Unser aller Problem Nr. 1

Was ist unser größtes Problem?
Unser Ego!

Was ist das Ego?
Unser Ego ist ein reines Gedanken- Produkt bzw. ein Kind unserer dualen Welt und will immer Aufmerksamkeit, im Vordergrund bzw. Mittelpunkt stehen und ‚Ramba- Zamba’ um sich produzieren zu können.

Warum haben wir ein Ego?
a) um zu überleben
b) um unser Zuwendungs- Defizit aufzufüllen.

Was ist am Ego schlecht?
Dem Ego geht es nicht um Sachlichkeit, nicht um Helfen, nicht um Natürlichkeit, nicht um Richtig- oder Korrektheit, sondern ausschließlich darum, SICH selber aufzublasen!
Deshalb kann man absolut nichts auf wissenschaftliche Meinungen, auf persönliche Tipps, nichts auf geschäftliche Empfehlungen geben.
Da helfen auch Vertrauen in eine angenommene Integrität, der Glaube an die Objektivität der Wissenschaft, die Hoffnung in die Selbstlosigkeit der Mitmenschen nichts!

Es gibt nur EINE verlässliche Referenz, die von all diesen Problemen unbeleckt bleibt, da sie absolut unzielgerichtet arbeitet: Die Natur!
Nichts gegen Fachleute, nichts gegen Wissenschafter, nichts gegen all die offensichtlich strebend sich Bemühenden. Aber Menschen haben sich immer schon geirrt, werden sich immer wieder irren und sind auch nicht davor gefeit, dem Ego anheimzufallen.
Deshalb bitte ich hier immer wieder, dass doch alle von derselben Basis ausgehen mögen: von der Natur!
Man braucht sich bloß die Wesen in der Natur wirklich gut und genau anzusehen um zu wissen, was für uns gut ist!
Dann bedarf es keines Gurus, dann gibt es keine Zweifel, dann braucht man keine Autoritäten, keinen Glauben, keine Wissenschaft, keine Fachleute, keine Theorien!
Man braucht bloß zu tun, wofür man nichteinmal – und das ist diese wunderbare Schöpfungs- Gerechtigkeit – Intelligenz oder Wissen benötigt. Man braucht sich nur hinzusetzen und mit offenen Augen und interessiert h i n – z u – g u c k e n

Gewarnt sei hier eindringlichst vor einem ‚Menschen- Vergleich’ bzw. einer ‚Alle anderen (Menschen) machen es auch so’- Einstellung! Denn z. Zt. gibt es nichts Falscheres als unser heutiges Verhalten! Davon könnte man maximal lernen, wie es NICHT geht! 😉

 

8 Responses to Unser aller Problem Nr. 1

  1. Inge Henneberg sagt:

    Volle Zustimmung, wobei es leider keine Wesen zumindest in meiner Nähe gibt, von denen ich mir irgendetwas abgucken könnte.

    Daher: welche Wesen in der Natur (konkret) meinst Du denn? Gehe davon aus Du meinst die Tiere, andere Wesen außer den Menschen kenne ich nicht.
    Wenn ich allerdings jene die um mich herum in meiner Nähe sind – Vögel, Eichhörnchen, Igel,(Haustiere außen vor) und ausschließlich denen kann ich zuschauen wie sie sich verhalten – beobachte, sehe ich daß sich alle von den Menschen füttern lassen, und einige Vögel sogar auch in der warmen Jahreszeit, weil eine Nachbarin auch dann füttert.

    Wobei wir wieder beim Menschen wären.

    • payoli sagt:

      Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll …
      Ich lerne vom Apfelbaum selbstlos zu geben, ich lerne vom Regenwurm einfachst zu leben, ich lerne von den Wolken, dass alles vorübergeht, ich lerne von den Vögeln, dass auch kleinste Essensmengen nähren, ich lerne von den Menschen, dass Zivilisation krank macht, ich lernte von ursprünglich lebenden Menschen, dass die noch schöne Zähne haben, ich erahne durch den Sternenhimmel, was Unendlichkeit sein könnte, ich lerne von den Ameisen, dass durch Organisation alles machbar ist, ich lerne von allen Wesen, was Naturgesetze sind und wieviele Nischen nutzbar sind, ich lerne von Lieben, wie wunderbar die Liebe ist, ich lerne von Schmetterlingen, wie (grundlegend) man sich wandeln kann, ich lerne von jungen Hunden, wie lebendig und ‚gut drauf‘ man sein kann …

  2. Inge Henneberg sagt:

    Aus Deiner Antwort höre ich eine gewisse Achtung und Demut vor den Mitgeschöpfen bzw. der Natur heraus, das müssen die meisten Menschen wohl erst wieder lernen, um zu begreifen?

  3. papamojo sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Es ist unzweifelhaft die Identifikation mit der „Ich“-Vorstellung, die menschliches Handeln schädlich für die gesamte Biosphäre werden lässt. Das hast du auch in deinen Worten erklärt.
    Hinzufügen möchte ich, dass es das Ego ist, welches sich sehr intensiv Problemen widmet – bzw. Dinge und Ereignisse dazu macht. Ich bin mir absolut sicher, dass vor allem Angst ein grundlegendes menschliches Problem ist. Könnte das sein? Angst und Ego sind voneinander schwer zu trennen. Ein Ego wird es immer geben. Auch das ist gottgegeben und nützlich für die Erhaltung der Physis. Angst dagegen ist (im Gegensatz zur Furcht) reine Unbewusstheit und macht das Ego zu einer Waffe. Ist ein Ego ohne Angst denn nicht nur ein zahnloser Löwe?:-)
    Ich halte es für immens wichtig, den Strukturen, Gewohnheiten und Mustern auf den Grund zu gehen, die Angst erzeugen oder sie fördern. Politik und Medien strotzen vor angsterzeugenden Inhalten und werden z.T. bewusst erzeugt. Wir erkennen das alle immer deutlicher.
    Führt nicht ausschließlich Angst zu ablehnendem Verhalten, zu Misstrauen, Gier und Gewinnsucht und erstickt die Fähigkeit zur Liebe?
    Übe ich mich sehr konsequent in Achtsamkeit und mache mir diese negativen Einflüsse bewusst und erkenne ich, welche entsprechenden Muster in mir bereits (und schon lange) vorhanden sind, verlieren sie zusehends ihre Macht über mich. Der innere Raum füllt sich mit positiver Energie, die nicht mehr abgstgetrieben den Kampf sucht und trennende Gedanken produziert, sondern Verbindung und Einssein erkennen lernt.
    Ich halte diesen Prozess für wahre „Selbst“-Verwirklichung und „Selbst“-Erkenntnis, die das Leben paradiesisch machen. Dann bin ich offen für MICH SELBST und für diese wunderbare Existenz, von der ich absolut gar nichts zu befürchten habe. Ich bin offen für meine ureigene Weisheit, die mich zu natürlicher Lebensweise und zurück zu einer immer liebevolleren Haltung bringt. Biblisch ist Ego – mit dem gleichzeitig die Angst geboren wurde – die Vetreibung aus dem Paradies. Ist es nicht so?

    • payoli sagt:

      Du sagst es!
      Angst ist der Gegenpol zur Liebe, ist die Dunkelheit die kein Lichtstrahl der Liebe erhellt. Und das Ego (das ich angesprochen habe) ist die Liebe die ausschließlich sich selber beleuchtet, anstatt unser aller Gesamtheit mit dem Licht der Liebe zu erhellen und umfangen.
      Aber mein Ego inmitten all dieser wunderbaren Egos liebt Dich Ego inmitten all dieser wunderbaren Egos … 🙂

  4. Blackadder sagt:

    Ich danke Dir ebenfalls für diesen Eintrag. Wie bei vielen anderen Deiner Ideen gibt mir auch dieser viel zu denken. Und wie bei vielen anderen, komm ich auch hier zu einem völlig anderen Schluss. (Ist es denn nicht immer so im Leben)

    Sag aber, denn ich glaube, ich habe Dein „Ego“ nicht verstanden.
    Meinst du mit Ego soetwas wie Egoismus.
    Schon beim Lernen der deutschen Sprache viel mir auf, dass Ego von „ich“ anscheinend im Sinn unterschieden wird.
    In meiner Muttersprache nicht. Daher sehe ich Ego, das „Ich“ als größtes Geschenk an alle Lebewesen, denn für mich wohnt es allem inne. Es ist die Essenz, der Sinn und Zweck allen Darseins, das in allen Lebenarten und Lebensformen in Individualität aufblüht.

    Und es macht den Menschen um so edler, nicht im Sinne von Vergleichen und ähnlichen der Eingensucht dienenden Selbstpreisungen, sondern als einen wichtigen Bestandteil allen Schaffens.

    Ich denke immer, dass ohne das Ego, für mich das Ich, ich Dir, lieber Payoli, als Du nicht danken könnte.

    • payoli sagt:

      Ich hab es eh geschrieben: Natürlich ist unser Ego wichtig und notwendig. Ja, es hat uns sogar Jahrmillionen lang unser Überleben bis heute gesichert.
      ABER! Es ist nur für diese jetzige – relativ einfache – Lebensstufe erforderlich.
      Es gibt auch eine Bewusstseinsstufe auf der wir alle eins und ein Ganzes sind.
      Du hast völlig Recht, dass das Ego auch wichtig ist und großes hervorbringen kann. Es ist eben alles das, was es ist UND gleichzeitig sein Gegenteil! 😉
      Und solange wir noch unser Ego pflegen, danke ich Dir sehr gerne für Deinen schönen Kommentar 🙂

  5. Helga sagt:

    Ich freue mich sehr über diese liebevolle Darstellung der Sache Ego.
    Ego ist wie Angst Unbewußtheit, und bestimmt kein Muss für uns. Es ist unserer înneren Entwicklung ganz gewiß abträglich. Jedes Mal, wenn wir es bestätigen, wird die Furche, in der wir waten, tiefer und es könnte schwerer sein, aus ihr heraus zu kommen. Doch es geht. Seit zwei Jahren ist es meine Lieblingsbeschäftigung, diese Dinge in mir selbst zu beobachten. Das Leben hat angefangen, richtig Spaß und Freude zu machen, seit ich mein Leben nicht mehr dem Ego überlasse… Gott hat alles geschaffen, sicherlich. Doch nicht alles hat totale Gültigkeit, manches ist nötig, dass wir unterscheiden und erkennen lernen. Dann beginnt wirklich Lebensfreude und Entwicklung und die Voraussetzung für eine Wandlung unseres irren Gesellschaftsgefüges. Mit der Schwächung unseres Ego, indem wir genau das nicht mehr blind bedienen, schwächt sich unser Angstpotential – und unser Selbsterhaltungskomplex, die niederen Eigenschaften. Dann beginnt menschliches Sein in seiner wirklich lebenswerten Weise. Dann sind wir freier und freier – zu lieben und zu leben :-).

    herzliche Grüße nach Äthiopien und Dank an payoli 🙂

    vielleicht dieser Hinweis? … ? die beste Belehrung, nicht jeder mag so etwas… über Ego und Zusammenhänge habe ich im Buch Ein Kurs in Wundern gefunden. Das zeigt auch einen Weg für uns, aus den Mustern, die uns keine glücklichen Ergebnisse gebracht haben, heraus zu finden. Für mich ein ungeheurer Gewinn. Es ist ein liebevolles Buch, allerding auch was Totales. Seitdem glaube ich nicht mehr, dass ich mein Ego pflegen sollte. Und mein Leben ist leichter, freudvoller, klarer.

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