Geld ist böse!

Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit oder mit Hilfe der kostenlos sich verschenkenden Natur Lebenswichtiges, wie z. B. Nahrung produzieren, tauschen diese freiwillig gegen bunt bedrucktes Papier ein, freuen sich auch noch über dieses ‚gute Geschäft’ um es später gegen wertlosen, zumindest jedoch sicherlich völlig lebensunwichtigen Tand weiterzutauschen.
So weit haben wir uns bringen lassen!
Die Gegenstücke der wertlosen Glasperlen, die wir in der Hochblüte der Kolonialisierung den Indios und Schwarzen reinwürgten, werden mittlerweile uns allen angeboten. Ja, werden sogar gerne von uns gekauft!

Geld ist das Untaten- Verschleierungsmittel Nr. 1!
Geld anonymisiert Untaten, ja sogar Verbrechen!
Geld ist kein harmloses Tausch-, sondern ein perfides Verschleierungs- Mittel!
Nie würden wir wissentlich die Sauereien (mit)finanzieren, die wir unwissend durch unser Geld (mit)finanzieren!

Nie und nimmer würden wir Politikern, Direktoren und Managern das Vielvielvielfache unseres Einkommens bezahlen, wenn wir es in Naturalien sähen.
Niemand würde Waffen herstellen, wenn er das Leid, das sie anrichten, sehen würde.
Niemand würde seine Arbeitsleistung für Kriege, fürs Töten hergeben, wenn er die Auswirkungen sähe.
Niemand würde Produkte aus ‚Dritte Welt- Ländern’ beziehen, wenn er sähe, welche Armut er damit verursacht.
Niemand würde es mitverantworten wollen, dass Menschen die genauso hart arbeiten wie wir, in Armut leben.
Niemand würde Geld verwenden, wenn er die fatalen Zusammenhänge erkennen könnte.
Dennoch geschieht all das!
Dennoch tauschen wir mit Geld Gutes gegen Böses!
Dennoch lassen wir uns durch Geld die grauenhaftesten Zusammenhänge verschleiern!
Deshalb ist Geld nicht das neutrale Tauschmittel, als das es uns ‚verkauft’ wird, sondern ein höchst perfides Verschleierungsmittel für Dinge und eine Welt, die niemand will.

 

8 Responses to Geld ist böse!

  1. Inge Henneberg sagt:

    Ich sehe das nicht so negativ, eher als Mittel zum Zweck.

    Der Berufstätige verkauft seine Arbeitsleistung für Geld, weil er sich dafür alle nötigen Dinge inkl. Nahrung, Haus, Auto, Reisen usw. des täglichen Lebens ermöglichen kann.
    Man könnte auch „direkt“ ohne Geld tauschen, wäre aber deutlich umständlicher bzw. unmöglich – zumindest in unserer heutigen modernen Zeit.
    Das bedruckte Papier oder Plastik (GELD) ist also lediglich Mittel zum Zweck.

    Es geschieht also nicht der direkte umständliche Tausch mit Naturalien, sondern ein „indirekter“, sehe darin nicht unbedingt einen Nachteil, habe es aber auch niemals anders kennengelernt.

    • brumbee sagt:

      Entschuldige! Aber Du kannst payolis Text nicht wirklich gelesen haben. Genau gegen diese Deine Sicht, die die allgemeine ist, argumentiert er ja gerade. Noch dazu sehr gut, wie ich meine.

    • papamojo sagt:

      Wenn man den Wert, die Leistung oder das Objekt direkt sehen würde, was durch Geld symbolisiert wird, dann ist Geld tatsächlich dazu geeignet, Hintergründe zu verbergen.

      Das Geld, das ein Killer für einen Mord erhält, sieht genauso aus, wie das Geld, das eine Krankenschwester für die Pflege ihrer Patienten erhält.

  2. papamojo sagt:

    …dennoch würde es keine wirklichen Veränderungen nach sich ziehen, wenn man Geld abschaffen würde. Es wäre die klassische Symptombehandlung.
    Destruktiv ist nicht das Werkzeug, sondern der Geist, der es benutzt.
    Seit ewigen Zeiten fallen wir Menschen auf den Irrtum herein, dass Veränderungen und Verbesserungen nur an Systemen und bei anderen Menschen zu bewerkstelligen seien. Jiddu Krishnamurti hatte das in seinen Diskursen sehr deutlich gemacht. Keine Ideologie und kein Lehrer war in der Menschheitsgeschichte imstande, den Menschen den Frieden von außen heranzutragen. Frieden und positive Veränderung muss in jedem Einzelnen beginnen, um sich dann auch außen zeigen zu können.

  3. dreamcat sagt:

    @papamajo
    „Frieden und positive Veränderung muss in jedem Einzelnen beginnen, um sich dann auch außen zeigen zu können.“

    Danke für diese weise Sicht der Dinge!

    @payoli
    „Niemand würde Waffen herstellen, wenn er das Leid, das sie anrichten, sehen würde.
    Niemand würde seine Arbeitsleistung für Kriege, fürs Töten hergeben, wenn er die Auswirkungen sähe.“

    Wir alle sehen die Auswirkungen von Waffen und Kriegen täglich in TV, Zeitung, Internet. Ein Tag Afghanistan-Krieg weniger und alle derzeit darbenden ostafrikanischen Bauern und Mütter mit Kindern wären mit dem Wichtigsten versorgt. Was tun wir gegen solche Kriege?
    Ist es nicht eher so, dass wir diese „Filme“ an uns vorüber ziehen lassen und froh sind, nicht dort zu leben? Mitgefühl ja, aber wer verhindert die Nato Flugzeuge über Österreich, bevor und während wieder einmal irgendwo in Osten oder Süden bombardiert wird zum Zwecke des Ressourcen Erbeutens? Haben wir es nicht einfach toleriert, dass das schwere Gerät zum Zwecke des Morden uns Erbeutens bie jedem neuen Angriff auf ein Erdöl-Land durch und über Österreich transportiert wird? Wen kümmert’s, da uns all diese SChlächtereien durch die Medien als „gerechte“ Kriege verkauft werden?

    @payoli
    „Niemand würde Produkte aus ‚Dritte Welt- Ländern’ beziehen, wenn er sähe, welche Armut er damit verursacht.
    Niemand würde es mitverantworten wollen, dass Menschen die genauso hart arbeiten wie wir, in Armut leben.“

    Bist Du sicher?
    Ohne einen Vorwurf zu formulieren möchte ich einige Fragen stellen. Wie viele Menschen kennst Du persönlich, die ihre reife Rohkost mit bestem Gewissen aus Übersee per Flugzeug beziehen? Ich mehrere!
    Wo werden die (von Dir) kürzlich propagierten High Tec Mixer produziert? Woraus? Unter welchen Umständen? Mit welchem Energie-, Personen-, Ressourcen-Einsatz? Wo das Metall und Plastik dafür? Woher kommt der Strom für Herstellung und Betrieb des Produktes?

    Böses Geld? Dumme Menschen? Polemik ohne die Mechanismen des Geldes zu verstehen? Geld ist nach wie vor weder gut noch schlecht. Es ist, was wir dafür+daraus+damit machen. Und es hat den Wert und die Wirkung, die wir ihm zuschreiben bzw. zugestehen.

  4. Inge Henneberg sagt:

    Dann formuliere ich meinen Beitrag anders und frage; was ist die ALTERNATIVE zum Geld?
    Und bitte berücksichtigen: wir leben im 21. Jahrhundert mit Geschäften, Supermärkten, Reiseunternehmen, Hotels usw..

    • payoli sagt:

      Wenn ich antworten darf:
      ABSCHAFFEN des Geldes ist natürlich keine Alternative!
      Doch wäre eine Personalisierung durch einen bewussteren Umgang mit Geld (beim Biobauern kaufen anstatt bei Supermarktketten) oder bei Tauschkreisen mitmachen sehr wohl eine Alternative!
      Da die grenzenlose Kommunikation via Handy und Internet möglich ist könnte ich mir auch einen elektronischen Geldverkehr ‚mit Mascherl‘ vorstellen der anonyme Sauereien verhindert.

  5. Inge Henneberg sagt:

    Danke, dann bin ich auch da auf dem richtigen Weg.
    Je mehr man mit der Natur lebt, desto weniger nimmt man am üblichen Konsum teil, man wird also unabhänger, wunderbar.

    Du hast mir mit Deinen Informationen schon sehr geholfen.

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