Von den ‚Feinden‘ lernen

Wir sollen laut diesem Herrn aus Fernost ja unsere Feinde lieben. Ich setz da einen drauf und sage: ‚Wir wären dumm sie NICHT zu lieben!‘
Denn von niemandem können wir so viel lernen, wie von Leuten die uns reingelegt haben, die uns über sind, die uns ‚Böses’ getan haben.
Freunde die uns immer Recht geben oder gar nach dem Mund reden tun fallweise zwar dem vielleicht angeschlagenen Seelchen gut, aber lernen können wir nur wenig daraus. – Außer vielleicht lieb zu anderen zu sein.
Die Wirtschaft, die Firmen sind in unserem Denken natürlich keine wirklichen Feinde. Guckt man aber genau hin, werden wir doch größtenteils von ihnen über den Tisch gezogen, mit raffinierter Werbung ‚eingewickelt’, mit immer neuen Versprechungen geködert.
All die Teile der Wirtschaft, die Firmen die wir kennen, sind zweifellos erfolgreich. Also können wir von ihnen lernen, erfolgreich zu sein!
Sehr auffällig ist meines Erachtens, dass Werbung immer positiv bis visionär ist.
Hätte Henkel seine Persil- Werbung so negativ gestaltet, wie z.B. das Gro der Tierschutz- Organisationen sich verhält, gäbe es bis heute keine Waschmittel.
Hätten Röstereien ihren Kaffee so missionierend beworben wie viele Rohköstler ihre Familien und Bekannten überzeugen wollen, könnte selbst George Clooney keine sündteuren Kaffee- Kapseln verkaufen.
Mit diesen Beispielen will ich sagen, dass mit Gewarne vor, und dem Verteufeln von Bestehendem nichts gewonnen werden kann.
Wenn ich jemandem sage dass er schmutzig oder herzensverroht ist, wird er sich vor uns verschließen und nicht neugierig werden auf neue Waschmittel oder vegetarische Köstlichkeiten.

Ja, richtig!
Ertappt!
Ich hab hier auch schon Negatives aufgezeigt und werde es weiterhin machen 🙂
Denn ich spreche primär Selberdenker, Eigenverantwortliche und Selbstbewusste an, denen ich Argumente liefern möchte und ihnen ihre Entscheidungen lieber selber treffen lasse. Die ‚breite Masse’ würde ich so nicht erreichen …
Und zudem gehören die Gefahren und ‚blinden Flecken’ natürlich schon auch angesprochen.

Werbung aber will uns nicht ÜBERZEUGEN, sondern überrennen, uns etwas einhämmern, mit unfairen Mitteln unser Bauchgefühl erreichen. DAMIT sind die Massen erreichbar!

Wer also seine Lebensweise vielen Menschen schmackhaft machen möchte, sollte eher seine Rezepturen perfektionieren und Leute zum Essen einladen, sich einen selbstbewussten Umgang mit seiner Lebensweise zulegen und in der Öffentlichkeit ausleben, als ‚missionierend durch die Lande zu ziehen’.
Allein die Rohernährung beinhaltet so viele Benefits, die wert wären transportiert zu werden.
Auch ‚unser’ anderes, das ‚paradise your life’- Denken, die natürliche Bewegung und ein ursoziales Verhalten könnten anderen Appetit darauf machen, wenn es selbstverständlich ausgelebt und ev. angeboten würde.

Auch den Visionären Teil vieler professioneller Werbebotschaften könnten wir uns zu eigen machen. Denn eine Welt in der alle lebenslang dauergesund sind, sich alle lieben und weder Zeit, noch Geld, noch Menschenleben an Negatives, Böses, Kriege verschwenden wollen, ist nicht so weit entfernt wie viele denken …
Ein wenig das Denken, Fühlen, Essen und Bewegen umstellen und es könnte ganz wunderbar laufen.
Wir missionieren nicht, sondern gehen voran! 🙂

 

3 Responses to Von den ‚Feinden‘ lernen

  1. Inge Henneberg sagt:

    Bei mir „rennst Du offene Türen ein“ und nur durch „Vorleben“ kann man etwas bewirken. Habe diesbezüglich schon einige positive Erfahrungen gemacht.
    Allerdings – habe ich auch erfahren, daß das bißchen Umstellen für die meisten ein unüberwindbares Hindernis darstellt.
    Erst heute gab es wieder einen solchen „Fall“. Diejenige sprach sich gegen das Tierleid und das Töten aus, war aber nicht bereit auf „Ihr Fleisch“ zu verzichten. In meinen Augen widersprüchlich und inkonsequent.

    Erst wenn gravierende Probleme auftauchen ist man zur Umstellung bereit – ja und dann ist es leider häufig zu spät.

    • brumbee sagt:

      Ich kann es auch oftnicht glauben, was die vielen „Tierfreunde“ unter Tierliebe verstehen, wenn sie zum Beispiel ihren Hunden und Katzen eingedoste Tierleichen verfüttern!

  2. Weiwi sagt:

    Das hast du sehr schön geschrieben.
    Ja, ich bemerke leider auch an mir selbst, dass ich mich noch viel zu oft zur Schwarzmalerei hinreißen lasse.
    Das muss sich ändern. Ich werde da in Zukunft bewusster drauf achten.
    Danke dir.

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