Die Liebes- Spachtel

Wer schon einmal eine Wand, ein Türblatt oder ähnliches verspachtelt hat, wird wissen, dass man sich nicht darum kümmern muss, wo genau ein Riss, ein Schaden, und wie tief er, ist. Es reicht mit der Spachtelmasse darüberzustreichen und das planfüllen der Spachtel zu überlassen.

Ähnlich entspannt könnte man auch unsere und unserer Mitmenschen Bedürfnisse und Unpässlichkeiten sehen.
Wenn wir bei einem Thema ein Problem haben, haben wir da (noch) einen Mangel, der aufgefüllt werden will. Das Leben sorgt dafür, dass wir auch genau für diesen Punkt plötzlich Interesse entwickeln, das so lange anhält bis diese ‚Vertiefung’ aufgefüllt ist.
Wenn uns jemand unangenehm auffällt durch asoziales Verhalten, hat er in diesem Punkt zweifellos einen Zuwendungs-, Wissens-, Gefühls-, Geld-, was immer, Bedarf, der erst aufgefüllt werden muss bzw. sich durch sein Interesse ohnehin auffüllt.
Man braucht eigentlich bloß warten können 😉
Maximal etwas Spachtelmasse anzubieten/ beizusteuern!
Und die beste Spachtelmasse ist die Liebe 🙂
Man braucht nicht gezielt auf die Risse und Vertiefungen loszugehen. Denn egal ob die Unebenheit Eifersucht, Gier, Unehrlichkeit, Faulheit oder sonstwie heißt, im Urgrund ist es immer ein Liebes- und Zuwendungs- Mangel. Es reicht mit der Liebesspachtel bzw. mit viel Liebes- Spachtelmasse drüberzuarbeiten 🙂

 

3 Responses to Die Liebes- Spachtel

  1. ghore sagt:

    Freund …
    Und wenn er tief ist, dieser Riss?
    Wenn das Herz zerbrochen ist, von je her … was willst du mir raten?
    Zu spachteln … ?
    Kannst du mir sagen, wie ich in diesen Spalt gelange, bis auf den Grund, durch alle Angst und jeden Schrecken … zu sehen.
    Nur zu sehen, was es ist?
    Wenn dort in der Tiefe nicht all meine Liebe ist … mit all ihrer Angst … all das,
    dann habe ich nichts.
    Es ist dunkel hier unten, im Schatten meines Lichts.
    Deinen Spachtel … ja, den nehme ich, für den letzten Rest.
    Aber hier unten … ist es so … dunkel.
    Ich bin ganz allein.

    • payoli sagt:

      Zerbrochensein ist genauso eine Ilusion wie Getrenntheit. Wir alle – auch Du – sind eins und alle Probleme gründen einzig auf der Angst und Angst ist ’nur‘ die Abwesenheit von Liebe.
      Ein sehr gutes Buch darüber von N.D. Walsch stell ich demnächst hier vor, ev. sogar als download. Es zeigt sehr schön, dass all unsere Probleme von uns selbst erschaffen wurden und auch wieder auflösbar sind …

      • ghore sagt:

        Ja, Getrenntheit ist Illusion.
        Ich habe kein Problem mit Angst.
        Ich hab ein Problem mit Zweifeln, Befürchtungen … die machen mir Angst.
        So nenne ich Angst halt Liebe.
        Das muss keiner verstehen … wird wohl auch keiner.
        Ist ja auch egal, welchen Namen das Kind einst bekam.
        So ist es an mir die Zweifel aufzulösen, vor denen mich Angst – als Gefühl – warnt.
        Ich bin nicht gut darin …
        Stimme aber zu.
        Ja, selbst erschaffen und man kann es auflösen.
        Und nur „man“ kann es, niemand sonst.
        Die Illusion ist … gegenwärtiger, als dass man es erfassen könnte und gerade das … gegenwärtig, ist die Illusion eben ganz und gar nicht.
        Hm … kann mir jemand folgen?
        Besser nicht! 🙂

        Danke für deine Antwort.

        ghore

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