Ich hab’s versucht …

… aber leider nicht geschafft!
Ich wollte Euch schildern, was es für mich für eine Freude ist, durch den ungemähten Garten, also praktisch durch meine Wiese zu gehen.
Was es da zu entdecken gibt!
Diese Unzahl an Blümchen, Kräutln, Tierchen …
Dieses nebeneinander, durcheinander, miteinander …
Es ist einfach herrlich!
Ich hab ja noch nie gerne Rasen gemäht. Schon gar nicht diese uniformen Einheitsrasen.
Aber jetzt, wo ich mich endlich freigemacht habe von den gesellschaftlichen Zwängen und verwandt- und nachbarschaftlichen ‚Ratschlägen‘ und Richtlinien ist die Freude wirklich groß!
Ich will absolut niemandem zu nahe treten, aber plötzlich erscheint mir das achtlose Drüberfahren mit einem Rasenmäher als selten roher Akt, der noch dazu die Sinne verarmt.
Vielleicht liest hier jemand mit, der sich noch nie eine Wiese so genau angeguckt hat. Ich kann leider nicht genau sagen WIE man hinsehen muss, aber versuch es einfach einmal. Stell Dich in eine blühende und summende Wiese! Vielleicht macht es auch bei Dir plötzlich ‚Klick‘ und Du siehst Dinge, die Dir bisher nicht bewusst waren.
– Es ist einfach   h e r r l i c h !     🙂

 

5 Responses to Ich hab’s versucht …

  1. Inge Henneberg sagt:

    Es ist Dir doch gelungen?! ! Gerade heute wurde auch unsere Wiese wieder von den Hausmeistern gemäht und alles Leben verschwand binnen paar Minuten.
    Habe mich mal erkundigt – warum das so gemacht wird und erfahren: würde nicht gemäht gäbe es irgendwann eben gerade diese herrlichen Blumen und Vielfalt nicht mehr.
    Bedeutet: die Grashalme würden immer länger und die Blumen – weil ja sortenmäßig viele kleine dabei -nicht mehr sichtbar.
    Evtl.kann man es mit dem Schneiden der Rosenstöcke vergleichen, die dadurch zum kräftigeren Wachsen – auch in die Breite und nicht nur nach oben an den Spitzen – und Blühen angeregt werden.
    Ist aber sortenabhängig, die meisten schneidet man jedes Frühjahr zurück, damit sie im Sommer schöner und kräftiger blühen.
    Um mich herum gibt es wahre Roen-Explosionen, einfach herrlich diese Fülle. Komme mir vor wie Dornröschen, lach.
    Und so soll es bei den Wiesen auch sein.
    Ob das stimmt, keine Ahnung. Sag Du es uns.

    PS: Wikipedia: Die Wiesenvielfalt ist vom Pflegekonzept abhängig, weil der Lebensraum Wiese in der Regel keine natürliche, sondern eine vom menschlichen Einfluß geprägte Formation darstellt.
    Wiesen die aus Naturschutzgründen nur im Abstand mehrerer Jahre gemäht werden, verlieren ihre typische Artenzusammensetzung – es setzen sich nur wenige Artren durch wie – Brennessel, Rainfarn und Kanadische Goldrute.

    Alles falsch?

    • payoli sagt:

      Nein, nein, das stimmt schon!
      Ich mähe natürlich auch. Aber gezielt und mit der Sense. Was ich fördern und vermehren will, lasse ich länger stehen und aussamen.

  2. ghore sagt:

    Die Herrlichkeit der Dinge … ist fürwahr in einem einzigen Blatt zu erkennen.
    Da sind eine ganze Menge Blätter. 🙂

    Dieses Glück … wenn es dich findet … ist … kaum zu ertragen.

    In all der Fülle ist dieses Glück … wie ein einzig Blatt … ganz all ein.

  3. sibylle bourbon sagt:

    es ist schon ein jammer.
    jeden morgen bin ich im garten und pflücke mir meine frühstückskräuter
    an die ich mich mittlerweile schon so gewöhnt hab!

    gestern ruft mein vermieter an –
    die nachbarn haben sich mit fotoaufnahmen meines „ungepflegten gartens“
    bei ihm beschwert….

    das traurige ist
    ich störe niemanden, bin unhörbar und fast unsichtbar –
    aber durch diese meine wiese zum feindbild mutiert
    weil ich das auge eines rasanfanatikers störe!?!

    ich löse den konflikt mit diesen nachbarn,
    die noch nie mit mir gesprochen haben,
    auf meine art –

    mähen, aber möglichst nur das gras.
    dazwischen wachsen meine inseln,
    damit ich mich auch in zukunft
    inmitten der vielen käfer, bienen und heuschrecken
    hinsetzen kann
    und die lebendige natur genießen…

    und niemand kann mehr sagen
    das ich nicht mähe ;-))

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