Klinik- Clowns

Vermutlich wirst Du Cliniclowns oder Rote Nasen kennen. Vielleicht hast Du auch den Film über Patch Adams, der diese erfunden hat und der von Robin Williams dargestellt wurde, gesehen. Vermutlich hältst Du das sogar für eine gute Sache.
Im Prinzip und vor allem in diesem, unseren Gesundheits- System ist das auch fein, wenn man in so einem schrecklichen Krankenhaus liegt und dann kommt endlich jemand, der einen mit ein paar Späßchen ablenkt.

Bloß, mich erinnert das an den alten Witz: Ich mach dem Hund eine Freude indem ich ihn am Schwanz herumwirble. Denn was meinst’ wie der sich freut, wenn ich ihn loslasse.
Erst steckt man Leute in unmögliche Häuser, die nicht zufällig Krankenhäuser heißen, und dann schickt man jemanden rein, der sie von ihrem Elend ablenkt!


In meiner ‚paradise your life’- Ideologie ist es noch absurder was da abgeht! Denn Spitäler sind genauso überflüssig, wie es die Erkrankungen der Menschen sind.
Es ist einfach ein beispielloser Skandal, dass Menschen heute noch immer erkranken müssen.
Alles Wissen, alle Voraussetzungen für ein dauergesundes und natürlich Arzt- loses Leben wären gegeben. Bloß, das wird Euch nie jemand sagen, denn zu viele leben ganz wunderbar von den Krankheiten anderer.
Und so gesehen, sind diese Ärzte- Clowns überhaupt eine bodenlose Frechheit.
Anstatt die Menschen aufzuklären, von mir aus auch mit roten Nasen, werden sie in ihr Unglück auch noch reingeblödelt, wird Kindern ihre sehr richtige Angst vor Spritzen und anderem Wahnsinn weggeblödelt und verharmlost.
Neil Postman hat ja bereits treffend analysiert: Wir amüsieren uns zu Tode!
Wie wahr, wenn man sich solche Clowns in Kinderkrebskliniken ansieht …

Vielleicht verbreitet sich diese Methode, was man nicht schafft, einfach wegzublödeln, ja auch noch weiter. Wär’ doch wirklich luschtig, wenn der unfähige Automechaniker mit blauer Nase und einem netten Späßchen sagen würde: ‚Können Sie bloß noch entsorgen diese Karre!’.
Oder wenn der Strafverteidiger mit angesteckter schwarzer Nase herumhüpft vor dem Verurteilten und ein paar ‚Lebenslang’- Späßchen macht.
Ich fühle mich zwar nicht verpflichtet, hier täglich einen Text abzuliefern, für den Fall, dass mir ev. mal nichts einfällt, denke ich aber ernsthaft daran, das hier als aufheiternden Spaß einzublenden:

             „Essen Sie gerne Wild?“
„Nö, eher ruhig.“

Biete doch Deinem Chef ebenfalls an, wenn mal etwas schief geht, als tröstender Clown mit x- färbiger Nase vor den enttäuschten Kunden, Kollegen, Steuerprüfern aufzutreten 😉

 

4 Responses to Klinik- Clowns

  1. Inge Henneberg sagt:

    Schon als Kind möchte ich keine Clowns, haben mich eher traurig gestimmt. Ebenso mochte und mag ich keine sogenannten Witze.
    Ganz anders der hintergründige Humor (Loriot, Kishon) oder eben komische alltägliche Situationen, das ist nach meinem Geschmack.
    Als Besucherin im Krankenhaus staunte ich nicht schlecht, wie da die Speisekarte ausschaut, man kann zwar auswählen – aber das Meiste ist einfach Schrott, wenig dazu angetan die Abwehr zu stärken – und die braucht man ja im Krankenhaus ganz besonders.
    Aber Du, lieber Payoli, bringst es wieder auf den Punkt: die Ärzte und alle am System Beteiligten wollen ja auch leben. (Ironisch gemeint)

    Allerdings – wir leben ja im Informationszeitalter, jeder kann sich überall über alles informieren (das war nicht immer so) und trotzdem sind es verhältnismäßig wenige, die sich aufgrund dieser Kenntnisse entsprechend verhalten.
    Viele kommen erst über Gesundheitsbeschwerden in die richtige Richtung, oft auch nur, weil sie unförmig werden (Fettleibigkeit).
    Aber da beginnt ja schon ein gewisser Umstellungszwang, und es ist wie bei allen Zwängen, sie werden einem zur Qual.
    Und dabei hat man ja noch Glück, daß man an einen der wenigen wahren Ärzte geraten ist, die wirklich helfen wollen.
    Der Großteil jener mit Krankheiten geplagten Menschen ändert auch dann noch nichts, sondern vertraut auf die Mediziner, Medikamente etc..
    Man ist nicht mehr frei und befindet sich in einem Hexenkessel, aus dem man selten wieder herausfindet.

    Daher – und wieder hast Du recht, so früh wie möglich die natürlichen Alternativen wahrnehmen und so leben, wie es die Schöpfung für uns vorgesehen hat.
    Im Grunde total einfach, wir müssen es nur wollen.
    Servus Inge

  2. payoli sagt:

    Naja dieses Informationszeitalter hat auch so seine Nachteile (https://payoli.wordpress.com/2010/02/28/ungunstige-vielfalt/) …
    Freut mich, dass auch Du es so schön einfach sehen kannst!
    Liebe Grüße!

  3. Claudia sagt:

    sehe ich aus Erfahrung natürlich ganz anders. 🙂

    • payoli sagt:

      Ist ja schön, dass Deine Erfahrungen lachende Patienten sind.
      Ich hätt aber gern gar keine Patienten mehr. DARAN könntet Ihr mitarbeiten! – Auch wenn wir uns damit langfristig selber abschaffen. Was man von Ärzten und Krankenhäusern absolut nicht behaupten kann 😉

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