Salz


Salz (Natriumclorid, NaCl) gehört nicht zu unserer artgerechten Ernährung, obwohl auch Primaten immer wieder salzige Erden aufnehmen.
Fast alles in unserem Körper funktioniert durch Sättigungs- Ungleichgewichte bzw. deren Ausgleich, durch Diffusionen. Dadurch befinden sich in unseren Körperzellen die besten Wässer mit den optimalsten Konzentrationen an Inhaltsstoffen.
Was wir bei der Zubereitung von hartem Gemüse schätzen, nämlich, dass Salz die Zellstrukturen aufbricht, passiert aber leider auch in unserem Körper.
Nehmen wir reines NaCl auf, muss der Körper dieses massive Ungleichgewicht ausgleichen, das Salz verdünnen und verwendet dazu das wertvolle Zellwasser.
Dass unser Salz- Zuviel sofort ausgeschieden wird, also für den Körper nicht sehr wichtig sein kann, kann jedermensch sofort beobachten indem er seinen Schweiß kostet. Wird bei rohköstlicher Ernährung praktisch reines Wasser ausgeschwitzt, reicht bereits eine kleine Gabe Salz um sofort im Schweiß aufzutauchen.
Das immer wieder vorgebrachte Argument, wir bräuchten Salz, da wir ja auch eine salzsensitive Zone auf der Zunge haben, ist so zu erklären, dass es sich dabei um den Geschmackssinn ‚salzig’, aber nicht ‚NaCl’, handelt.
Kürzlich hab ich folgendes mail erhalten, dass zeigt, dass aufmerksame RohköstlerInnen da auch selber draufkommen:

Obwohl ich weiß daß auch Salz (nicht das übliche, sondern natürliches Steinsalz) nicht zu einer natürlichen Ernährung gehört, habe ich es als Ausnahme bei jedem Salat dazugenommen, mir schmeckte es damit halt am besten.

Habe mir diesbezüglich auch keine Gedanken gemacht, weil es ja nur relativ wenig war und es mir mit der seit 6 Monaten praktizierten natürlichen, veganen Rohkost soo gut geht.

Aber jetzt kommts: hatte noch niemals Probleme damit, die zugekauften Früchte aus dem Naturkostladen einfach ohne zu waschen zu genießen – aber jetzt ist es passiert: es gab schon zweimal frische Feigen (Israel) und die genieße ich natürlich auch mitsamt der Schale. Sie waren auch köstlich, nur – ich spürte schon ein Brennen im Lippenbereich, dachte mir aber nichts dabei und schrieb das der (natürlichen) Schale zu.

Leider blieb es nicht dabei, einen Tag später hatte ich an der Oberlippe ein Ekzem, was höllisch brannte, wenn „Salz“ dran kam. Da habe ich erstmals gemerkt, daß Salz eben nicht soo gut ist, es hat mir gezeigt daß es im Körper evtl. eine ähnlich negative Wirkung hervorruft, von der wir akut nur nichts mitbekommen?

Daher – für mich ein Signal, das Salz nicht mehr zu verwenden, also hatte auch diese kleine Verletzung an der Lippe ihr Gutes.

 

2 Responses to Salz

  1. Inge Henneberg sagt:

    Richtig, diese Mail war von mir. Weiters stelle ich auch fest daß durch das Salz viele fruchteigenen Aromen überdeckt werden, was besonders deutlich wird, wenn man Tomaten, Gurken oder auch Avocados aus der Hand ist.
    Auch der Nachfolger des bekannten Dr. Bruker (GGB Lahnstein) hat mir auf Anfragen bestätigt, daß das Salz/Natrium in den Pflanzen für uns vollkommen ausreicht.

    Klar – wenn man bei allen Speisen Salz gewohnt war, bedarf es einer bestimmten Zeit der Umstellung, die Geschmacksnerven müssen sich erst wieder an die natürlichen Aromen gewöhnen, aber es lohnt sich hier konsequent zu sein.
    Danke Dir für diesen Beitrag.

  2. ghore sagt:

    Es gibt da dieses slowakische Märchen, der bekannte Satz der Königstochter ihrem Vater gegenüber, „Ich liebe dich wie Salz“,
    stammt daher.
    Ich mag dieses Märchen, denn Salz ist tatsächlich wertvoller als Gold und aller Reichtum.
    Die entstandene Salzgier ist es nicht.
    Ein weiteres Ungleichgewicht, angelernt, angewöhnt und leider zu oft als „normal“ deklariert.
    “ n o r m a l “ ist das nicht ein gruseliges Wort? 😉
    Wenn ich meinem Neffen sein Lieblingsgericht mache, Erbsen, dann merke ich, wie sehr ich mich zurückhalte, um es ihm nicht zu versalzen.
    Nach Gewohnheit würde ich eine Prise reingeben und ich habe ziemlich große Hände. Der Griff geht in Richtung Salzstreuer, ohne den eine Küche keine Küche zu sein scheint. Doch er bekommt ja das gute Salz, von Oma sorgsam ausgewählt und beschafft. Davon eine Winzigkeit … die ihm schon genug ist.
    Weniger ist da mal wieder mehr.

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