnte.“

    Ich glaube, Sie halten mich für ein bisschen minderbemittelt. Wenn ein Medikament 99 Menschen hilft und einem nicht, dann akzeptiere ich das und freue mich für die 99.

    • payoli sagt:

      Ich halte niemanden für ‚minderbemittelt‘, versteh jetzt aber nicht, wenn Du das akzeptieren kannst, dass ‚Beweise‘ nicht für alle gelten, Du dennoch so sehr auf Beweise bestehst …

      • platonisch sagt:

        Doch, klar verstehe ich, dass Menschen sich unterscheiden und bewiesene Tatsachen in Einzelfällen abweichen können. Man kann es nie allen Menschen Recht machen, nie alle Faktoren zum Positiven wenden. Dieser eine Mensch unter einer Million, der an Paracetamol (oder welches Medikament war es jetzt?) fast gestorben wäre, ist mir keinesfalls egal, aber das nehme ich für mich persönlich in Kauf, wenn 999.999 davon profitieren.

        • payoli sagt:

          Na siehst Du, und von so ähnlichen ‚999.999‘ spreche auch ich. Denn 99,99% aller Wesen auf diesem Planeten haben keinen Krebs, kein Asthma, keine Allergien, Arthrosen, Herzinfarkte und keinen Schnupfen. Nur wir Menschen haben all diese Probleme!
          Warum also sollte man dann nicht annehmen, dass wir uns das selber verursachen? Warum sollte man dann nicht dazu aufrufen einen Selbstversuch zu machen und zu gucken, ob all das nicht verschwindet, wenn man so (gut) lebt, wie 99,99% aller Erdenwesen?
          Und nichts anderes tu ich!
          Wenn’s nix hilft, kann ja jedermensch sofort wieder zu seinem Doc laufen …
          Wird er aber nicht 😉

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