attac

Ich dachte immer attac wäre so weit dem Zeitgeist voraus, so revolutionär, so ökologisch, so ‚grün‘ ….
Eine ihrer Forums- Diskussionen lässt mich nun aber an der Sinnhaftigkeit dieser Organisation sehr zweifeln:
Sehr abgehoben, sehr langweilig und fast ausschließlich mit Politikern besetzt, sehr akademisch und unrealistisch, sozusagen eine weitere Gilde von theoretisierenden Schreibtischtätern …

Auch sachlich thematisch spielten sie ‚Wasch mir den Pelz aber mach nicht nicht nass‘.
Stellten sie doch ein Buch mit dem Titel ‚Ernährungssouveränität‘ ihrer Obfrau Alexandra Strickner ins Zentrum der Veranstaltung, in dem mir das Kredo der Lebensmittel- Regionalversorgung bei Weitem als zu kurz gegriffen erscheint.
Verbraucht doch z.B. das Kochen der Nahrung ca. zehnmal soviel Energie wie der Transport.
Natürlich sollten (unnötige) Transporte eingespart werden. Doch in solch einer Energie- Verteilungs- Situation auf Regionalisierung zu fokussieren, ist Bescheuklappung par excellence!
Wenn man dazu noch die durch die thermische Denaturierung verursachten Erkrankungen rechnet, die erst unser, kaum noch zu finanzierendes, Gesundheitssystem- Debakel schaffen, wird’s überhaupt fast kriminell, bloß für eine Regionalversorgung zu trommeln.

Auch die Position der einzigen (Bio-) Bäuerin (Irmi Salzer) bei dieser Diskussion hat mich mehr als verblüfft. Ihr ging es primär darum, politisch mehr (Zuschuss-/ Ausgleichs-)Gelder für die Bauern durchzusetzen und ‚von oben herab‘ bauerngünstig zu reglementieren.
Wenn man, wie ich, noch Zeiten kennt, in denen am Land die Bauern die absoluten ‚Kaiser‘ und z.B. Nichtbauern als Bürgermeister undenkbar waren, kann man sich nur wundern, dass man solch einen Status in nur wenigen Jahrzehnten so sehr verspielen kann.
Die Bauern ließen sich einfach durch innovativere Partner und Firmen die Führerschaft aus der Hand nehmen.
Diesen Innovationsmangel jetzt durch Papiere, Gesetze, Verordnungen und politischen Druck wieder zurückholen zu wollen bzw. anderer Innovationen gesetzlich zu verhindern, erscheint mir blauäugig und der falsche Weg.
Meines Erachtens wäre von den Bauern konstruktive, vorwärtsgerichtete Aktivität und Innovation gefragt und nicht verhindernde und reglementierende Gesetze!
Warum muss BILLA mit seiner Ja Natürlich- Schweindl- Kampagne die Massen zu Bio- Produkten ‚treiben‘? Warum kann nicht die Bauernschaft mal die Innovations- Lokomotive machen?
Aber auch ich hab weitgehend schlechte Erfahrungen mit der Beweglichkeit von Bauern gemacht und muss mir meine Nahrungsmittel über teilweise ‚verboten weite‘ Distanzen schicken lassen, da sich viele der regionalen Produzenten für meine rohköstlichen Bedürfnisse einfach taub stellen.

Als Conclusio wieder mal: Lieber selber tun, als auf Änderungen ‚von oben‘ warten! 😉

 

One Response to attac

  1. ghore sagt:

    „attac“ also …

    Eine Einrichtung, die dem Hammel kurzzeitig vermittelt, er wäre mehr als ein Hammel.

    Ein Aufbegheren, GEGEN … was auch immer.

    Und dann, im Verlaufe des Studiums, im Verinnerlichen der Bildung … nichts mehr.
    Die Evolution eines Steinewerfers zum Außenminister, zum Berater …
    Individualität … wo?
    Eine Hammelherde, die nur einen Gott anbetet und ihm fraglos folgt, dem Geld.
    Alle besonders, alle einzigartig … alle gleich.

    „attac“ …
    psssst, seid still, nicht kämpfen.

    psssst, sonst könnt ihr euch nicht hören.

    Und wer Ohren hat, der … na, ihr wisst schon.

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