Todmorden

8. Januar 2012

Nein, diese Überschrift verheißt nichts Böses, sondern ganz im Gegenteil!
In der englischen Stadt Todmorden hat sich das guerilla gardening so sehr ausgebereitet, dass die Stadt praktisch zur Selbstversorgerstadt wurde.
Nicht nur in zahllosen Gärten, sondern auch auf öffentlichen Plätzen, in triesten Ecken und auf anderen brachliegenden Flächen, ja sogar am Friedhof wächst nun Essbares.
Wär‘ das nicht auch ein Projekt für Dich oder Deine Stadt, Dein Dorf!?
Wäre es nicht ein viel sinnvolleres Gedenken an unsere Verstorbenen, wenn unsere Himbeeren aus deren Herzen wüchsen? Wäre es nicht nett und rationell, wenn wir uns an der Bushaltestelle unser Gemüse aus der Erde ziehen, und andernfalls die Wartezeit mit ein wenig Beetpflege abkürzen, könnten?
Jeder könnte gratis zugreifen, jeder dürfte sich gesunden Ausgleich leisten und ein wenig mitgärtnern …
Es wäre doch wunderbar, wenn schon die Kleinen im Kindergarten ihr Beetchen hätten und der meist trieste Seniorenheim- Alltag durch frisches Grün und leichte Arbeit in frischer Luft und am Hochbeet unterbrochen würde …
Noch einfacher und jeder Gemeinde/ Kommune ans Herz gelegt: Obstbäume brauchen nicht mehr Pflege und sind nicht teurer als Zierbäume und würden für Notzeiten vorsorgen und bis dahin viel Freude und Gesundheit stiften.
Nicht zuletzt würde ich tippen, dass damit wieder das Ansehen und der Wert von Essbarem erhöht würde und dass viele Menschen, die jetzt am Rande der Gesellschaft stehen eine erfüllende Aufgabe und Aufwertung erführen.
Also, lieber Zukunfts- Guerilla! paradise your life indem Du Deine Johannisbeerbüsche und Himbeerstauden teilst und Dich im Dunkel der Nacht zur nächsten Verkehrsinsel schleichst … 😉
Oder ruf schlicht und einfach Deinen Bürgermeister an und besprich diese wunderbare Idee mit ihm!
– Ich komm dann vorbei um zu nasch…., äh, um umzugraben … 😉