Tod oder lebendig

Nur EINE Frage, die sehr erhellend sein kann.
Schau Dir mal genau an was Du tagtäglich tust, isst, wie Du denkst, wie Du Sozialkontakte pflegst und überprüfe es auf Lebendigkeit.
So absurd es auch klingen mag, der überwiegende Teil der heute Lebenden ist näher beim Tod, beim Un- Lebendigen als voll im Leben.

Zum Beispiel tagtäglich zur selben Zeit aufzustehen, dieselbe Strecke zu fahren und dann mehr oder weniger dieselbe Arbeit zu verrichten ist nicht lebendig. Das ist Routine, Gewohnheit, vielleicht (vermeintliche) Notwendigkeit. Aber sicher nicht lebendig!
Zum Frühstück ein Brötchen mit Butter und Marmelade zu essen ist genauso wenig lebendig. Einerseits, weil es ebenfalls Routine ist, andererseits weil es sich um völlig totes, weil denaturiertes, erhitztes Essen handelt.
Auch das Denken, das uns zu diesem Verhalten führte ist nicht lebendig! Lebendiges Denken ist kreativ, sucht Herausforderungen, will Abwechslung, will lebendig, vielleicht spontan, vielleicht sogar ver- rückt sein.
Detto unsere Sozialkontakte. Es ist schön alte Kontakte zu pflegen, aber es ist krankmachend tagtäglich an hunderten Fremden vorbeizulaufen, keine Beziehung zu ihnen zu haben, sie zu ignorieren, keinen von ihnen anzusehen, zu berühren.

Leben, im Sinne von lebendig, ist bunt, herzlich, natürlich, ‚artgerecht’ und glücklich.
Natürlich kann das alles auch Routinen oder eine der oben angeführten Verhalten beinhalten, aber nur als Ausnahme bzw. nicht ausschließlich.

Vielleicht ist es ein bisschen viel, gleich alle Deine Handlungen auf Lebendigkeit abzuklopfen. Es ist schon sehr erhellend wenn Du Dir bloß mal einen dieser Ernährungs-, Bewegungs-, Denk- oder Sozial- Bereiche vorknöpfst.
Für den stellst Du Dir dann vor, wie Tiere, vielleicht, weil sie uns am ähnlichsten sind, Primaten diesen Bereich leben und dann checkst Du jeden Bissen, jede Bewegung, jeden Gedanken oder jeden Sozialkontakt darauf ab, wie ‚artgerecht’ er ist.
Du wirst staunen wie wenig Lebendigkeit wir für normal halten bzw. wieviel lebendiger, im Sinne von abwechslungsreicher, bunter wir noch werden könnten! 😉

 

2 Responses to Tod oder lebendig

  1. Jette sagt:

    Lebendig zu sein, lebendig zu leben ist eine Einstellungssache, so erlebe ich das. Ich kann all diese Tätigkeiten „tot tun“ und ich kann auch in all diesen Tätigkeiten SEIN, alles spüren und fühlen, ich kann lachen, mir auf meinem alltäglichen Weg zur Bahn die Blumen, die Vögel und das Wetter anschauen, die Menschen anlächeln. Und so. Ja, genau so, kann ich auch arbeiten.
    So, kann ich auch sein. 😀

    Und darüber, dass ein Toastbrötchen mit Marmelade tot oder, wie ich das ausdrücke „Pappe“ ist, brauchen wir ja nicht zu diskutieren, auch, wenn ich weder 100% vegan noch 100& roh lebe, ich merke auch, dass das nicht gut für mich ist.

    Hast du eigentlich Eckart Tolle gelesen? 😉

    Liebe Grüße!

    • payoli sagt:

      Ja, So kann man auch lebendig sein! Gratuliere!
      Tolles ‚Jetzt‘ hab ich noch verschlungen. Bei seiner ‚Neuen Erde‘ hab ich mir so oft gedacht, der hätte mehr payoli lesen sollen, dass ich’s irgendwann abgebrochen hab … 😉

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