Bestellungen beim Universum

Vorausschicken möchte ich, dass für mich Telepathie, Morphogenetische Felder bzw. allgemein das Gefühl, dass wir alle eins, dass wir alle miteinander und mit allem verbunden sind und uns damit auch gegenseitig beeinflussen, unverrückbare Fakten sind.
Selbst Wissenschafter kennen solche Einheits- Phänomene aus dem Bereich der Quantenphysik. Das Einstein-Podolsky-Rosen- Paradoxon z.B. besagt, dass zwei Teilchen so eng miteinander verbunden sein können, dass selbst eine Messung an einem der beiden sofort auch das andere – weit entfernte – in seinem Verhalten beeinflusst.
Bei solchen Fakten ist es natürlich auch nicht weiter erstaunlich, wenn wir es sind, die durch ihr Denken die Welt gestalten.
Dennoch hat diese Denkweise meines Erachtens Grenzen. Unser All-eins-sein will nicht durch Bestellen beim Universum unsere Allmachtsgelüste befriedigen sondern ist zum demütigen Umgang mit allen und allem angetan.
Bärbel Mohr war eine sehr bekannte Autorin dieser Denkrichtung und löste mit ihrem Buch ‚Bestellungen beim Universum‘ einen wahren Bestellungs- Boom aus.
Ich kannte das Buch noch gar nicht, als mir schon auffiel, dass von den Menschen von freien Parkplätzen bis zu Traumpartnern so ziemlich alles bestellt und angeblich auch erhalten wurde.
Bärbel Moor’s Bestellungen wurde eine natürliche Grenze gesetzt: Sie erlag ihrem Krebsleiden.
Von einigen Autoren wurde zwar selbst dieser ‚Heimgang‘ schöngeredet. Doch dass eine so junge Frau mit relativ kleinen Kindern tatsächlich vorzeitig in andere Dimensionen will, mag ich nicht glauben.
Was ich mit dieser Geschichte sagen will ist, dass der (wünschende, schöpferische) Geist zwar Fakt und wunderbar ist, aber ein ‚Fahrzeug‘, einen (intakten) Körper braucht! Ohne ihn hat es sich aus- gewünscht und aus- bestellt.
Das sind unsere Grenzen!
Wir sind frei, wir können gestalten. Doch können wir Naturgesetze nicht nach Belieben verbiegen.
Unser Körper ist einfach das letzte und neueste Modell einer langen, evolutionären Natur- Entwicklung, die nach tierischen Gesichtspunkten erfolgte. Dieser unser – noch immer – Tierkörper will und braucht das, wofür er ausgelegt wurde. Alles andere schadet ihm oder tötet ihn gar. Diese Tatsachen lassen sich auch mit Geisteskräften und Universums- Bestellungen (noch) nicht umschiffen.

 

4 Responses to Bestellungen beim Universum

  1. Inge Henneberg sagt:

    Danke für diesen Beitrag, noch besser kann man es nicht ausdrücken.

  2. ghore sagt:

    Nun, ist zunächst mal ein Geschäft.
    Das Esobuissnes buhmt halt und so erfüllt sich – zumindest für wenige – der Wunsch nach Ansehen und Geld.

    Was funktioniert, bei wem und wie, weiss ich nicht.
    Ich bin ein Mensch und als solcher habe ich Fragen.
    Antworten bekomme ich auch, von Menschen.

    Frage und Antwort sind Menschending.
    Beides bildet einen Kreis, in dem kein Punkt einen Anfang, noch ein Ende markieren kann.
    Also höre ich auf zu fragen?
    Das IST eine Frage und ich bin nicht in der Lage aufzuhören, bis das Wort selbst endet.
    So sehe ich das und die Wahrscheinlichkeit, dass ich irre liegt bei 50 %.
    Egal welche Frage, egal welche Antwort.

    puh …

    Universum, All, Nichts, Du, ich, sie, die anderen,
    was auch immer …
    Ich habe einen Wusch:

    „Lass mich einverstanden sein“ mit was auch immer.

    ( porto geht auf payoli 😉 )

    ghore

  3. papamojo sagt:

    Die Bestellungen beim Universum nimmt das Unterbewusstsein entgegen, das seine ganz eigene und sehr einfache Sprache hat. Komplex ausgefeilte Wunschkompositionen reduziert es auf ihren grundlegendsten Gehalt. Manch einer wird sich vielleicht größtmögliche Freiheit wünschen und dabei ein Bild von finanzieller Unabhängigkeit und ein Leben in den Tag hinein vor Augen haben. Gut möglich, dass ihn das Unterbewusstsein viele Habseligkeiten verlieren lässt und seinem Leben eine große Krise beschert und ihn vor die Chance stellt, sich von seinen Abhängigkeiten und Verfangenheiten zu befreien. Das Unterbewusstsein realisiert genau das, was wir WIRKLICH wollen. Daher ist es ratsam, seinen Wünschen penibelst auf den Grund zu gehen, bevor man sie „abschickt“.:-)

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