Nein, nein, die Suppe ess ich nicht!

4. März 2011

Auch in Äthiopien konnte ich wieder sehen, wie stark alte Gewohnheiten, im Ernährungsbereich das altbekannte Mama- Happa- Happa, wirken. Das Essen, mit dem wir ‚aufgezogen’ wurden, mit dem wir ‚Mutter’, ‚Geborgenheit’, ‚Vertrautheit’ assoziieren, an dem bleiben wir ein Leben lang hängen, wenn wir uns nicht bewusst davon lösen.
Ja ‚bewusst’!
Wenn wir nix tun, passiert gar keine Veränderung. Oder nur die schleichenden Veränderungen die die gesellschaftlichen Veränderungen, die von der Wirtschaft und Werbung initiiert wurden, mit sich bringen.
Wir lernten ja bei der Mama auch bloß das Laufen und nicht das Autofahren. Genauso müssen wir auch lernen ÜBER das gewohnte Essen – oder auch Verhalten – HINAUSzugehen, um zwar nicht schneller und bequemer uns fortzubewegen, sondern um gesünder und länger zu leben, um die Mitwelt zu schonen und uns wieder ein einfacheres und dabei genussvolleres Leben zu ermöglichen.
Äthiopier sind von klein an so sehr auf ihr Inschara gedrillt, dass sie es 3x täglich essen und auch noch gut finden, obwohl es für unseren Geschmack unattraktiv wie altbackenes, übersäuertes und eingeweichtes Brot schmeckt.
Selbst Kinder greifen lieber zum Inschara als zu den herrlichen Früchten, die da überall wachsen.
Dazu kommt natürlich auch die völlig unnatürliche, um nicht zu sagen ver-rückte Preispolitik. Ungesündestes wird allerorten preisgestützt und die Tiere für die Reichen fressen die Nahrung der Armen.
Sieh Dir also genau an woher Deine Vorlieben kommen, was sie mit Dir tun (werden) und wie Du zu Deinem ‚Führerschein für ein besseres Leben’ kommst …

 


Das Scheinargument „medizinischtechnischer Fortschritt“

4. März 2011

Hier einige Auszüge aus dem neuesten Rundbrief von Dr. Rath. Ich befürworte seine Geschäfte keinesfalls, will er m.E. sich bloß einen Teil des fetten Pharma- Kuchens selber einverleiben und nicht Menschen gesunden lassen. Doch seine Argumente über die Pharma- Machenschaften sind stichhaltig und gut belegt.

… Die besonders besorgniserregende Entwicklung der
Arzneimittelkosten über einen Zeitraum von 60 Jahren zeigt diese Abb.:

Nicht zu vergessen: Hinzu kommen auch noch die privaten Zuzahlungen der Kassenpatienten sowie die arzneimittelbezogenen Ausgaben der Privaten Krankenkassen (PKV). Erstere wurden im vergangenen Jahr mit 1,8 Mrd. Euro für Arzneimittel zusätzlich aus eigener Tasche abgezockt. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten muss jeder Patient grundsätzlich10 % des Preises draufzahlen. Auch bei diesen Zuzahlungen gibt es über die Jahre hinweg nur einen Weg: nach oben.
Die Bedingungen für stets sprudelnde Gewinne sind perfekt: Patente sind der Schlüssel. Damit verbunden ist das Preisdiktat. Studien werden von den Pharmafirmen selbst durchgeführt, ggf. entsprechend vorteilhaft manipuliert oder ganz zurückgehalten, alles im Hinblick auf eine gewinnträchtige Vermarktung. Kontrollmöglichkeiten durch nabhängige Institutionen existieren kaum.
Dafür aber weitreichende Einflussmöglichkeiten der Pharmalobby, ob in „gut betreuten“ Selbsthilfegruppen, mittels diensteifriger Politiker oder durch hörige Medien. Nicht Gesundheit, sondern steigende Gewinnerwirtschaftung ist die Triebkraft in diesem Gesundheitssystem. Ganz offen wird bereits von Gesundheitswirtschaft gesprochen. Sie muss hochrentabel sein. Wie kann es sein, dass z. B. Krankenhäuser ihren Chefärzten Verträge vorlegen, um diese zu jährlichen Umsatzsteigerungen von vier Prozent zu verpflichten! An erster Stelle rangiert immer der höchstmögliche Umsatz der Praxis, des Krankenhauses, der Apotheke.
Ganz oben steht allerdings der Hauptakteur:
das Pharmainvestmentgeschäft.
Nur noch den Aktionären verpflichtet, steht einzig die Gewinnmaximierung im Vordergrund, nicht die Gesundung von Kranken oder gar eine Krankheitsvermeidung.
Die unbegrenzte Renditebefriedigung der Investoren mittels der Kranken ist ein einzigartiges Geschäft. Hier gibt es keine Patienten, nur noch Kunden. Der Arzt verkommt zum bloßen Dienstleister und muss selbst in Kategorien steigender Umsätze denken. So werden Krankenakten nach möglichen neuen, behandlungsbedürftigen Krankheiten durchgeforstet, immer neue Termine zwecks Untersuchungen mit den „Kunden“ vereinbart, zweifelhafte Diagnosen gestellt, ob nicht doch noch eine ernsthafte (vermarktungsfähige) Krankheit vorhanden sein könnte, und Medikamente verschreiben ist nahezu immer dabei. Gelangt der Patient erst in dieses Stadium, dann übernimmt die Gesundheitswirtschaft die volle Macht, meistens für die verbleibende Zeit seines Lebens. Viele werden durch übertriebene Verschreibung von Arzneimitteln mit ihren hochgradigen Nebenwirkungen schier zu Tode therapiert.
Die Medizin ist verkommen zu einem reinen Konsumgut. Und nur Konsumenten kurbeln schließlich die Wirtschaft an. Schwerstkranke bzw. chronisch Kranke sind somit die besten „Verbraucher“ und unglaublich profitable Kunden für die Gesundheitswirtschaft. Das ist unfassbar zynisch, leider aber das Ergebnis dieser nur noch auf Profit getrimmten Gesundheitsindustrie. Und noch perfider ist, dass es dieser Branche mit Hilfe der Politik gelingt, uns allen per Gesetz die dafür benötigten finanziellen Mittel über ständige Beitragssteigerungen Jahr für Jahr aus der Tasche zu ziehen. Um es deutlich zu formulieren: Nicht der propagierte medizinisch-technische Fortschritt ist eine Hauptursache der massiven Kostensteigerung im Gesundheitsbereich, sondern die tägliche Jagd nach Rendite, also nach Kranken oder zukünftigen Patienten.
Mehr Werbung als Forschung Die Pharmabranche argumentiert, dass neue Medikamente deswegen immer teurer würden, weil die Forschung und Entwicklung große finanzielle Mittel verschlingt. Dass dies nicht den Tatsachen entspricht, ist offenkundig. Unabhängige Berechnungen zeigen, dass die Branche dafür nur etwa ein Achtel des Betrages aufbringt, den sie offiziell angibt. Statt dessen wird doppelt so viel Geld wie für die Forschung in die Vermarktung dieser Medikamente gesteckt. Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 40 % der Gesamtumsätze der Pharmaindustrie
für das Marketing verwendet werden.1 Auch diesen Etat finanzieren selbstverständlich die Versicherten, einzig damit die Pharma-Abzocker ihre Arzneien zwecks Renditeerwirtschaftung schnellstmöglich auf den Markt bringen und möglichst lange dort halten können. Dies ziemlich unabhängig davon, ob es wirklich neue oder nur Scheininnovationen sind oder ob ein wirklicher Zusatznutzen vorhanden ist.
Im Sinne eines dauerhaften Profits gilt, möglichst lange an der „Bekämpfung“ von Krankheiten zu forschen. Nur der Verkauf immer teurerer Medikamente sorgt dafür, die Aktienkurse hoch zu treiben, die für die Existenz dieser Pharma-Giganten die Grundlage sind. Die medizinische Wissenschaft wurde fast ausnahmslos in deren Dienste gestellt. Unabhängige Forschung ist heute zu einem Fremdwort geworden. Das gilt auch für die meisten Hochschulen und Universitäten, die zwingend auf finanzielle Drittmittel angewiesen sind.

Deshalb: Trau keinem, der Geld nimmt! Vertrau auf die Großzügigkeit und Freigibigkeit der Natur.
Oder noch kürzer und einfacher:
paradise your life ! 🙂