Alltägliche Persönlichkeits- Destruktion

Es gibt Berufe hinter denen die Persönlichkeit verschwindet, Leben in denen Frühstück, Mittag- und Abendessen bloß als Kontrollpunkte dienen, die zeigen, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist.
Berufe in denen einstmalige Persönlichkeiten hinter Bürowänden, Bildschirmen, in Fabrikshallen, also in der Anonymität verschwinden. Sie reden miteinander, aber verständigen sich nicht. Sie sind anwesend, spüren sich aber nicht. Sie hören anderen zu, nehmen aber nicht Anteil.
Viele halten das für das normale Berufsleben, ich sehe darin das düster- traurige Bild einer menschlichen Psyche die emotionale Probleme hat.
Solch ein Leben, solche Jobs können nicht nur zu burn-out führen, sondern sind der Wegbereiter für Gefühlsblindheit (Alexithymie).
Davon betroffene Menschen können weder eigene noch fremde Emotionen wahrnehmen und agieren sehr zurückgenommen. – Also eigentlich ohnehin wie der typische Zivilisationsmensch 😉

Warum wir an solch einer Depersonalisierung zugrunde gehen?
Ganz einfach! Wir sind dafür nicht ‚gebaut‘!
Sieh Dir unsere bedürfnisbildende Frühgeschichte – die uns die Primaten bis heute konserviert haben – an. Wir sind Familien- bis Gruppenwesen mit individuellen Bedürfnissen und Charakteren. Es ist uns ein Urbedürfnis, als solche in der uns vertrauten Gruppe wahrgenommen zu werden.

DAS bitte beachte, wenn Du einen Job wählst oder bereits ‚in diesem aufgehst‘.

 

2 Responses to Alltägliche Persönlichkeits- Destruktion

  1. kuddels sagt:

    Die Arbeitgeber freut doch eine solche Entwicklung,denn “ Dummer Arbeiter — guter Arbeiter!!!
    Namen ?? Nee , Nummer ! genügt, möglichst alles emotionslos !!

  2. Inge Henneberg sagt:

    Naja, wie die Primaten leben möchte ich aber auch nicht, sind halt Tiere.

    Und da noch immer nicht alle Menschen tun können (dürfen) was sie möchten (Wunschberuf) und ganz simpel das Geldverdienen vorrangig ist, hat man leider keine Wahl.

    Wir haben alle eine sehr hohe Lebensqualität erreicht, der Preis dafür ist moderne Versklavung.
    Man kann sich dem entziehen wenn man will, das bedeutet aber entweder finanziell unabhängig zu sein oder unter Umständen kein Dach über dem Kopf zu haben und nur von dem zu leben was man in der Natur so findet.
    Allerdings – die heute schon so leben sind Obdachlose, die meistens auch Alkoholiker sind, warum wohl?

    Ideal wäre es seinem Wunschberuf nachgehen zu können (gilt aber nur für wenige) einen eigenen Garten inkl.Haus zu besitzen (haben auch nicht alle) und auch von dem zu leben, was die Natur bietet.
    Wenn das nicht reicht sollte jeder die finanz. Möglichkeit haben zuzukaufen bzw. sich am globalen Angebot zu bedienen.

    Das wäre dann das Paradies, aber wie die Realität zeigt, reines Wunschdenken, leider.

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