Schwarze Pädagogik

Kürzlich war in Wien, durch die Vorfälle am Wilhelminenberg, wieder das Kinder- Missbrauchs- Thema virulent.
Woher kommen, wie entstehen solche oft wahnwitzigen Übergriffe und grottenfalschen bis gemeingefährlichen Denkmodelle?
Wie Paradisianer mittlerweile wissen, hat ALLES eine URSACHE. So auch so schlimme Missbrauchs- und Gewalt- Themen Kindern gegenüber.
Das, im 19. Jahrhundert aufkeimende mechanistische Weltbild fasste zum Beispiel 1857 der Lehrer Tuiskon Ziller für sein Gebiet mit ‚Die Kraft der Kinder muss gebrochen werden, wenn sie nicht zu biegen ist‘ zusammen. Auch befand er, dass Kinder ‚von Natur aus nichts, nur der rohe Stoff, den der Erzieher bearbeitet‘ sind und kam so nur dem Zeitgeist nach, dessen beginnende Industrialisierung nach leicht verfügbarem ‚Menschenmaterial‘ verlangte.
Heute muten solche Irrwege und Meinungen absurd, ja fast unglaublich an, weil man einfach mehr weiß über Entwicklungen, über Verhalten, über Kinder und Menschen.
Unser Mehrwissen bedeutet jedoch nicht, dass wir heute keine Fehler mehr machten!
Im Gegenteil, wir irren noch genauso oft und heftig. Bloß auf anderen Gebieten. Der Irrtumszug ist sozusagen ein Stück weitergefahren und hält nach der Kinder- nun an der Tier- Station. Wenn früher Kinder bloßes ‚Material‘ waren sind das heute für viele noch immer die Tiere. Sie werden unschuldig inhaftiert und ermordet für bloßen Gaumenkitzel.

Sieht man sich einige solche Erkenntniswege genauer an, fällt der immer gleiche Mechanismus auf:

Wir sind immer zu überheblich und halten in unserer Dummheit alles Unbekannte für simpel.

Erst beim Näherkommen begreifen wir oft erst die wunderbare und gigantische Komplexität alles Natürlichen.

Vielleicht könnten wir uns das ‚hinter die Ohren‘ schreiben und erstmal von allem annehmen, dass es unendlich vielfältig, bunt, kompliziert, komplex und wunderbar ist.

Fang vielleicht gleich bei ‚Deinem Nächsten‘ damit an! 😉

 

4 Responses to Schwarze Pädagogik

  1. dreamcat sagt:

    ja. heute z.B. waren erstmals in diesem Jahr eine Sippe trillernden Schwanzmeisen zu Besuch an den Meisenknödeln. Das lässt auf Schnee oder Kälte in den kommenden Tagen schließen. Sie kommen immer erst bevor’s richtig kalt wird. Wunderhübsche schwarz-grau-weiße, attraktiv gemusterte Kugerln mit Schwanzerl und Schnaberl. So herzig, so hungrig, so hübsch anzuhören auch. Glücklicherweise gehört das Verspeisen von Meisenmägen und Spatzenbrüstln (was hunderte für 1 Mahlzeit für 1 Menschen erfordern würde) nicht in unseren Speiseplan.
    Also besteht vielleicht eh noch Hoffnung für die Menschheit?

  2. nitram78 sagt:

    Alles nicht Bekannte hat laut Studien ein „einheitliches“ Gesicht. Erst durch Wissen, durch Erfahrung, durch Begegnung, durch Berührung, bekommen wir Zugang zu den bis dahin verschlossenen Türen der anderen Lebensarten und -wesen. Was wir nicht kennen gelernt haben, wird als fremd eingestuft und häufig kaum wahr-genommen. So wurden und werden ganz offensichtlich Kinder, Tiere und andere Lebewesen, die „unbekannt“ erscheinen, entweder ignoriert oder abqualifiziert und ihrer „Würde“ beraubt wie Raubtiere in Zirkuskäfigen.

  3. dreamcat sagt:

    ich glaub, schöner lassen sich payolis worte nicht unterstreichen.

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