Seitensprünge sind ‚Ausrutscher’ …

… meinen wir gemeinhin. Haben wir uns in unserer Gesellschaft doch auf die Einehe geeinigt und halten sie für gut und richtig.
Warum nur passieren dann dennoch praktisch immer wieder derartige ‚Ausrutscher’?

Sind es etwa gar keine Fehlleistungen oder Charakterschwächen, sondern ist das vielleicht die Durchsetzungskraft eines Teiles der Natur in uns und damit unsere wahre Natur?

Zweifellos hat die Exklusiv- Partnerschaft ihre Wurzeln in einem alten Naturaspekt, ist mit ihrem Treueversprechen aber auch ein Kind unserer Kultur.
Während in Seitensprüngen eher ein anderer Natur- Aspekt durchbricht.

Beide Seiten, beide Sichweisen sind fest in der Evolution verankert und haben ihre Daseinsberechtigung.
Die Exklusivpartnerschaft bietet zweifellos viel Sicherheit und damit einen Vorteil für den Nachwuchs.
Umgekehrt war die Verbreitung des ‚besten Samens’ Jahrmillionen lang erprobtes und bewährtes Auswahlerfolgs- Rezept der Evolution.
Auch diese Art des Paarungsverhaltens ist damit ein Teil unserer ‚wahren‘ Natur!

Damit rede ich nicht dem Ehebruch oder Partner- ‚Betrug’ das Wort, sondern möchte nur zeigen, dass Partnerwechsel absolut nichts Verwerfliches ist und mehr oder weniger in unseren Genen steckt.

Doch nicht nur das! Genau besehen ist dieser, von vielen heute als ‚niederer Trieb’ missachtete ‚Drang‘ der Männer, möglichst viele Weibchen zu ‚bespringen‘, der Ur- Keim der zu Recht so hochgeschätzten Liebe.
Was sich evolutionär, seit Säugetier- Zeiten als Mutterliebe manifestierte und zur allgemeinen Liebe weiterentwickelt wurde, entsprang in noch früheren Zeiten dem männlichen Fortpflanzungsdrang, sozusagen der Liebe zu den Weibchen.

Deshalb missachtet mir bitte unsere Triebe nicht!
Sie sind es, die uns überleben ließen, leben lassen und uns die Liebe lehrten …

Dass einige Menschen sich immer noch für die Krone der Schöpfung halten und auch in dieser Beziehung die Kultur, ‚den Anstand’ und die ‚Kontrolliertheit’ hochhalten ist zwar ein löbliches Sehnen nach Höherentwicklung. Das Vergessen und Geringschätzen unserer Wurzeln aber, ist ungerechtfertigt überheblich.
Die Natur hat eine einmalige Erfolgsgeschichte hervorgebracht. Während die Kultur sich eher mit Gekünstelt- und Verlogenheit abmüht …

Damit soll nichts gegen eine treue Form der Partnerschaft gesagt sein! Ich freue mich über jedes mitsammen alt gewordene Pärchen von ganzem Herzen. Aber niemand soll sich wegen – für manche – unerreichbarer, künstlicher Auflagen verrückt und unsicher bis unglücklich machen lassen! Wir können auch stehen zu unserem So- Sein, zu unserer Natur.

 

3 Antworten zu Seitensprünge sind ‚Ausrutscher’ …

  1. Constanze sagt:

    Sorry, stimme in vielen mit dir überein, aber das ist in meinen Augen blanker Unsinn. Wenn sich der Mensch so verhielte, wie ihm angeblich seine Natur vorschreibt oder wie in der Natur damals, als wir noch in der Horde lebten (wenn überhaupt) , dann kämen viele Menschenmännchen gar nie zum Zug!!!
    Das sind nur die Bosse, die stärksten und Klügsten und gleichzeitig friedferigen, die in der Tierwelt sich vermehren dürfen. Die anderen machen es dann mehr oder weniger heimlich, sonst riskieren sie ordentlich Prügel oder – sie setzen sich durch.
    Ein Leben nach dem „so sein“ so wunderbar es sein kann, hieße es aber doch auch für den Mann, sich für die Chance auf regelmäßigen Sex behaupten und gegen Rivalen durchsetzen zu müssen. Teilweise ist es ja so heutztage, nur mit anderen Mitteln. Ganz schön anstrengend, meinst du nicht? Nicht nur das, seinen „Harem muss er auch beschützen“ können. Lachlach.
    Und weiterhin: Wenn alles die Natur so gut regelt, wozu frage ich mich, hat der Mensch (Mann) dann den Verstand, den hat er doch auch von der Natur oder doch von den Argonauten? Möglicherweise ist das ja doch sein Glück? Nämlich sich denken zu können, wenn er seinen Trieben – auch wenn naturrichtig- nachgiebt, doch in Teufels Küche kommen kann und außerdem heutzutage ohne dicke Muskeln aber mit einem gut entwickelten Hirn doch so manches Weibches erobern kann. Lachlach.

    • payoli sagt:

      Du – lachlach – kannst diesen Artikel gern für Unsinn halten. Aber wenn Dir vielleicht entgangen ist wollte er nur sagen ‚Da ist etwas in uns, das uns nicht dauer- einpartnerschaftlich sein lässt. Nehmt es als ok hin und lasst Euch kein schlechtes Gewissen machen‘.
      Du kannst gern exklusivpartnerschaftlich leben; ich bewundere Dich, wenn Du es schaffst. Wenn nicht, lass Dich ‚zur Schnecke‘ machen! 😉

  2. Inge Henneberg sagt:

    Auch bei diesem Thema kann ich alles nur voll unterstreichen.

    Wirkliche LIEBE und Zuneigung braucht keinen gesetzlichen oder kirchlichen Segen. Sie ist freiwillig, die Ehe und das sich Binden widerspricht dem, zumindest ist das meine Meinung.

    Viele Probleme würden erst garnicht entstehen, wenn es die Ehe bzw. besitzergreifende Partnerschaft so wie wir sie kennen, nicht gäbe.

    Daher denke ich, daß die Freiheit innerhalb einer Beziehung mit das Wichtigste ist.

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