Was ist ‚mono’?

8. August 2010

Ja, ich weiß, ‚mono’ heißt einzig und ist griechisch.
Monogamie ist die exklusive Partnerschaft, Monozellen sind so dicke, einzelne Batterie- Zellen und der Monotheismus ist der Glaube an einen einzigen Gott.
Aber ‚mono’ gibt es auch in der Ernährung, gibt es auch bei ‚paradise your life’.
‚Mono’ meint, immer nur von jeweils einer Frucht-, von einer Gemüse-, von einer Wildkraut- Art zu essen.

Rohköstlich zu leben ist schon einmal ein wunderbarer Schritt weg von der zwar gängigen, aber dennoch schädigenden Denaturierungs- und Koch- Strategie. Doch selbst hier kann man immer noch mehr als genug falsch machen bzw. noch viel von der Natur und den Naturwesen lernen.
So wunderbar teilweise die ausgefeilten Rohkost- Gourmet- Rezepte, primär amerikanischer Rohköstler schmecken, und ich sie auch immer wieder gern probiere, befremden sie mich doch durch ihren denaturierten Charakter. Auf den div. Videos z.B. werden oft nur mehr verschiedene Pülver mit Wasser in den Mixer geschüttet. Die Zutaten sind zwar ‚nominal’ rohköstlich, d.h. nicht über 42°C erhitzt. Doch wirklich vital sind sie nicht mehr, ankeimen z.B. würden sie nicht mehr!

Blicken wir in die freie Natur, essen dort die Tiere zwar sehr erfolgreich alles roh. Doch zu einem Salat oder Müsli mischen sah sie m.E. bisher noch niemand 😉
Auch springen sie, nachdem sie eine leckere Feige gepflückt haben nicht zum nächsten oder überübernächsten Baum, um Abwechslung in ihren Speiseplan zu bringen.
Sie essen von einer – eben reifen – Fruchtart, bis

    a) keine mehr vorhanden ist oder
    b) bis sie ihnen nicht mehr schmeckt.

Genau so sollten wir es auch tun! Genau so sind unsere Körper es gewöhnt! Genau so sollten wir essen!
Eine Art von Obst oder eine Art von Gemüse, solange sie uns schmeckt. Danach sollte man sofort stoppen.
Die Instinktos, eine sehr ursprüngliche Rohkost- Richtung nennt soetwas ‚himmlische Phase’.
Es schmecken, wenn der Körper die enthaltenen Inhaltsstoffe braucht, einzelne Naturprodukte tatsächlich oft fantastisch gut.
Sehr interessant ist es, zu beobachten wie sehr der Geschmack ein und derselben Obst- oder Gemüse- Art sich während des Essens verändert. Sobald der Bedarf gestillt ist, weist diese Speise keinerlei Attraktivität mehr auf. Oft bzw. wenn man sensibel genug ist, tritt sogar die sogenannte ‚Sperre‘ ein. Sie sollte man unbedingt beachten und das Essen abbrechen.
Damit schult und verbessert man ganz automatisch seinen Instinkt.
– Und sooo schlecht ist das ja auch wieder nicht, nur das zu essen, was wirklich ‚himmlisch‘ schmeckt 😉
Man schwingt damit auch besser im Rhymus der Natur bzw. mit den Vegetationsperioden.
Mono- Kuren wie z.B. die bekannte Weintraubenkur sind sogar in der außer- rohköstlichen Heilerszene bekannt und beliebt.