ChOmpagner

21. Dezember 2010

Zum gestrigen Adventkalender– Fenster- Inhalt hab ich viele Fragen bekommen, ob es diesen ChOmpagner tatsächlich gibt.
Ja und nein!
Käuflich leider (noch) nicht. Im Gegenteil, eine Bekannte mit einer Alkohol- kranken Mutter hat mir erzählt, dass nun sogar die alkoholfreien Sekte vom Markt verschwunden sind …
Aber vielleicht ist so ein Chompagner oder Rohsaft ja auch rechtlich gar nicht erlaubt. Denn es muss ja praktisch alles pasteurisiert werden. Dabei, wer den Unterschied zwischen rohem und pasteurisiertem Sauerkraut, Joghurt, Fruchtsaft, Kombucha, etc. kennt, fasst es ja nicht. Vom gesundheitlichen Wert, oder besser gesagt vernichteten Wert gar nicht erst zu reden …

Es ist aber relativ einfach, sich solch ein wunderbar moussierendes, praktisch alkoholfreies Getränk selber herzustellen.
Das Prinzip ist einfach: Jeder zuckerhältige Presssaft beginnt, durch die Hefen in der Luft, zu gären, was zu perlendem Kohlendioxid (CO2) und Alkohol führt.
Schließt man allerdings den Gärbehälter hermetisch ab, erhöht sich durch das entstehende CO2 der Druck im Inneren, was bald zu einem Stopp der Gärung führt.
Es gibt für diesen Zweck Edelstahl- Fässer mit entsprechenden Armaturen zu kaufen. Oder man füllt sich seinen Saft in Sektflaschen und verkorkt diese gasdicht (mit gebrauchten Kunststoff- Korken und Drahtnetzen geht das einfach).
Der (kleine) Haken an der Sache ist, dass das Zapfen aus solchen Fässern sich etwas mühsam gestaltet, da die Schaumentwicklung gewaltig ist.
Normale (Nicht- Sekt-) Flaschen dürfen nicht verwendet werden, da sie dem Druck nicht standhalten und explodieren. Auch beim Öffnen von solchen ChOmpagner- Flaschen ist Vorsicht geboten, da der Druck enorm ist.
Das Getränk ist allerdings ganz wunderbar erfrischend und es ist meines Wissens die einzige Möglichkeit Frischsäfte zu konservieren ohne sie (chemisch oder thermisch) zu denaturieren.
Prost!