Ein Häuschen als Geschenk

Ich schreibe hier ja immer wieder gerne von der Reichhaltigkeit, Freigiebigkeit und Fülle der Natur.
Dass sich das nicht nur auf die Luft, das Wasser, den Boden, die Mitwesen, die Nahrung, und, und, und bezieht, sondern dass die Natur auch nette Häuschen für uns bereithält – natürlich mit etwas von unserem Grips dazu! – zeigen nicht nur zahllose Strohballen- Lehm- Häuser, Jurten, Blockhäuser, etc., sondern in besonders gelungenem Maß auch der Waliser Fotograf Simon Dale.

Gemeinsam mit seinem Schwiegervater errichtete er das Haus in Handarbeit – ohne Vorkenntnisse. Benutzt wurden nur eine Kettensäge, ein Hammer und ein Meißel. Nach vier Monaten war es einzugsfertig. Kosten für das Haus: knapp 4000 Euro. Verwendet wurden natürliche Materialien und Baustoffe aus Abrissen und von Schrottplätzen.
Das Haus ist in einen Hang gebaut, was eine perfekte Isolierung darstellt, die durch Strohballen im Boden und den Wänden ergänzt wird. Das Dach besteht aus einer Spirale aus Baumstämmen, die Wände sind aus Steinen und Lehm und wurden mit Kalk verputzt. Das Ofenrohr des Holzofens wird vor dem Austritt durch Lehm geführt, um die Wärme maximal zu speichern. Der Kühlschrank wird über Kaltluft betrieben, die durch das Erdreich geführt wird, Solarpanels erzeugen Strom für Licht, Musik und Laptops und eine Komposttoilette spart Wasser.
Umgeben ist das Haus von einem Permakultur-Garten, welcher der Familie einen Teil der Nahrungsmittel liefert.

Wer Appetit bekommen hat, bekommt auf Simon’s website sogar noch eine Bauanleitung ‚mitgeliefert‘ …

 
PS: Bin ich sehr bös‘, wenn ich tippe, dass das größte Problem beim Bau eines solchen Hauses die Auflagen der Behörden wären? 😉

 

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4 Responses to Ein Häuschen als Geschenk

  1. Inge Henneberg sagt:

    Du vermutest schon richtig, nicht in jedem Land würde ein solches Bauvorhaben genehmigt.
    Aber es schaut relativ gemütlich aus, erinnert mich allerdings an sogenannte Souterreinwohnungen, in die wenig Tageslicht fließt.

    Auch könnte es dort leicht feucht und fußkalt sein, besonders im Winter, aber auch wenn es viel regnet oder schneit.

    Hier in Oberbayern sind ja viele ältere Häuser direkt am Hang gebaut, entweder garnicht oder nur teilweise unterkellert und das spürt man schon, ist halt fußkalt, sogar im Sommer.

    Da braucht es eine 100%ige Gesundheit inkl. Kälteresistenz und immer dicke Wollsocken, damit man sich wohlfühlt und nicht krank wird.

    Ich lebe z.B. in einem solchen antiken über 100 Jahre alten Haus, meine Wunschwohnung. Mir macht diese kühle Wohnung nichts aus, ist ja im heißen Sommer sehr angenehm, habe aber schon von Freunden gehört, zitiere: „Bevor ich dich besuche – heize mal ordentlich ein“, Zitat Ende.

  2. winnieswelt sagt:

    so toll, … das will ich sofort haben!

  3. payoli sagt:

    Eine aufmerksame Mitleserin schrieb mir:

    Hallo Willi,
    Simon Dale musste dieses Haus bald wieder verlassen. Die Beiden machten einige schwere Baufehler:
    Stroh mit Bodenkontakt verrottet, die Hölzer waren nicht entrindet, was garantiert zu Insektenbelastung führt.
    Beim neuen Haus beachteten sie bereits die Kriterien für Strohballenbau: kein Kontakt von Stroh mit Erde, ausreichend Drainagen, große Dachüberstände bzw. Wintergarten direkt angebaut…

  4. es gibt ja die realisierten häuser aus stroh seit 10 jahren

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