Krebs

25. Februar 2012

Obwohl es ‚tötlichere‘ Krankheiten gibt ist ‚Krebs‘ ein absolutes Furcht- und Schreckens- Wort.
Wie ohnmächtig wir, trotz aller ‚Krebs besiegt‘- Blablas und anderen verfrüht falschen Jubelmeldungen, dieser Erkrankung gegenüberstehen zeigen zwei kürzlich erschienene Bücher.
Der indisch- stämmige Onkologe Siddhartha Mukherjee spannt in „Der König aller Krankheiten“ den Geschichtsbogen von der ersten Krebsbeschreibung 2600 v.Chr. bis heute. Nicht nur, dass diese lange Zeit unsere Ohnmacht der Erkrankung gegenüber mehr als verdeutlicht, sieht auch der Autor und Krebs- Fachmann keine wirklich erfolgreiche Krebstherapie für die nächste absehbare Zeit, ‚flüchtet‘ sich aber, wie so viele, in, meines Erachtens irreale, Gentechnik- Hoffnungen.
Ganz anders geht das Krebsbuch des Medizin- Journalisten Kurt Langbein („Radieschen von oben“) an das Thema heran. Langbein war selber von Prostata- Krebs betroffen und erlebte als Patient, um nicht zu sagen als Medizinopfer die Ohnmacht eines Krebskranken hautnah mit.

Selbst wenn das renomierte ‚Time Magazin‘ sich bei Sid Mukherjee’s Buch sich zu einem ‚Eines der besten, zugänglichsten und wichtigsten Wissenschaftsbücher die je geschrieben wurde‘ aufschwingt, haben beide Bücher mit tausenden anderen gemeinsam, dass sie viele, viele Seiten, zum Teil höchst interessant füllen, aber an den einfachsten, aber effizientesten Überlegungen völlig vorbeigehen:
Wir sind in unserem naturfernen, menschlichen Tun so selbstverliebt und betriebsblind, dass offensichtlich niemandem auffällt, dass Krebs primär ein Zivilisationsproblem, und damit ein selbstverursachtes, ist.
Ich kann und will natürlich niemandem garantieren, dass eine naturnahe und artgerechte Lebensweise jeden Krebs heilen oder Krebs verhindern kann. Doch frage ich mich angesichts dieses unendlichen Leids immer wieder, was die Menschen davon abhält, es einfach auszuprobieren.
Schlimmste Präparate mit noch schlimmeren Nebenwirkungen, wie von der Chemotherapie – einem Kriegswaffen/ Giftgas- Ableger! – bekannt, werden unhinterfragt angenommen, obwohl deren Erfolgsquoten mehr als dürftig sind. Aber eine wunderbare, garantiert nebenwirkungsfreie Lebensweise, mit allerhöchster Erfolgswahrscheinlichkeit – siehe Tierreich! – wird in tausenden Büchern und Forschungsarbeiten, wird von den Ärzten und Patienten einfach ignoriert!
Solch eine Betriebsblindheit, solch eine fest und bis über beide Augen gezogene Narrenkappe verstehe noch jemand …
Oder anders formuliert: Was sind schon all diese Menschenversprechungen, wenn Du doch diese wunderbaren Natur- Geschenke und Fakten zur Hand hast!