Bisphenol A …

… oder kurz BPA genannt ist mittlerweile in unser aller Leben allgegenwertig, da es in Kunststoffen vorkommt und dort nicht verbleibt. Ganz im Gegenteil es verbreitet sich in die Umwelt durch Säuren wie Kohlen- oder Frucht- Säuren, durch Hitze, Schweiß und durch Abrieb. Das heißt, es ist ihr kaum zu entkommen, egal ob wir den entsprechenden Kunststoff als Kleidung tragen, aus ihm trinken, in berühren, mit ihm mixen, aufbewahren, servieren, abbürsten, und, und, und.
Was daran schlimm ist?
Dieser Stoff wird für viele Erkrankungen wie z.B. Unfruchtbarkeit, Prostata- und Brustkrebs und Adipositas verantwortlich gemacht.

Seit dem Film ‚Plastic Planet‘ versuchen immer mehr Menschen diesem Plastik- Wahnsinn zu entkommen, was, wie einige Dokumentationen, die solche Familien zeigen, klarmachen.
Aber auch der eigene Versuch bringt viel ins Bewusstsein, das schon der alltäglichen Selbstverständlichkeit anheim fiel.
Dieser Unbewusstheit dürfte es auch zu danken sein, dass selbst ‚Entwicklungs- rückständige‘ Länder wie Äthiopien von Plastik(säckchen)müll übersäht sind und dass sich z.B. im Pazifik nahe Hawaiis ein Plastikmüllwirbel von der Größe Mitteleuropas dreht.
Was ‚Jute statt Plastik‘ das in den 1970er- Jahren für manchen vielleicht noch schrullig geklungen hat, ist nun überlebensnotwendig geworden.
So überlebensnotwendig, dass man jedermensch nur dringend empfehlen kann, seinen eigenen Lebensbereich höchst genau und kritisch auf Kunststoffe ‚abzuklopfen‘.
Dabei sollte man natürlich schon mit Bedacht vorgehen und z.B. langlebige und in Gebrauch befindliche Kunststoff- Produkte ev. ‚auslaufen‘ lassen.
Es stellen sich allein schon beim Neukauf genug Probleme. Den Weizen oder die Äpfel kann man sich im Bioladen leicht in die mitgebrachte Tasche füllen lassen, Plastik- sind auch noch einigermaßen durch Glas- Flaschen ersetzbar. Doch bei Cremen, Shampoos, etc. wird es schon schwieriger.

Doch don’t panic! 😉
Die Gerechtigkeit ist glücklicherweise allgegenwärtig!
Meist ist in Plastik Verpacktes ohnehin nur unnötiger Krempel 🙂
Bei Obst- und Gemüseverpackungen ist sicherlich noch viel Zivilcourage und Meinungsbildung gefordert.
Zumindest der Verzicht auf das fast schon obligate Nylonsackerl im Supermarkt sollte wohl jedermensch gelingen …

Also, vielleicht magst Du ja auch in dieses – zumindest – Plastik- arme Boot steigen und in Richtung Gesundheit, Müllvermeidung und schönerer Umwelt segeln.
Ich verspreche Dir, auch Du wirst staunend einige ‚blinde Flecken‘ in Deinem Verhalten entdecken.

PS: Ein m.E. ganz böser Anschlag auf unsere Gesundheit läuft zur Zeit relativ unbemerkt ab: Neue Wasserleitungsrohre werden vermehrt bis teilweise schon lückenlos in Kunststoff verlegt!

 

3 Responses to Bisphenol A …

  1. Inge Henneberg sagt:

    Kunststoff-Wasserleitungsrohre, früher sogar aus dem schädlichen PVC, werden inzwischen vielerorts wieder ausgewechselt gegen andere PVC-freie Leitungengrohre, es gibt wirklich kaum noch andere Wasserrohre – auch für Trinkwasser – als auch Plastik.

    Wer es sich allerdings leisten kann nimmt zumindest für sein Eigentum innerhalb des Hauses Edelstahlrohre.

    Aber danke daß Du nochmal daraufhinweist, in meinem Bioladen ist Selbstbedienung mit so superdünnen Plastiktüten, die ich bisher zu Hause als Mülltüten weiterverwendet habe.
    Zukünftig werde ich dieselben Tüten auch im Bioladen bei neuen Einkäufen immer wieder mitbringen und wiederverwenden, da im Grunde unkaputtbar, brauche ich zumindest keine neuen mehr.

    Ansonsten – da ja gesundheitsbewußte Verbraucher eh keine Fertigprodukte kaufen – hält sich die Plastikverpackung in Grenzen.

    In meiner Wohnung bzw. Küche gibt es nicht eine Plastikschüssel oder sonstwas, einzige Ausnahmen sind Monitor, Telefon und Stromkabel und da habe ich leider keine Alternativen.

  2. Thalea sagt:

    Jahrelang wurde ich mit Tupperware großgezogen. Wir haben quasi alles darin transportiert, unsere Schulbrote, Bastelsachen und auch die frische Wurst vom Metzger.
    Heute denke ich darüber nach, wie ich frische Wurst und Käse nach Möglichkeit ohne Plaste nach Hause getragen bekomme. Die Tupperware ist offensichtlich dann nicht mehr möglich. Aber auch bei den Fleischereien, Wurst- und Käsetheken werden die Produkte in ein beschichtetes Folienpapier gewickelt, welches meines Wissens nach meist mit Kunststoffen überzogen ist.
    Kennen Sie hier eine sinnvolle Alternative?

    Leider sehe ich in vielen Bereichen, dass Verpackungen und technische Geräte aus Kunststoffen hergestellt werden. Bei vielen dieser Produkte habe ich nicht den Eindruck, dass sich dies in den nächsten Jahren massgeblich ändern wird.
    Ich hoffe jedoch sehr, dass sich die produzierende Wirtschaft Gedanken über Alternative Werkstoffe macht.

    • payoli sagt:

      Meines Wissens nach bestehen Tupperware- Produkte aus Polypropylen, das (noch) als unbedenklich gesehen wird.
      Bisphenol A ist in Polycarbonat enthalten; oft erkennbar an einer ‚PC‘- Prägung.
      Fehlt eine Kennzeichnung sind beide Kunststoffe durch ihr Aussehen zu unterscheiden. Polycarbonat hat meist eine glänzende Oberfläche und ist eher hart und durchsichtig.
      Polypropylen- Oberflächen sind eher matt, es ist biegsamer und milchig in der Durchsicht.
      In Deinem Fall allerdings, denke ich gewännst Du mehr durch Weglassen von Fleisch und Käse, als durch einen Wechsel der Verpackung 😉

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