Whitney Houston’s Leben und Tod

Eine wunderbare Musikerin?
Eine unvergleichliche Karriere?
Ein schmerzlicher Verlust für Angehörige und Fans?
Oder was könnte uns ihre Geschichte sonst noch sagen wollen?
Was hat dieses Thema in zu suchen?

Der wunderbare Filmemacher Rudi Dolezal meinte zum Leben und Tod Whitney Houston’s sinngemäß, er kenne viele solcher Ausnahmestars persönlich, weiß um ihre Drogen- Eskapaden, kennt ihr Gezicke, ihre hohen Ansprüche und ihre Probleme. Aber er würde nie ein schlechtes Wort über sie sagen, denn sie brachten es nur deshalb an die Spitze, da sie ein ’seltenes Gen‘, einen unbändigen Anspruch haben, top zu werden und sich immer wieder selbst zu übertreffen. Über ihnen hat nur mehr der Himmel Platz.

Ich sage dazu, das ist ein Anspruch, ein Programm, das immer scheitern MUSS!
Das ist ähnlich wie gegen ein Computerspiel zu spielen, das immer wenn man meint es draufzuhaben‘ den level erhöht und noch schneller, noch schwieriger wird. Man KANN nicht gewinnen!
Man kann sich auch nicht ‚ewig‘ toppen!

Und warum war Whitney Houston gerade in unserer Zeit ein Star?
Sie passte genau in diese Gesellschaft, in diese Zeit. Sie war ein Kind dieser Zeit. Sie spiegelte uns genau unseren heutigen Lebensstil, des immer mehr, immer schneller, immer teurer, immer besser.
Wir alle leben diesen Wahnsinn! Wir alle wählen tagtäglich ein Spiel das wir nur verlieren können. Wir toppen uns tagtäglich!
Firmen bringen Dinge raus, die vor Jahren noch völlig undenkbar gewesen wären. Konsumenten nehmen alles Angebotene bereitwillig an, geben dafür ihr letztes Geld aus.
Wir verlassen Geschäftspartner und Partner für geringfügige Cent- Beträge, oder einige Falten, weniger! Wir zerstören bereits unsere Kinder, indem wir ihnen über kalte Noten unterschwellig ihr – vermeintliches – ‚Ungenügen‘ spiegeln.
Wir zerreißen Familienbande indem wir Alte abschieben, wenn sie sich nicht mehr ‚rechnen‘.
Frauen wollten sich emanzipieren um den Preis, dass sie zu ihren familiären full time- Jobs auch noch die Karriere hinzunahmen. Männer – so eine aktuelle Umfrage – werden von heutigen Frauen im Beruf als harte Karrieristen und zu Hause als liebevolle Väter und softe Liebhaber gewünscht.

Wir legen uns unsere Latten in Höhen, die kaum noch zu überspringen sind.
Wir sägen an unseren eigenen Ästen!
Wir sind wahnsinnig geworden!

Wir müssen uns nicht toppen! Wir sind bereits wunderbar!
Wir brauchen nicht immer neue Produkte, Therapien, Kicks! Die Welt ist längst voll der Fülle!
Wir brauchen keinen Partner zu verlassen! Er ist wunderbar und ‚verdient‘ unsere bedingungslose Liebe.
Wir brauchen keine Zweit- und Dritt- Belastungen auf uns zu nehmen! Unsere Stärken und Talente, die jeder hat, genügen für eine wunderbare Welt.
Sehen wir doch primär die Stärken unserer Kinder nicht deren – vermeintliche – Schwächen!!

In diesem Sinne: 😉

 

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3 Responses to Whitney Houston’s Leben und Tod

  1. susisu sagt:

    Ich bin bei Dir, payoli!
    Auch ich wünsche mir oft eine andere, weniger ver-rückte Zeit.
    Es passt tatsächlich immer alles zusammen. Nichts ist zufällig. Alles spiegelt uns uns selber. Wir selber haben uns diesen Irrsinn geschaffen, wollten ihn und leiden nun unter ihm.
    Sehr guter Artikel. Danke!
    Liebe Grüße und viele Bussis von
    SusiSu

  2. Inge Henneberg sagt:

    Wieder einer jener Kommentare, die ich besonders liebe.

    Auch das Beispiel der emanzipierten (Karriere-) Frau ist absolut treffend, es hat sich immer wieder bestätigt, daß Familie und Job nicht funktionieren, reines Wunschdenken, einer (meistens die Kinder) bleibt auf der Strecke, aber auch die Lebensqualität kommt zu kurz.
    Um bei den Prominenten zu bleiben, Whitney Houston führt die traurige Liste der viel zu früh Verstorbenen fort:
    (Marilyn Monroe, Elvis, Presley, Michael Jackson, Amy Winehouse ,usw.)

  3. moka sagt:

    Eigentlich unfaßbar, jeder bedauert die „armen“ Stars und möchte insgeheim so sein wie sie. Aber eigentlich auch kein Wunder wird uns von Kindesbeinen an eingeredet wie wir sein sollen. Mit der Waffe Angst werden wir gefügig gemacht. Als erstes von den Eltern, gefolgt von Lehrern und, und, und,……….Doch wenn man drauf kommt, dass wir die Wahl haben, ohne schlimme Folgen befürchten zu müssen, erst dann ist m. E. ein payoli-leben möglich!
    Deshalb traut euch Leute! Soviele haben es schon geschafft und es werden immer mehr!

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