Äthiopisch essen

(Reisebericht Äthiopien)

Das Essen hier ist – zumindest für mich, wenn ich mal nicht verwöhnt werde – ein Graus!

a) Sie lieben Fleisch, wofür ich nicht wirklich Verständnis aufbringe (wenn doch das Land eh so arm ist und der schlechte Wirkungsgrad der ‚Fleischproduktion’ selbst für Dümmste einsehbar sein müsste.

b) Sie essen dreimal am Tag (!) Inschara. Das ist ein ca. 50cm im Durchmesser messender kalter Pfannkuchen mit leicht säuerlichem Geschmack und der Konsistenz von eingeweichtem Brot.
Dieses Inschara wird mit verschiedenen Saucen gereicht, in die man die mit der Hand abgerissenen Inschara- Stücke taucht oder damit Beilagen aufnimmt und in den Mund steckt. An Saucen gibt es in den Geschmacksrichtungen Tomaten- Paprika, Linsen, Rote Rüben, Erbsen- Paprika und Kohl.
Wenn man dann auch noch bedenkt, dass Äthiopien das am bedrohlichst abgeholzteste Land ist und die Äthiopier 3x am Tag ein Feuerchen machen ‚müssen’, da ihnen absolut nichts Ungekochtes ‚runterkommt’ mag man sie nicht mehr wirklich ernst nehmen …

c) In Restaurants gibt es neben Fleisch, Inschara noch Reis mit Gemüsespuren und Spaghetti mit Gemüsespuren. Der Reis ist ‚natürlich’ weiß und die bzw. meine Spaghetti zu weich.

d) Von dem Irrglauben, dass Vollreifes krank macht, hab ich ja schon berichtet. Jetzt hab ich auch noch die Erklärung dafür bekommen, warum man zu diesen herrlichen Frucht- smoothies Limonen dazubekommt. Sie glauben, der Limonensaft, den man über den smoothie träufelt, würde alle Keime abtöten …

e) Auf Märkten und in Geschäften gesehen habe ich an für mich Essbarem: Bananen, Orangen, Limonen, Mangos, Papaya, Äpfel (seit neuestem), Zuckerrohr, Salat, Kohl, Süßkartoffel (Kartoffeln gibt es natürlich auch), Rote Rüben, Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Tomaten, Karotten (sehr süß), Mangold, Avokados, Erdnüsse, Kichererbsen (getrocknet), Leinsamen, Sesam, Koriander, Ingwer

Also summa sumarum könnte man sich hier recht gut ernähren, bloß die Äthiopier tun das nicht 😉

 

Eine Antwort zu Äthiopisch essen

  1. Inge Henneberg sagt:

    Schade eigentlich, insofern Parallelen mit den meisten hier in unserem Lande – es gibt Möglichkeiten, aber sie werden nicht genutzt.
    Ob die niedrige Lebenserwartung gegenüber der relativ hohen hier bei uns ein Nachteil ist, wage ich zu bezweifeln.
    Was nutzt den Menschen in den Industrieländern wenn sie 85 werden, aber ab einem bestimmten Alter hauptsächlich im Wartezimmer der Ärzte oder noch schlimmer, in Alters- und Pflegeheimen verbringen?

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