M. ist tot!

7. April 2012

 

Ein einzückender, liebenswerter Bub.
Einer der besten Freunde meines Sohnes.
20 Jahre wollte/ durfte er in diesem schönen Leben, auf dieser schönen Welt sein.
Kurze 20 Jahre! – Kurz für mich ‚alten Kracher‘.
Vielleicht lange und ereignisreiche Jahre für ihn.

Ein Auto- Unfall! So wie 4 Auto- Unfälle in den letzten Jahren, die ähnlich Jungen ebenfalls das Leben kosteten und die mein Sohn ebenfalls gut kannte.

Ein Auto- Unfall bei dem auch M.s Freundin (18) starb.
Zwei wunderbare junge Leben sind nicht mehr.

Ein ‚tolles‘ starkes Auto hatte er; sein ganzer Stolz!
Jetzt ist es ein Wrack. Zwei Menschen tot.

Wozu bitte!!!?
Wozu? Wozu? Wozu?
WO-ZU???
Welcher kurze Kick, welches geile Gefühl kann solch einen ‚Preis‘ rechtfertigen?

Was hätte er, was hätten sie nicht alles noch erleben, durchlieben können, was hätten sie noch lachen, weinen, tanzen, lernen, chillen können. Was hätten sie noch erleben, Spaß haben, Party machen können …
Ihnen standen noch alle Möglichkeiten offen. Sie hätten Jackpot- Gewinner, Nobelpreisträger, große Entdecker, hochgeschätzte Mitarbeiter, Chefs, Mutter, Vater … werden können!

‚Diese Scheiß- Autos‘ war mein erster zorniger Gedanke bevor die Tränen liefen …
Ist das Auto ‚Schuld‘?
Die Auto- Hersteller, die mit solch überstarken, ‚tollen‘ Autos locken?
Der Gesetzgeber, der unsere Jugend zulässt zu diesen ‚Mordinstrumenten‘?
Sind die Filmemacher ‚Schuld‘ die kaum mehr einen Film hinkriegen ohne quietschende Reifen, ohne rasende Helden?
Haben Video- Games M. für die hohen Geschwindigkeiten ‚angefüttert‘?
War M. ‚Schuld‘ an seinem Unfall?
Kann ein 21 jähriger mit wenigen tausend Kilometern Fahrpraxis alle Situationen einschätzen können?
War seine Liebe zum Auto, seine Liebe zur Geschwindigkeit ‚Schuld‘?

Warum mögen junge Burschen so sehr das Schnellfahren?
Wollen sie damit etwas zeigen? Etwas beweisen?
Wollen sie sich damit Anerkennung, Bewunderung ‚erkaufen‘?
Warum wird ihnen davon nicht genug zuteil?
Warum meinen wunderbare junge Menschen, von denen jeder einzelne ein Geschenk für die Welt, und unsere Zukunft ist, etwas beweisen zu müssen? Sich Anerkennung und Bewunderung ‚erwerben’/ ‚erkämpfen‘ zu müssen?

Ich glaube, dass das die einzig wirkliche Ursache all unseres Leides hier ist.
Wir lieben uns und einander zuwenig.
Wir sagen unseren wunderbaren Kindern nicht, dass sie wunderbar sind.
Stattdessen verlangen wir gute Noten, gutes Benehmen, Leistungen, Erfolge …

Doch diese Wunderwesen sind schon!
Sie sind schon liebenswert. Sie sind schon wunderbar. Sie sind unsere Zukunft.
Sie alle sind Wunder und Geschenke, die es ‚wert‘ wären, ob ihrer selbst uneingeschränkt geliebt zu werden.

Liebe junge Leute,
Ihr seid wunderbar!
Wir lieben Euch über alles.
Wir sind nur leider so blöd, dass wir dazu erst solch tragische Anstöße brauchen …
Dafür entschuldigen wir uns …

M., Dir und Deiner Freundin zünd‘ ich eine Kerze an. Eine Kerze der – vielleicht leider verspäteten – Liebe …

 


Was hinterlässt uns Ilse Buck?

7. April 2012

Ilse ‚täglich beweglich‘ Buck, die ‚Vorturnerin‘ der (österreichischen) Nation ist im 89. Lebensjahr verstorben.
Ich weiß nicht ob sie es erfunden oder bloß so gut propagiert hat, für mich ist es ‚ihr Ding‘: das Isometrische Training.

Da ich zu den eher unsportlichen Leuten gehöre, also mit Ehrgeiz, Konkurenzdenken und Siegen- Wollen nichts am Hut habe, musste ich mir Tricks ausdenken um zu dennoch ausreichend Bewegung und Muskeltraining zu kommen.
Glücklicherweise gehe, radle und (manuell) arbeite ich gerne. Das deckt bereits einen großen Bereich aller Bewegungsformen ab.

Dadurch, dass mir Sport irgendwie auch zu fad, und mir damit Leid um die schöne Lebenszeit, ist, liebe ich das Isometrische Training ganz besonders.
Jedermensch kann es überall und wunderbarer Weise ganz nebenher machen.
Mit Isometrik fülle ich Wartezeiten, fade Vorträge und Kinofilme, damit sonne ich mich, warte bis der Computer hochgefahren ist, damit mixe ich meine smoothies, …

Es geht bei den Isometrischen Übungen, die zum Krafttraining gezählt werden, im Prinzip darum, eine Muskelspannung aufzubauen, ohne den Muskel in seiner Länge zu verändern.
Wenn Du also Dinge hebst die sich nicht heben lassen, Dinge zusammenpresst, die sich nicht zusammenpressen lassen, etwas in den Boden drückst, das sich nicht versenken lässt, etwas auseinanderdehnst, das sich nicht dehnen lässt, machst Du Isometrik.
Du kannst Isometrische Übungen mit allen Muskeln machen, mit den Armen, den Händen, den Fingern, den Beinen, den Füßen, dem Rumpf, dem Kiefermuskel …
Du kannst auch 2 (gleichstarke) Muskeln/ Körperteile gegeneinander ‚kämpfen‘ lassen …

Also, worauf wartest Du?
Egal worauf! Erinnere Dich dabei an Ilse Buck, Isometrik oder auch nur an

paradise your life !