Was ist ‚mono’?

Ja, ich weiß, ‚mono’ heißt einzig und ist griechisch.
Monogamie ist die exklusive Partnerschaft, Monozellen sind so dicke, einzelne Batterie- Zellen und der Monotheismus ist der Glaube an einen einzigen Gott.
Aber ‚mono’ gibt es auch in der Ernährung, gibt es auch bei ‚paradise your life’.
‚Mono’ meint, immer nur von jeweils einer Frucht-, von einer Gemüse-, von einer Wildkraut- Art zu essen.

Rohköstlich zu leben ist schon einmal ein wunderbarer Schritt weg von der zwar gängigen, aber dennoch schädigenden Denaturierungs- und Koch- Strategie. Doch selbst hier kann man immer noch mehr als genug falsch machen bzw. noch viel von der Natur und den Naturwesen lernen.
So wunderbar teilweise die ausgefeilten Rohkost- Gourmet- Rezepte, primär amerikanischer Rohköstler schmecken, und ich sie auch immer wieder gern probiere, befremden sie mich doch durch ihren denaturierten Charakter. Auf den div. Videos z.B. werden oft nur mehr verschiedene Pülver mit Wasser in den Mixer geschüttet. Die Zutaten sind zwar ‚nominal’ rohköstlich, d.h. nicht über 42°C erhitzt. Doch wirklich vital sind sie nicht mehr, ankeimen z.B. würden sie nicht mehr!

Blicken wir in die freie Natur, essen dort die Tiere zwar sehr erfolgreich alles roh. Doch zu einem Salat oder Müsli mischen sah sie m.E. bisher noch niemand 😉
Auch springen sie, nachdem sie eine leckere Feige gepflückt haben nicht zum nächsten oder überübernächsten Baum, um Abwechslung in ihren Speiseplan zu bringen.
Sie essen von einer – eben reifen – Fruchtart, bis

    a) keine mehr vorhanden ist oder
    b) bis sie ihnen nicht mehr schmeckt.

Genau so sollten wir es auch tun! Genau so sind unsere Körper es gewöhnt! Genau so sollten wir essen!
Eine Art von Obst oder eine Art von Gemüse, solange sie uns schmeckt. Danach sollte man sofort stoppen.
Die Instinktos, eine sehr ursprüngliche Rohkost- Richtung nennt soetwas ‚himmlische Phase’.
Es schmecken, wenn der Körper die enthaltenen Inhaltsstoffe braucht, einzelne Naturprodukte tatsächlich oft fantastisch gut.
Sehr interessant ist es, zu beobachten wie sehr der Geschmack ein und derselben Obst- oder Gemüse- Art sich während des Essens verändert. Sobald der Bedarf gestillt ist, weist diese Speise keinerlei Attraktivität mehr auf. Oft bzw. wenn man sensibel genug ist, tritt sogar die sogenannte ‚Sperre‘ ein. Sie sollte man unbedingt beachten und das Essen abbrechen.
Damit schult und verbessert man ganz automatisch seinen Instinkt.
– Und sooo schlecht ist das ja auch wieder nicht, nur das zu essen, was wirklich ‚himmlisch‘ schmeckt 😉
Man schwingt damit auch besser im Rhymus der Natur bzw. mit den Vegetationsperioden.
Mono- Kuren wie z.B. die bekannte Weintraubenkur sind sogar in der außer- rohköstlichen Heilerszene bekannt und beliebt.

 

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2 Responses to Was ist ‚mono’?

  1. Inge Henneberg sagt:

    Also das leuchtet ein, aber meine Erfahrungen sind auch: mein Bruder war ein richtiger Obstmuffel und wegen der Vitamine verordnete ihm der Arzt eine Apfelkur, eine zeitlang nur leckere Äpfel.

    Fazit: er hat nach dieser Kur sehr lange keinen einzigen Apfel mehr angerührt.

    Wildkräuter: Heute haben mir die Nachbarsziegen wieder den zarten Löwenzahn aus der Hand gerissen, so wild waren sie darauf.

    Ich mag die Kräuter auch (und zwar alle Sorten die es gibt), aber immer nur im Pesto, Salat, Dipp usw., pur würde ich sie nicht herunter bekommen. Ähnlich verhält es sich bei den Kohlsorten, rote Bete, Zwiebeln, Lauch.
    Anders wieder Tomaten, Gurken, die schmecken wunderbar aus der Hand.
    Früchte – Du erwähntest frische Feigen – sind natürlich pur optimal, ich esse sie sogar inkl. der Schale, aktuell werden sie ja wieder angeboten.

    Überhaupt: Im Gunde haben wir in unserer Zeit eine solche Fülle von Lebensmitteln, können auf ein riesiges globales Angebot aus allen Ländern zugreifen, also davon konnten unsere Urahnen nur träumen. Sie kämpften – besonders in der kalten Jahreszeit – ums nackte Überleben bzw. satt werden war die Devise.
    Wir müssen nur richtig „wählen“ und damit sind offenbar die Meisten überfordert, denn sie leben von Fertigprodukten und viel Erhitztem, zu denen in Folge dann noch Medikamente dazukommen. Ein Teufelskreis.
    Daher glaube ich, ob wir die Lebensmittel pur oder gemischt genießen ist zweitrangig, wichtig ist daß es schmeckt und dann bekommt es auch.

    Natürlich immer unter der Berücksichtigung daß es sich noch um frische rohe LEBENSmittel handelt, aber das versteht sich ja von selbst.

    Bin auf jeden Fall total froh diese heutige Vielfalt und Auswahl zu haben – ja und das „genieße“ ich.
    Paradise your Life!!!

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      Du hast vollkommen Recht und ich komm, je älter ich werde auch immer mehr in die ‚Gasse‘, dass ich sage ‚Alles ist richtig, wenn es nur schmeckt/ glücklich macht und nicht allzu ’nicht artgerecht‘ ist.
      Ich patze hier mit diesem blog bloß den Leuten möglichst viele Farben auf ihre Mal- Palette. Malen muss jeder selber … 😉
      Ich selber pendel auch immer wieder zwischen rohköstlichen Gourmet- Rezepten, Kirsch-, Erdbeer- oder anderen Mono- Orgien, 2 Hand- Rezepten und Wildgrün- smoothie- Phasen.

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