Sprache ist aggressiv

Nein, ich bin jetzt nicht gänzlich übergeschnappt! 😉

Sprache ist eine wunderbare Weiterentwicklung unserer vorzivilisatorischen, ursprünglich einfachen Laut- Äußerungen.
Mit Worten läßt sich kurz und punktgenau erklären und beschreiben. Mit Sprache können wir uns wunderbar austauschen und damit besser kennenlernen und voneinander lernen.
Mit Worten texte auch ich Euch hier tagtäglich zu …

Doch man muss m.E. auch die Kehrseite des Sprechens beachten:
Ohren haben keine Schließmuskeln und Deckel und damit wird Sprache sehr ‚eindringend‘.
Auch kann Sprache sehr zielgerichtet sein und anderer Bedürfnisse leicht missachten.

Wer kennt nicht den ‚lieben‘ Nachbarn, der nicht und nicht aufhört uns anzujammern? Die wissbegierigen Kleinen die ihre Fragen wie Pfeile abschießen? Die alles langatmig und umständlich Erklärende oder Erzählende? Fanatiker die uns zutexten …

Nur durch Sprache sind Armeen und Betriebsstrukturen möglich! Nur durch Sprache werden Betrügereien und Lügen so einfach.

Und wie kommunizieren Tiere? Wie kommunizierten wir in vorsprachlichen Zeiten?

Achtsam! Sehr achtsam!
Ohne Sprache wird mehr beobachtet, muss mehr beobachtet werden. Damit geht man mehr auf den Anderen ein, interessiert sich mehr für ihn, erfasst ihn umfassender.
Es spielen Gesten, Mimik, Körpersprache, Handlungen, Bewegungen, Blicke, Tonfall, etc. eine gewichtigere Rolle.

Sprache dagegen ‚fährt‘ auch schon mal über jemanden drüber, wartet nicht ab, platzt eher irgendwo rein.
Lärmverschmutzung macht Stress! – Egal ob sie von Geräuschen oder von Sprache herrührt.

Bemüh‘ Dich wieder vermehrt um Stille, um einen achtsameren Umgang mit Deinen Mitwesen.
Halte Dir den grundlegenden Unterschied von sprachlicher Menschen- und überwiegend stiller Tier- Kommunikation plastisch vor Augen!
Tierkinder z.B. weinen nicht! Deren Bedürfnisse werden schon vorab erkannt und befriedigt, während wir mittlerweile sogar schon so blöd sind, dass wir an die Existenz von ‚Schrei- Babys‘ glauben.

 

Advertisements

5 Antworten zu Sprache ist aggressiv

  1. inge henneberg sagt:

    Du hast es ja sehr gut beschrieben, die Sprache unterscheidet uns u.a. auch von den Tieren.
    Und es ist auch richtig, wir können einem „Zuviel“ nicht ausweichen, kann manchmal ganz schön anstrengend sein.
    Würde sogar sagen, auch hier ist „weniger“ mehr.

    Wobei allerdings selten jemand erkennt daß er „zuviel“ redet (meine Erfahrung).
    Auch hier bestätigt sich wieder einmal, wir sind nicht vollkommen, aber wir können uns „bemühen“.

  2. AGUG sagt:

    Sprache ist ein sehr interessantes Thema. Reden ist Silber, schweigen ist Gold. Und selbst unserer Realität liegt eine Sprache zugrunde, sozusagen die Sprache aller Sprachen:

    http://faszinationmensch.wordpress.com/2012/04/19/gastbeitrag-fuhren-die-neuen-erkenntnisse-zur-quantentheorie-und-zur-biokommunikation-zu-neuen-denkstrukturen-und-damit-zur-umkehr/

    “Halte Dir den grundlegenden Unterschied von sprachlicher Menschen- und überwiegend stiller Tier- Kommunikation plastisch vor Augen!
    Tierkinder z.B. weinen nicht! Deren Bedürfnisse werden schon vorab erkannt und befriedigt, während wir mittlerweile sogar schon so blöd sind, dass wir an die Existenz von ‘Schrei- Babys’ glauben.“

    In der Tat, daher gibt es auch keine übergewichtigen Tiere in der freien Natur, sondern nur dort, wo auch der Mensch seine Hände im Spiel hat.

    Interessant bezüglich der Sprache ist auch, dass jeder Computer mit nur zwei Zeichen auskommt, und mit den 26 Zeichen des Alphabets sämtliche Informationen und Werke der Menschheit untereinander vermittelt werden können. Was mag das für die Realität bedeuten, wenn ihre Sprache aus Unmengen von Zeichen besteht ?

    Gruß AGUG
    http://allesgruene.wordpress.com

  3. freudefinder sagt:

    Worte können wie Waffen sein, für die man einen Waffenschein brauchte. Einmal abgeschossen, kann das Wort nicht mehr unbesprochen gemacht werden. Man sollte es in der Tat behutsam nutzen.

  4. Und Worte haben noch eine begleitende Macht, denn werden sie doch von Gefühlen begleitet, und schlecht für den anderen, wenn es miese sind:
    http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/29/uber-die-macht-unserer-worte/

    • payoli sagt:

      Ja, diese Experimente hab ich schon in ‚Emoto’s Wasserkristalle‘ beschrieben.
      Übrigens: Wenn Du den Reis gar nicht erst kochst, sondern roh belässt, kannst Du die Kraft der Natur beobachten. Denn dieser Reis wird auch ohne irgendwelcher Glas- Beschriftungen in Ordnung bleiben … 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s