Soziales Lecken

Kürzlich habe ich hier vom ‚Geheimnis Hinsehen‘ erzählt. Dabei soll sowohl durch alte Gewohnheiten unsichtbar Gewordenes, als auch aus ‚Ego- schützenden‘, psychologischen Gründen Verdrängtes, als auch Zivilisations- Ausgeblendetes, wieder sichtbar (gemacht) werden.
Ein Beispiel für letzteres erlebte ich selber, indem ich in meiner langen und leidvollen Krankengeschichte zwar sehr viele Ernährungs- Experimente machte, aber nicht erkennen konnte, dass die zu lange schon zurückliegende Entscheidung alles zu kochen/ zu erhitzen der ‚Kardinal- Irrtum‘ war.
Seither bin ich sehr wachsam und habe auch schon zahllose ähnlich blinde Flecken entdeckt, von denen ich hier ja regelmäßig berichte.

Eine ganz wunderbare, aber leider völlig vergessene Sache ist das soziale Lecken!
Nein! Ich bin nicht verrückt geworden! 😉
Es ist nur so tief verschüttet in unserer Tabu- Gesellschaft, dass es seltsam anmutet.

Dabei ist aus der Verhaltensforschung bekannt, dass der weit überwiegende Teil der Säugetier- Kommunikation und Bindungen über das Lecken passiert.

Ein kurzer Einschub:
Auch über das wunderbare Geschenk der unbedingten Liebe haben wir hier schon gesprochen. Es ist einfach schöner, befriedigender und harmonischer, wenn wir einfach geliebt werden, ohne etwas dafür tun zu müssen.
Ein Großteil davon passiert über Hormonausschüttungen. Und eben ganz ‚automatisch‘ und ohne unser Zutun; also wie ein Geschenk!

Und Lecken setzt, das ist mess- und nachweisbar, für den der Tiere beobachtet und noch ‚wirklich hinsehen‘ kann auch sichtbar, das Bindungshormon Oxytocin frei, das uns in der Folge durch vermehrte Zuneigung zu anderen beschenkt.
Das sind einfach Dinge die in längst zurückliegenden Zeiten so in uns angelegt wurden. Ob wir das wollen, glauben und nutzen oder nicht!
Nur ist es einfach ein wunderbares und vorhandenes feature; dumm es nicht zu nutzen.
Klar kann man auch sagen ‚Ich liebe Dich‘, Rosen schenken oder ein Herz in den Himmel fliegen lassen, aber Oxytocin wird dabei weniger ausgeschüttet als bei diesen uralten ‚Primitivprogrammen‘.

Mir ist klar, dass nun nicht jedermensch sofort die Supermarktkassiererin oder den Taxifahrer ablecken kann und wird. Doch sind immer noch genug Nischen in jedermenschs Umfeld zu finden, in denen man sich an diese ’neuen Freuden‘ heranwagen kann.

Es liegt der Schluss nahe, dass auch unsere Immunsysteme durch umfassendere Informationen unserer Gegenüber – die natürlich auch durch Lecken besser ausgetauscht werden – nur profitieren können.

Auch aus homöopathischer Sicht können ‚Partner- Verdünnungen‘ uns diese nur näherbringen, uns über sie ‚besser informieren‘ …

Aber abgesehen von allen komplizierten Erklärungen: Es ist, hat man erstmal, eventuell vorhandene alte Hemmungen überwunden, einfach nur schön … 🙂

 

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