Sich Gutes tun …

… ist nicht gleichbedeutend mit sich Gutes tun! 😉
Was sich als gut anspürt ist oft zerstörerisch und schafft unendliches Leid.
Wie kann es so etwas geben?
Wir sind doch intelligent, gebildet, können uns auf unser Gefühl verlassen …
Oder doch nicht?
Nein! Wir haben zwar tatsächlich einen unfehlbaren Instinkt, ein gutes Gefühl. ABER nur für Dinge, die wir gelernt haben, gefühlvoll zu erleben.
Also alle natürlichen Dinge, die uns schon seit Jahrmillionen begleiten.
Das heißt nichts anderes, als dass wir in einem Fach alle Hausaufgaben gemacht haben, darin perfekt sind, aber verwirrterweise in einem völlig anderen Fach zur Prüfung antreten.
Und da fallen wir natürlich durch!
Unsere Sinne, die uns ermöglichen uns Gutes zu tun, entwickelten sich ja nur deshalb, weil wir uns dadurch tatsächlich Gutes taten.
Ein Beispiel:
Ein Urwesen geht vor 10 Millionen Jahren auf Nahrungssuche und kommt zu einem Busch mit glänzend roten, fetten Beeren. Es kostet, sie munden ihm hervorragend, es geht ihm danach besser und es kann sich noch oft fortpflanzen und weitere Urwesen mit diesem Geschmack hervorbringen. Von einem zweiten Busch mit glänzend schwarzen, fetten Beeren kostet es ebenfalls, belässt es aber dabei, da sie ihm nicht munden.
Ein anderes Urwesen, mit anderem Geschmack isst sehr wohl die schwarzen Beeren, vergiftet sich und bringt keine Nachkommen mit solch einem fatalen Geschmack mehr hervor.

Da wir alle heute hier Lebenden eine schier unendlich lange Ahnenreihe aufweisen, scheinen alle unsere Vorfahren den ‚richtigen’ Geschmack gehabt zu haben. Wir könnten uns also beruhigt auf ihn verlassen.
BLOSS, heute verändern zahllose food- designer und Köche unsere Nahrungsmittel so sehr, dass der heutige ‚Ernährungs- Müll’ nie das beinhaltet, wonach es schmeckt, riecht, aussieht. Es wird verfälscht, gefärbt, gewürzt, aromatisiert was das Zeug hält. Wir bzw. unsere Sinne werden nach Strich und Faden betrogen. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass wir uns etwas Gutes tun, wenn wir uns – vermeintlich – etwas Gutes tun.
Deshalb: Geh mit Köpfchen und ‚paradise your life’- Wissen vor und tu Dir nur Gutes, das Dir WIRKLICH GUT tut!

 

6 Responses to Sich Gutes tun …

  1. Inge Henneberg sagt:

    Sagen wir so, alle die es – wie auch mich – auf diese Blogseite verschlagen hat, werden es wissen und können da sehr leicht das „Richtige“ wählen.
    Sie haben inzwischen ja auch einen sogenannten 6. Sinn entwickelt, man kann es auch „feineres Gespür“ nennen.

    Allerdings – bin ich noch immer nicht bei der 100%igen Rohkost, einmal am Tag (gegen Spätnachmittag-Abend) praktisch als letzte Mahlzeit gibt es entweder Kartoffeln kurz bei kleinster Hitzeeinstellung in wenig Öl gedünstet, (es wird also nichts weggeschüttet und es verdunstet auch kaum etwas, da nicht in Wasser gegart) oder auch irgendein Gemüse das mir roh nicht sonderlich mundet (z.B. Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Bohnen), heute gab es mal Naturreis.
    Dazu immer Salat, Tomaten, Avocado, Nüsse Wildkräuter-Pesto etc., schmeckt mir alles sehr gut und es bekommt mir auch.
    Habe aber Zweifel, evtl. kannst Du mir da mal raten?

    Eines ist zumindest für mich sicher: das was ich kurz erhitze würde ich roh nicht herunterkriegen, ist es da nicht besser ich esse es überhaupt anstatt einfach wegzulassen?

  2. payoli sagt:

    Solange man Gustos auf Gekochtes verspürt hat man noch nicht die ‚richtigen Zellen- Sattmacher‘ gefunden oder steckt noch in den alten Gewohnheiten und sollte sich einfach noch Zeit geben.
    Wie man eine ausreichene Zell- Sattheit erreicht, beschreibe ich demnächst hier.

  3. Inge Henneberg sagt:

    Eine Teilantwort hast Du ja bereits gegeben, danke Dir. Und wieder hast Du natürlich recht, wenn ich ehrlich bin – diese letzte erhitzte Mahlzeit esse ich nicht weil ich „Hunger“ habe, sondern es ist nur „Appetit“ Gusto wie Du schon richtig bemerkt hast.
    Zu Beginn der auf hauptsächlich ROH-Umstellung hatte ich ja nach dem Erhitzten noch immer Bauchrumoren, das ist aber inzwischen verschwunden, es gibt nur noch Wohlbefinden.

    Im Grunde hast Du ja zu allen Themen bereits Stellung genommen, z.B. hast Du mal eine Auflistung Deiner Mahlzeiten je Woche im April und Juli genannt, evtl. sollte ich mal versuchen das in ähnlicher Form zu praktizieren?

    Eigentlich ist Konsequenz eine meiner Stärken und das Weglassen des Fabrikuckers, Fabrikfette, Tierprodukte, Fertigprodukte hat bereits vor 40 Jahren auf Anhieb funktioniert.
    Allerdings bei der „Reinen Rohkost“ stoße ich an meine Grenzen, mein Verstand sagt mir daß sie das einzig Wahre ist – aber warum klappt es dann (seit Februar will ich dahin) in der Praxis nicht?

    Warum sollte die Zeit da helfen, wenn es doch in 9 Monaten nicht funktioniert hat? Bin für jede Erklärung und Hilfe dankbar.

    • payoli sagt:

      Ich hab zwei Erklärungen angeboten. Wenn die erste bei Dir nicht greift, weil Du es schon so lange probierst, würde ich sagen, warte noch ein paar Tage auf die ‚Zell-Sättigungs- Methode‘, vielleicht gehts Dir mit ihr besser.
      Oder Du hältst Dich an den ‚Gib Dir einen Einser‘– Text, der ja auch auf Rohernährung anwendbar ist.
      Alles ist perfektionierbar! Auch die Rohernährung.
      Und wenn sie noch nicht zufriedenstellt: Es gibt web- Seiten mit tausenden Rohkost- Rezepten. Wenn Du davon nur 1- 2 neue pro Woche ausprobierst, hast Du in einem Jahr soviele Lieblings- und Standard- Rezepte beisammen, dass Du Dir jederzeit restlos Zufriedenstellendes zubereiten kannst.

  4. zentao sagt:

    Lieber Payoli
    Viele Köche verderben den Brei…hässliche Industrienahrung vergiftet uns(wenn wir den Mist kaufen )Wenn überhaupt, dann selber Backen. Ich koche selber und habe so immer die Möglichkeit zu schauen, ob mein Essen ausgewogen ist.
    Ich bin auch beim Essen, für den mittleren Weg… alles Extreme ist schlimmer als einmal etwas falsches zu Essen. Die gute Mischung macht es. Immer vor dem kochen, esse ich beim rüsten, dasselbe (roh) was ich nachher Rührbrate (Tai oder Chinesisch )
    Auf diese Weise esse ich gut 50% Rohkost
    Liebe Grüsse zentao

    • payoli sagt:

      Lieber zentao,
      Deine 50% sind natürlich ok, wenn es für Dich ok ist.
      Bloß auf das ‚Extrem‘ bin ich etwas allergisch 😉
      Weil es a) der Standard- Satz aller Kochköstler ist und b) weil es blühender Unsinn ist.
      Guck Dir mal die Welt als Ganzes an! 99,999% aller Wesen essen roh. Da sind doch die paar Kochenden die Extremisten!
      Aber lass Dir den Appetit nicht verderben! 😉

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