Whitney Houston’s Leben und Tod

3. März 2012

Eine wunderbare Musikerin?
Eine unvergleichliche Karriere?
Ein schmerzlicher Verlust für Angehörige und Fans?
Oder was könnte uns ihre Geschichte sonst noch sagen wollen?
Was hat dieses Thema in zu suchen?

Der wunderbare Filmemacher Rudi Dolezal meinte zum Leben und Tod Whitney Houston’s sinngemäß, er kenne viele solcher Ausnahmestars persönlich, weiß um ihre Drogen- Eskapaden, kennt ihr Gezicke, ihre hohen Ansprüche und ihre Probleme. Aber er würde nie ein schlechtes Wort über sie sagen, denn sie brachten es nur deshalb an die Spitze, da sie ein ’seltenes Gen‘, einen unbändigen Anspruch haben, top zu werden und sich immer wieder selbst zu übertreffen. Über ihnen hat nur mehr der Himmel Platz.

Ich sage dazu, das ist ein Anspruch, ein Programm, das immer scheitern MUSS!
Das ist ähnlich wie gegen ein Computerspiel zu spielen, das immer wenn man meint es draufzuhaben‘ den level erhöht und noch schneller, noch schwieriger wird. Man KANN nicht gewinnen!
Man kann sich auch nicht ‚ewig‘ toppen!

Und warum war Whitney Houston gerade in unserer Zeit ein Star?
Sie passte genau in diese Gesellschaft, in diese Zeit. Sie war ein Kind dieser Zeit. Sie spiegelte uns genau unseren heutigen Lebensstil, des immer mehr, immer schneller, immer teurer, immer besser.
Wir alle leben diesen Wahnsinn! Wir alle wählen tagtäglich ein Spiel das wir nur verlieren können. Wir toppen uns tagtäglich!
Firmen bringen Dinge raus, die vor Jahren noch völlig undenkbar gewesen wären. Konsumenten nehmen alles Angebotene bereitwillig an, geben dafür ihr letztes Geld aus.
Wir verlassen Geschäftspartner und Partner für geringfügige Cent- Beträge, oder einige Falten, weniger! Wir zerstören bereits unsere Kinder, indem wir ihnen über kalte Noten unterschwellig ihr – vermeintliches – ‚Ungenügen‘ spiegeln.
Wir zerreißen Familienbande indem wir Alte abschieben, wenn sie sich nicht mehr ‚rechnen‘.
Frauen wollten sich emanzipieren um den Preis, dass sie zu ihren familiären full time- Jobs auch noch die Karriere hinzunahmen. Männer – so eine aktuelle Umfrage – werden von heutigen Frauen im Beruf als harte Karrieristen und zu Hause als liebevolle Väter und softe Liebhaber gewünscht.

Wir legen uns unsere Latten in Höhen, die kaum noch zu überspringen sind.
Wir sägen an unseren eigenen Ästen!
Wir sind wahnsinnig geworden!

Wir müssen uns nicht toppen! Wir sind bereits wunderbar!
Wir brauchen nicht immer neue Produkte, Therapien, Kicks! Die Welt ist längst voll der Fülle!
Wir brauchen keinen Partner zu verlassen! Er ist wunderbar und ‚verdient‘ unsere bedingungslose Liebe.
Wir brauchen keine Zweit- und Dritt- Belastungen auf uns zu nehmen! Unsere Stärken und Talente, die jeder hat, genügen für eine wunderbare Welt.
Sehen wir doch primär die Stärken unserer Kinder nicht deren – vermeintliche – Schwächen!!

In diesem Sinne: 😉