Lustgärten

Nicht zufällig ist das Paradies immer wieder als Lustgarten dargestellt worden.
Wir verbrachten praktisch unsere ganze Entwicklungsgeschichte im natürlichen Lustgarten, in dem für alle unsere Bedürfnisse gesorgt war.
Das ‚Heulen und Zähneknirschen’, Frieren, Jagen, Arbeiten und Plagen begann erst mit unserem Auszug aus den warmen Klimazonen, sozusagen mit unserer Zivilisation.
Nun haben wir Wohnpaläste, Autos, Maschinen, Flugzeuge, und, und, und.
Bloß unsere Urbedürfnisse lassen uns immer noch sehnen nach dem alten Paradies.
Wer sich’s leisten kann, leistet es sich zumindest ein paar Urlaubswochen lang.
Doch so wirklich zufrieden stellend ist das auch nicht.
Deshalb möchte ich anregen, sich einen Garten zuzulegen. Das kann ein Stadtbalkon genauso sein wie ein brachliegender Hektar, den man pachten kann. Das kann penibel umzäuntes Eigentum oder eine versteckte Wiese oder Lichtung sein, die man immer wieder aufsucht.
Wichtig ist, dass wir wieder in Kontakt mit der Natur kommen, dass wir wieder lernen und erleben, wie selbstlos hier entwickelt, und die Früchte verschenkt, werden.
Zum Beispiel kann unzähligen Obst- Kernen zu neuem Leben verholfen werden, wenn wir sie zu Hause vorziehen und irgendwo an einem Waldrand oder in unserem Garten einpflanzen oder überhaupt bloß beim nächsten Spaziergang mitnehmen und ausstreuen.
Es ist einfach wunderbar zu sehen und zu erleben, wenn etwas wächst, entsteht, – ev. auch mal von Schnecken oder Hasen abgefressen wird … 😉
Ein Obstgarten z.B. macht, richtig angelegt kaum Arbeit und liefert doch immer wieder Köstlichkeiten, die Du in keinem Supermarkt kriegst.
Auch Gemüse ist nicht so arbeitsaufwändig wie man denken könnte. Ein paar permakulturelle Tricks und die Einstellung, dass täglich eine Stunde im Garten einfach Freude macht, uns diese Bewegung, die frische Luft und die Sonnenstrahlen gut tun.
Selbst Dr. Maximilian Bircher- Benner hat als Teil seiner Therapie Gartenarbeit verlangt.

Wenn Du noch keinen Garten, kein ‚persönliches Fleckchen‘ hast, kümmere Dich schleunigst um eines. Denn, dieser wird Dir ganz wunderbar helfen, wenn

  • Du schlecht gelaunt bist,
  • Dir langweilig ist,
  • Du Bewegung brauchst,
  • Du Wunder erleben willst,
  • Du Wildkräuter brauchst,
  • Du das Wachsen erleben willst,
  • Du Sonne und Luft brauchst,
  • und, und, und

Du wirst sehen, die Beschäftigung oder auch nur das Herumstreifen in so einem Stückchen Natur tut einfach gut, belbt und harmonisiert, begeistert und erfreut.

 

7 Responses to Lustgärten

  1. Inge Henneberg sagt:

    Das Paradies stellen sich die Menschen so vor, wie es aber tatsächlich war oder ob es überhaupt auf dieser Erde (für den Menschen) jemals existiert hat, weiß niemand.
    Der Primat ist halt ein Tier, welches von allen Tieren dem Menschen am meisten gleicht, aber kein Mensch.
    Beispiel: Paul Gaugin, auch er hat das Paradies gesucht, ist in die Tropen ausgewandert, hat es aber nie gefunden.

    Ein (kleiner) Garten für jeden wäre das IDEAL, die Regierung müßte das sozusagen „anordnen“ und auch dafür sorgen, daß es auch umgesetzt werden kann (ausreichend Fläche).

    • payoli sagt:

      Ich trenne nicht so gerne zwischen Tier und Mensch, denn was mich glücklich macht sind ursprüngliche Dinge und Gefühle die universell sind und eher nicht menschlich/ zivilisatorisch 😉

      Auf das ‚Anordnen der Regierung‘ möcht ich lieber nicht angewiesen sein! 😉
      Was man sich macht, das hat man!
      Ich bin vor einer Stunde noch in einer wunderbaren Wiese gelegen und wir haben gesagt ‚So einen großen Garten hat niemand. Und Arbeit macht er auch keine‘ 🙂

  2. Inge Henneberg sagt:

    Solche Wiesen habe ich hier auch gleich um die Ecke, würde ich aber anfangen diese zu „bebauen“ wäre es aus mit der Ruhe, denn sie – gehören – jemandem.

    Habe mir mal heute so einige Dokus über Menschenaffen angeschaut, schon sehr aufschlußreich und interessant.
    Wir haben ihnen etwas Wesentliches voraus – die Sprache – und daher auch die weitere Entwicklung.

    Was am Primatenleben paradiesisch sein soll habe ich leider auch nicht erkannt.
    Eventuell die falschen Dokus gesehen, habe aber das gesamte Internet abgegrast?

  3. platonisch sagt:

    „Ich trenne nicht so gerne zwischen Tier und Mensch …“

    Rein biologisch gesehen ist der Mensch ja auch nur ein Tier, wenn auch das neurologisch mit Abstand am höchsten entwickelte.

    Sollte ich je zu Geld kommen, dann werde ich mir ein altes Haus (am liebsten im britischen Stil) kaufen, es mit Efeu zuwachsen lassen, mir meine Bibliothek einrichten und jeden Tag in meinem großen Garten mit uralten Eichen, Apfel-, Kirsch- und sonstigen Obstbäumen spazieren gehen.

  4. platonisch sagt:

    P.S. Kann es sein, dass Ihr Blog auf GMT statt MEZ eingestellt ist?

  5. ghore sagt:

    „Der Primat ist halt ein Tier, welches von allen Tieren dem Menschen am meisten gleicht, aber kein Mensch.“

    Wer bitte sagt das? (und auch alles andere?)

    Das Paradies ist für mich nicht ein bestimmter Ort, den es zu finden gilt.
    Wenn ich nicht in mir finde, was ich suche, dann werde ich überall, wohin ich auch gehe, nicht finden, was ich in mir nicht suche.

  6. vallartina sagt:

    Ja, stimmt! Es ist sehr befriedigend, eigenes Obst und Gemüse bei Bedarf frisch aus dem Garten zu holen! Da machen dann auch die Rückenschmerzen, die man sich bei der Gartenarbeit geholt hat, nicht mehr viel aus!
    LG

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