Tod in Äthiopien

1. März 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Sogar begraben sein könnte schön sein in Äthiopien. Ich hab, außer in Bad Honneff, noch keinen lauschigeren Friedhof gesehen als hier.
Er ist relativ verwildert bzw. werden die Gräber ‚wild durcheinander‘ in einen Wald gegraben und verkommen dann eher …


Reiche haben etwas Marmor und errichten deshalb ein Eisengitter um die Grabstätte. Einfachere Gräber sind Betonsockel mit Aufschriften, fallweise Kreuzen und Fotos der Verstorbenen.
Die ganz Armen haben bloß einen Erdhügel, aber, was mich an dieses nette Gedicht ‚Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland‘ erinnert, ein kleines Bäumchen oder einen Kaktus auf dem Hügel.
Irgendwie tragisch, wenn man die Alter der Verstorbenen errechnet. Kaum jemand wird viel über 50. Und das in einem Land, in dem man so paradiesisch und damit natürlich auch lange leben könnte …