Krebshilfe

Meines naiven Erachtens müsste man ‚Krebshilfe’ doch wörtlich verstehen können … 😉

Ich hatte über einiger Zeit Kontakt mit der Österreichischen Krebshilfe, war absolut diskussionsbereit und lernwillig. Aber derartig bornierte Leute sind mir selten untergekommen.
Ich kann leider die Krebshilfe niemandem mehr empfehlen. Dort herrscht m.E. eine absolut krankmachende, Schulmedizin- hörige Ideologie, die keinerlei Interesse an der Erkrankungsvermeidung hat.
Wem es nicht zu mühsam ist: Hier einige m.E. sehr aufschlussreiche Zitate unseres Schriftverkehrs.
Allein schon witzig, wie sehr sie immer mehr verstummen und unfreundlicher bis unwilliger werden:

Liebe Frau ***, liebe Leute!
Ich bin überzeugt, Ihr seid ganz liebe und bemühte Menschen, arbeitet m.E. aber für die ‚falsche Seite’.
Medizin, besonders Krebs ist ein Mega- Geschäft, von dem niemand, der hier einmal finanziell angedockt hat, mehr lassen will.
Wenn zumindest Erfolge sichtbar wären … Aber ich als ‚alter Kracher’ überseh das sehr gut, dass trotz steigender Gesundheits- und Forschungs- Ausgaben die Erkrankungsraten doch stetig weitersteigen.
Liebe Leute, dabei wäre es sooooo einfach!
…Nur ein Beispiel möchte ich Ihnen geben, wie sehr auch Sie in diesem Drama mitspielen:
Der Placebo- Effekt ist bestens bekannt und erforscht. Er besagt im Prinzip, dass werden wird, was wir denken, das werden wird.
Er wirkt – je nach Erkrankung – bis zu 90%ig!
Das ist gesichertes Wissen!
Doch niemand sieht, dass er natürlich umgekehrt genauso wirkt. Wir also nicht nur durch ‚leere’ Pillen gesund werden, sondern auch erkranken, wenn wir überzeugt sind, dass wir erkranken werden.
Sie rufen zur sogenannten Vorsorge auf. Jeder Aufruf aber, jede Vorsorge- Untersuchung, indiziert in den Menschen ‚Mal gucken, ob ich schon erkrankt bin’, ‚Ich könnte schon krank sein’ und macht damit krank!
Liebe Leute, liebe Frau ***, Sie helfen mit, den Menschen Sand in die Augen zu streuen!
Denn die sogenannte ‚Vorsorge’ ist keine Vorsorge! Denn damit sorgt niemand vor, nicht zu erkranken, sondern guckt nur von Zeit zu Zeit, ob er schon erkrankt ist oder nicht!
Wirklich vorsorgen wäre, einen Lebensstil anzunehmen, der jegliche Erkrankung ausschließt!
Dass das möglich ist, ist Fakt !
Dass das praktisch niemand weiß, dass dieses Wissen unterdrückt, bis verleugnet wird ist ein beispielloser Skandal.
Auch bei Ihrer Arbeit finde ich nirgends einen Hinweis darauf. ….
Sehr geehrter Herr Ing. Lackner,
Ich habe Ihre Nachricht erhalten und aufmerksam gelesen.
Ich finde es sehr schade, dass Sie offensichtlich zu wenig über die Österreichische Krebshilfe und unsere Arbeit wissen. Wir sind ein gemeinnütziger Verein (seit 1910) und einzig und allein dem Patienten verpflichtet. In unseren 40 Beratungsstellen finden jährlich 30.000 Krebs-PatientInnen und Angehörige Rat und Hilfe. Wir erhalten keine staatlichen Subventionen, nicht zuletzt deswegen, weil wir diese auch nicht anstreben, um in unseren Botschaften und Appellen im wahrsten Sinn des Wortes unabhängig zu sein.

Faktum ist, dass Krebs durch eine Mutation der Gene entsteht. Was zu dieser Mutation führt ist ein sehr komplexer Prozeß. Fakt ist auch, dass Krebs im Frühstadium wesentlich mehr Heilungschancen hat. Und deshalb appellieren wir an die Bevölkerung, diese so wichtigen Früherkennungsuntersuchungen (im Volksmund fälschlicherweise „Vorsorgeuntersuchung“ genannt) wahrzunehmen. Da geht es nicht darum, eine Erkrankung „herbeizudenken“ sondern – so sie da ist – sie so früh wie möglich zu erkennen und mit der Therapie zu beginnen. Dem werden Sie – hoffe ich – zustimmen. Es gibt aber auch Krebserkrankungen, wie Gebärmutterhalskrebs und vor allem Darmkrebs, die man vermeiden kann. Hier trifft das Wort Vorsorge im wahrsten Sinn des Wortes zu.

Die von Ihnen angesprochene „Primärprävention“, dh. gesunder Lebensstil, wird von uns laufend „beworben“ und unterstrichen, dass es gesicherte Hinweise gibt, wie wichtig richtige Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, vernünftiger Umgang mit Alkohol etc. ist und man damit sein persönliches Risiko, an Krebs zu erkranken, reduzieren kann.

Mit freundlichen Grüßen

Liebe Frau ***,
vielen Dank für Ihre prompte Antwort.
Sie haben vollkommen Recht, dass es sich bei Krebs um Genmutationen handelt. Was Sie leider nicht erwähnen bzw. auch in Ihrer Arbeit nicht berücksichtigen, ist, dass diese Genveränderungen ständig passieren und ihre Beseitigung für ein intaktes Immunsystem Routinearbeit ist. Krebs kann erst neben einem geschwächten Immunsystem entstehen.
Deshalb setzen Früherkennungsuntersuchungen bereits in einem zu späten Stadium an.

Auch scheint mein Themenbereich etwas missverständlich angekommen zu sein. Ich hab absolut nichts mit ‚Primärprävention’ zu tun, denn auch das ist bereits wieder ein Begriff aus der Medizin, die sich ausschließlich in einer pathologischen Welt bewegt, wo selbst das selbstverständlichste der Welt, nämlich Gesundheit durch die Abwesenheit des Ausnahmefalles ‚Krankheit’ definiert wird!
Die ‚Evolutions- basierte Salutogenese (ES)’ die ich vertrete, ist rein Natur- orientiert und sieht in einer lebenslangen Dauergesundheit den absoluten Normalzustand bzw. unser Geburtsrecht.

Wären Sie den Menschen verpflichtet, sollten Sie seit mehr als 30 Jahren salutogenetisch anstatt pathogenetisch arbeiten und müssten sich darum bemühen, dass gar niemand mehr an Krebs erkrankt!
Oder ist Ihr ‚allein dem Patienten verpflichtet’ so zu verstehen, dass die Krebshilfe sich gar nicht als Hilfe GEGEN Krebs, sondern ausschließlich BEI Krebs verstanden wissen will?
Darauf würde auch hindeuten, dass auf Ihrer web- site selbst ‚Ihre’ Primärpräventionen, die für das ES- Verständnis ohnehin nur eine bloße ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass’- Maßnahme darstellen, kaum zu finden sind.

Liebe Grüße …

Lieber Herr Lackner
Natürlich weisen wir darauf hin, dass Genveränderungen ständig passieren und welche Rolle das Immunsystem spielt (spielen kann).
Das ist auch jederzeit in unseren diversen Informationsbroschüren nachzulesen!!!!

Ihre Behauptung, dass wir „nur“ BEI Krebs und nicht „GEGEN“ Krebs aktiv sind kommentiere ich nicht. Ebenso nicht die Bedeutung von Früherkennung von Krebs. Die Bedeutung der Früherkennung von Krebs ist unbestritten, ebenso die Primärprävention, d.h. gesunder Lebensstil.

Ich danke Ihnen trotzdem, dass Sie an einem Meinungsaustausch interessiert waren.

Mit freundlichen Grüßen ***

Liebe Frau ***,
ich bin ja durchaus ein lernwilliger und einsichtiger Mensch. Also habe ich mir aufgrund Ihres Hinweises auf Ihre ‚Informationsbroschüren’ diese angeguckt.
Liebe Frau ***, nicht nur, dass das Bild das sich da bietet weit schlimmer ist als befürchtet und dort keineswegs die Erkrankungs- Vermeidungs- Informationen nur so sprudeln, wie Sie vorgaben. Es ist schlich und einfach ein Skandal welche Angstmache Sie unter KrebsHILFE betreiben.
Bitte sagen Sie mir, wer für Sätze wie ‚Brustkrebs ist nicht vermeidbar’, ,Jeder dritte von uns muss im Laufe seines Lebens damit rechnen, mit der schrecklichen Krankheit konfrontiert zu werden’ verantwortlich ist!
Das ist grottenfalscheste, unverantwortliche Angst- und damit Krank- Mache!

Zu Ihrem mail: Ich habe nichts ‚behauptet’ sondern Sie gefragt, ob Ihre Arbeit und der ‚Patienten’- Fokus so zu verstehen ist, dass Sie sich primär Erkrankten und weniger der Krebsverhinderung verpflichtet fühlen. Ich bitte Sie sehr um die Beantwortung, denn zu einem ‚Meinungsaustausch’ gehört m.E. die Beantwortung von Fragen und weniger die Befindlichkeiten wer was ‚nicht kommentiert’. Mir geht es ganz einfach um die Abgrenzung Ihrer Arbeit …
Ich frag Sie jetzt anders und hoffe damit etwas mehr Klarheit zu erlangen: Ihre web- Seite bietet dem Besucher das Bild einer reinen (Schul-)Medizin- Seite, die primär zu Ärzten überweisen will und nur in homöopathischen Spuren sich der Krebsverhinderung und der Aufklärung widmet. – Was ja auch ok wäre.
Ist das in Ihrem Sinne oder ist beabsichtigt dieses Bild in nächster Zeit in Richtung Salutogenese – Sie würden vermutlich ‚Primär- Prävention/ Erkrankungs- Verhinderung’ sagen – zu ändern?
Liebe Grüße
W.Lackner

PS: Nicht bös sein, aber Ihr ‚im Volksmund fälschlicherweise „Vorsorgeuntersuchung“ genannt’, macht Ihre mails nicht gerade seriöser, wenn sie selber in Ihren Broschüren die ‚Vorsorgeuntersuchung’ nahezu inflationär verwenden.

„jede 8.-9. Frau“ erkrankt im laufe ihres lebens an brustkrebs und das ist keine angstmache sondern faktum.
lg
***
Ja, sehr richtig! Es ist Faktum, dass Medizin und Krebshilfe seit Jahrzehnten nicht schaffen, die von Ihnen angeführten Krebsraten zu reduzieren. Das heißt aber noch lange nicht, dass es nicht möglich wäre!
Im Internet- Zeitalter ist mit ein paar vergleichenden Mausklicks jedem ‚Milchmädchen’ schnell klar, dass die Krebsrate mit dem Wohlstands-/ Zivilisationsgrad korreliert, also eine Zivilisationserkrankung, und damit bestens vermeidbar, ist.
Anstatt das den Menschen zu sagen, verbreiten Sie Angst mit Aussagen wie ‚Jeder dritte von uns muss im Laufe seines Lebens damit rechnen, mit der schrecklichen Krankheit konfrontiert zu werden’.

Aber lassen wir’s vielleicht … Jemand, der mir nichtmal die simple Frage beantworten kann wieweit sein Verband sich zuständig/ kompetent sieht, ist keine Hilfe für mich. Ich nehme an, Ihr Präsident wird mir die Frage kompetent beantworten.
Danke für Ihre Mühe.
Liebe Grüße
W.Lackner

PS: Alles für gut, aber wieso Sie sich mir gegenüber so rechtfertigend, unkooperativ verhalten haben, war mir ehrlich gesagt nicht einsichtig. Für mich inkludiert eine heutige Unternehmens- und Vereins- Kultur mehr Offenheit und Interesse an Anstößen von außen.
Aber ich kann leben damit. Schade nur, dass Sie offensichtlich einen ganzen Bereich, der den Menschen jede Menge Leid ersparen könnte, glauben ausblenden zu müssen …
Ich hätte Ihnen gern geholfen …

Nun an den ‚obersten Chef‘ persönlich:

Lieber Herr Professor!
Dem Besucher der Krebshilfe- Internetseite (und dem Leser der Krebshilfe- Broschüren) bietet sich das Bild einer
a) reinen (Schul-)Medizinseite, der primär die Krebs- Erkrankten ein Anliegen sind und
b) einer m. E. unverantwortlichen Angst- und damit (umgekehrter Placebo- Effekt!) Krank- Mache mit grottenfalschen Aussagen wie ‚Brustkrebs ist nicht vermeidbar’ etc.
Wirkliche Erkrankungsvermeidungs- Aufklärung findet bei der Krebshilfe nicht statt, Hinweise auf die Vermeidbarkeit von Krebs sind nur in homöopathischen Dosen auszumachen und die wenigen Gesundheits- Tipps erinnern sehr an das ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass’- Prinzip.

Meine Frage: Ist dieser Eindruck (nach 30 Jahren Salutogenese) tatsächlich in Ihrem Sinne und liegt der Krebshilfe- Fokus primär auf den Erkrankten oder wollen Sie massiv an der Erkrankungsvermeidung mitarbeiten und dieses derzeitige Krebshilfe- Bild wird in absehbarer Zeit in dieser Richtung nachgebessert?

Liebe Grüße
W.Lackner

Nach Wochen:

Ich will nicht lästig fallen, aber könnten Sie mir bitte rückmelden ob diese email- Adresse aktiv ist/ mein Schreiben angekommen ist?
Danke!
W.Lackner
Sg Herr Lackner !

Ich teile ihre einschätzung und meinung in keinster weise, die informationspolitik der östereichsichen krebshilfe basiert auf den wissenschaftlich fundierten Erkentnissen und inkludiert natürlich auch die prräventive thematik in dem maße indem es dazu SERIÖSWISSENSCHAFTLICHE untersuchungen gibt.

Mit freundlichen grüßen

Univ. prof.dr.***

Diese Forderung nach ‚SERIÖSWISSENSCHAFTLICHEN‘ – ich dachte schon, er findet die shift- Taste nicht! 😉
Fakten erinnert mich fatal an die A….löcher, die immer wieder in allen Medien auftauchen und meinen, es gäbe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Gewalt- Filme, Videos und Spiele Gewalt bei Jugendlichen produzieren!!!!
Aber vermutlich hängen diese Leute so sehr an wissenschftlichen Arbeiten, weil ihnen der simple Hausverstand (nicht der vom BILLA! 😉
abhanden gekommen ist ….

 

2 Responses to Krebshilfe

  1. Inge Henneberg sagt:

    Das ist absolut typisch, warum sehen diese „Dummköpfe“ nicht ein, daß es immer besser ist Krankheit zu vermeiden als sie irgendwann durch diese sogenannten Vorsorgeuntersuchungen zu entdecken?
    Frau Mildred Scheel, frühere und bereits früh verstorbene Gattin unseres ehemaligen Bundespräsidenten, selber Ärztin und Vorsitzende der Krebsvorsorge, hat sich vehement für die Krebsvorsorge eingesetzt und ist letztendlich selber am Krebs noch relativ jung gestorben.
    Anstatt immer wieder viel Geld in die Forschung für neue Medikamente etc. zu stecken, was die Krankheitskosten weiter in unermeßliche Höhen treibt, sollte endlich eine bundesweite Aufklärung der Bevölkerung hinsichtlich optimaler Körperabwehr bzw. natürliche Lebenshaltung/Ernährung an alle Haushalte gehen.

    Selbst wenn vonseiten der Bürger nur einiges akzeptiert und umgesetzt würde, es wäre ein Anfang und soo einfach.

    Aber das Geschäft mit der Krankheit ist riesig, am Gesunden läßt sich nichts verdienen. So schauts aus, traurig aber wahr.

  2. KUHN Jean-Paul sagt:

    Die dauerhafte Heilung der Krankheiten durch die vegane Lebensweise sind keine „Einschätzung“ und „Meinung“ , sondern geprüfte Wirklichkeit . Ich hatte Bluthochdruck ( Ich kam öfters ins Schwitzen , um mich zu schützen gegen den Bluthochdruck ) , Anämie , einen blutender Magengeschwülst , Prostata Leiden und Alle „Nebenwirkungen“ der Medizin . Nach 2 Jahren veganer Lebensweise sind Alle diese Symptome dauerhaft verschwunden und Ich nehme keine Medizin mehr .
    Die „Krebshilfe“ kann nur weiterbestehen , solange der Krebs auch weiter besteht .

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