Liebe (1)

Das Prinzip meines ‚paradise your life’ oder ‚reparadise your life’, wie es früher hieß, ist, dass wir von der Natur und den Wesen der Natur viel lernen können.
Ich glaub‘ nicht, dass es einen Lebensbereich gibt, in dem wir bereits perfekt wären. Dennoch konzentriert sich mein ES- Modell (Evolutions- basierte Salutogenese), so der ’seriöse‘ Name für ‚paradise your life’ primär auf 4 Bereiche: Ernährung, Bewegung, Mentales und Soziales.
Hier im blog wurde bisher das Mentale, das Denken etwas vernachlässigt.
Dabei ist man nicht nur, was man isst, sondern wird auch, wie man denkt.
Und unser derzeitiges Denken ist grottenfalsch!
Natürlich hat unsere Art zu Denken, unsere Sprache, auch Vorteile, lässt uns vieles kurz und bündig benennen und erklären. Doch sollte man auch sehen, dass uns unser Denken, unser Benennen, aus der Harmonie, aus der Einheit, in die Dualität geworfen hat.
Sowohl in unserer Evolutionsgeschichte als auch in unserer persönlichen Entwicklungsgeschichte erlebten wir die harmonische Einheit des unbenannten ‚Es ist wie es ist’, erlebten wir das reine Sein.
Diese Einheit wurde aufgespalten in gut – schlecht, hell – dunkel, groß – klein, eng – weit, glücklich – unglücklich, usw.
Wir rutschten damit ins Beurteilen und wer (be)ur-teilt, teilt. Das heißt, er teilt sich seine Ganzheit, seine Einheit auf, verliert damit einen Teil des Ganzen und verunmöglicht sich damit die ‚alte’ Ganzheit und Harmonie.
Wer glücklich sein will muss dieses Beurteilen wieder verlassen, muss diese getrennten Teile wieder zusammenfügen, ergänzen zur Ganzheit.

Hier rück ich eine nette Geschichte ein, die das Folgende illustrieren soll.
Dreifärbige Katzen werden auch Glückskatzen genannt. Und zwar deshalb, weil ihr ‚weiß’ für das Gute, ihr ‚schwarz’ für das Böse steht, womit eine neutrale Patt- Situation besteht, mit der keine Weiterentwicklung mehr möglich ist. Erst die Farbe ‚rot’, für die Liebe, hebt diese Situation in die nächste Ebene und ermöglicht ein Weiterwachsen und Entwickeln.
Genauso können wir unsere Getrenntheit nur mit dem ‚Trick‘ der Liebe wieder zusammenführen, indem wir ALLES LIEBEN.
‚Na hallo’, hör ich schon sagen, ‚Ich kann doch nicht alle, alles und jedes lieben!’.
Doch! Du kannst!
Und Du hast gar keine andere Chance!
Schon vor 2000 Jahren sagte der Herr aus dem heutigen Israel ‚Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst’, – ja sogar ‚Liebt Eure Feinde’!
Und Recht hatte er und dumm waren wir, dass wir das so lange verschlafen haben.
Um den Nächsten zu lieben, müssen wir zuerst mal uns selber lieben! – Richtig lieben!
Das heißt, ALLES an uns lieben. Auch unsere Zornes- Anfälle, unsere Aggressionen, unser Unvermögen, unsere Gemeinheiten, unser ganzes Sein. Denn wir sind uns unser erster und nächster Nächster. Und der will nicht ge-teilt, sondern in seiner Gesamtheit angenommen und geliebt sein. Wer, wenn nicht wir selber sollte das schaffen?
Wie könnten wir erwarten und erhoffen geliebt zu werden, wenn nichtmal wir selber uns als Ganze annehmen könnten?
Von wem sollten wir lernen, wenn nicht von unseren Feinden und Gegnern? Von den, alles bejahenden und schön- und nach-dem-Mund redenden Freunden vielleicht?
Nur von Gegnern können wir lernen und uns damit weiterentwickeln! Allein für dieses Geschenk können wir sie doch wohl lieben … 😉

Also, sieh Dich an. Ja, tu das wirklich! Sieh Dich in den Spiegel, blick Dir in die Augen und sag möglichst überzeugt und emotional ‚Boooaaaahhhh, wie ich Dich liebe!’.
Mach das zu Deiner Übung!
Wenn es Dir ev. schwer fallen sollte, erweitere Deine Sicht! Sieh, was alles in Dir steckt. Sieh Dir dieses Wunder, dieses enorme Potenzial an! Aus Dir kann alles noch werden!
Du hast unendliches Potenzial. Jesus, Bill Gates und ein Clochard haben sich als Säuglinge durch nichts unterschieden. Sie WAREN nicht von Anfang an, was sie wurden, sondern WURDEN es.
So hast auch Du ALLE Möglichkeiten, wenn Du Dich nicht selbst beschränkst.
Sieh diese Chance, sieh dieses Wunder. – Und liebe es aus ganzem Herzen!
Das als ‚Hausaufgabe‘ bis zum nächsten Beitrag über richtiges Denken: ‚Liebe (2)’

 

3 Responses to Liebe (1)

  1. ghore sagt:

    werden…

    Ich bin, ganz, so wie ich bin. Und wenn ich schon Veränderung erkenne und diese mit dem Gedanken Zeit messen muss, so war ich es immer, bin es und werde es immer sein.
    Und die Botschaft des Herrn aus dem fernen und heutigen Israel, das was ich verstehe, ist „sei“.

    werden…

    Ich weiß nicht, was das bedeutet.

  2. ingja sagt:

    War eine Weile nicht hier und nun habe ich mir diesen Beitrag herausgepickt, wo ich einen Kommentar zu schreiben möchte. Das mit dem Sich-Selbst-Lieben ist wohl so, das habe ich auch erst relativ spät erkundet. Aber das gelingt nicht immer. Noch weniger gelingt es, nicht alles zu beurteilen. Auch wenn man es vermeiden möchte. Wir sind so gestrickt, nein, ich bin so gestrickt. Aber ich denke, wenn man sich bemüht, ist doch auch schon viel gewonnen oder? Wer ist schon in allen Dingen oder überhaupt Perfektionist? Sind es nicht die Schwächen eines anderen, die wir so lieben sollten? 🙂

    Für alles aber brauche ich nicht den Herrn aus Israel! Sorry, aber mein Gott wohnt in mir! 🙂

    Liebe Grüsse
    🙂

    • payoli sagt:

      Ist mir schon abgegangen der schöne Schmetterling mit den nette Kommentaren 🙂
      Lass es mich anders sagen, liebe Ingja. Du hast natürlich Recht, es erscheint manchmal schwierig. ABER:
      a) Sobald Du sagst ‚Es gelingt nicht immer‘ gelingt es nicht immer, da unser Unterbewusstsein brav alles ausführt, was wir (ihm) sagen.
      b) Wir sind perfekt! Wir sind die Liebe! Wir denken bloß nicht immer dran 😉
      Teilweise sogar deswegen, wie Du ganz richtig sagst, weil wir noch was erleben wollen, weil wir Erfahrungen machen und so einiges ausprobieren wollen.
      Bussi

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