Curryketchup und Bungee- Springen

Psychologen bestätigen, dass es innige Zusammenhänge zwischen unseren kulinarischen und sozialen Reizbedürfnissen gibt.
Einfach gesagt: Warum sollte jemand, der sich massenweise Knoblauchsauce über sein Essen gießt, sich nicht auch als Politiker brutal über alle Details hinwegsetzen?
Warum sollte jemand, der erst ab drei Pfefferschoten aufwärts einen Gaumenkitzel verspürt, nicht auch als Vermögensverwalter dem Kitzel der Spekulation erliegen?
Warum sollte einer, der selbst nach zehn Tequilas mit Zitrone und Salz noch nicht genug hat, nicht auch als Manager in seinen Machtansprüchen unersättlich sein?

Beziehungsweise darf auch der Umkehrschluss in Erwägung gezogen werden, ob wir vielleicht erst durch unsere sinnesbrutalen Ernährungsgewohnheiten und unsere tagtäglichen Würzbetruge verrohen. Ob wir vielleicht nicht durch das Drüberfahren über unsere (feinen) Sinne allgemein den Blick für Details verlieren.
Wieder Achtsamkeit zu üben dürfte ohne Weiteres beim Essen beginnen … 😉
– wie schon mal bei ‚Hermann’ angedacht.

 

One Response to Curryketchup und Bungee- Springen

  1. ghore sagt:

    Interessant … und so blutig rot …
    Nur was war zuerst da? Die Nahrung oder der Geist? 🙂
    So wie ich das sehe … wohl die Nahrung.

    Früher war es einfacher, nehme ich an.
    Nur zu essen was einem begenete war einfacher.
    Es gibt heute so viel Auswahl.

    hm …

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