Diametrale Geschwister

In der heutigen Republik Kongo leben zwei Stämme von Menschenaffen, die einst durch den Fluss Kongo getrennt wurden. Heute noch sind sie genetisch praktisch ident, könnten in ihrem jeweiligen Sozialverhalten aber unterschiedlicher nicht sein: Die Gemeinen Schimpansen und die Bonobos oder Zwergschimpansen.

Schimpansen haben das Patriachat, die Alpha- Männchen ‚terrorisieren‘ die Weibchen ihres Clans so lange, bis sie ihnen unterwürfig das Hinterteil anbieten. Es gibt ständige Machtkämpfe unter den Männchen, Junge von fremden Männchen werden getötet. Schimpansen sind aggressiv, jagen auch und fressen Fleisch.

Völlig anders die Geschwister am anderen Ufer. Bonobos leben das Matriachat, haben den ganzen Tag Sex und Zärtlichkeiten, – sozusagen jeder mit jedem in allen Varianten, gesteuert von den Weibchen.
Dadurch wachsen die Jungen weitaus liebevoller auf. Niemand weiß, von welchem Männchen sie sind und genießen deshalb die Zuwendungen aller, sind ‚everybodys darling‘.
Es gibt keine männlichen Machtkämpfe, da ohnehin die Weibchen ‚das Sagen‘ haben. Bonobos sind überaus friedfertig, jagen nicht und leben vegetarisch.

So massive soziale Auswirkungen können kleine Unterschiede haben … 😉

… Fiel mir bloß ein, weil ich den Dalai Lama gestern sagen hörte, dass das menschliche Patriachat als Folge unserer Sesshaftwerdung entstand, für die Kraft und Verteidigungsbereitschaft gefragt war, heute aber nicht mehr notwendig wäre …

Wir könnten also auch jederzeit Bonobo spielen, wenn wir Männer über unseren Schatten springen könnten …
Oder haben wir unsere Kriege, unser ‚Sagen‘, unseren Stress und unsere Burn outs schon zu lieb gewonnen? 😉

 

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7 Responses to Diametrale Geschwister

  1. gabiom sagt:

    Alle Männer denen das gefällt zu mir!!! 🙂
    Bonobo- Menschen- Mädfchen Gabi

  2. inge henneberg sagt:

    Vermute mal der letzte Absatz ist nicht ernst gemeint, aber trotzdem:

    Das hängt ja nicht nur von den Männern ab.
    Bonobo spielen, wie Du es nennst, setzt ja zunächst einmal voraus, daß die (weiblichen) Menschen ebenso wie die Bonobos veranlagt wären.
    Und das ist doch sehr zweifelhaft, denn welche Frau möchte schon ununterbrochen schwanger sein?
    Gegen tägliche Zärtlichkeiten allerdings hätten die Frauen sicher nichts einzuwenden, ist aber schon lange Realität – mehr oder weniger.

    Noch etwas: Noch nie davon gehört daß beim Sex (wie übrigens vielen anderen guten Dingen auch) weniger “ m e h r “ ist?
    Wer möchte schon täglich sein Leibgericht, irgendwann hängt es ihm zum Hals heraus.

    • payoli sagt:

      Bonobos sind nicht ’schwangerer‘ als Schimpansen. Der Unterschied ist bloß, dass die Bonobo- Weibchen es gern tun und die Schimpansinen bei Verweigerung ‚ihre Watschen‘ kriegen …
      Tja und bei Menschen ist ja Schwangerschaft seit Gummi & Djerassi kein Thema mehr.
      Und von der heutigen weiblichen ‚Lust- Verschüttung‘ durch Pfaffen- Druck und schwachsinnigste Gesellschafts- Konventionen könnte ich Dir ‚Gschichterln‘ erzählen … 🙂

  3. akir sagt:

    Volle Zustimmung! Ich hatte sogar schonmal eine ähnliche Zeit in einer überwiegend Frauen-WG und konnte sehen, dass Frauen eigentlich die besseren, weil weicheren, Männer sind.
    Entweder ich lauf zur Gabi über oder
    ALLE BONOBO- MÄDELS ZU MIIIIIIR !!! [gnnnnn]

  4. Susanne sagt:

    🙂 köstlich die Kommentare hier.
    Erzähl doch mal bitte Geschichten lieber Payoli, das könnte interessant werden! LG Susanne

  5. inge henneberg sagt:

    Da tun einem die Schimpansen-Männchen ja fast schon leid, aber mal ernsthaft:

    Auch das ist NATUR, es wird seinen SINN haben daß es diesbezüglich Unterschiede gibt, auch wenn wir es nicht verstehen, in der NATUR hat alles seinen Sinn.
    Bestätigt wird ja auch, wenn der Mensch versucht die NATUR durch Verhütung etc. zu überlisten, es geht immer auf Kosten seiner Gesundheit bzw. Gefühlsintensität. Außerdem ist Verhütung widernatürlich, ich dachte Du plädierst für alles NATÜRLICHE?

    Und bei den Menschen und den meisten anderen Tieren ist es nunmal so, daß – anders als bei den Bonobos – der Mann der Triebhafte ist – und wäre die Frau jederzeit bereit, würden wir uns noch stärker vermehren.
    Fazit: Es ist alles gut und richtig eingerichtet, das sollten wir Menschen einfach akzeptieren.

    Letztendlich hat ja der Mensch – anders als die Bonobos – jede Menge anderer Interessen, Vorlieben etc. und auch das unterscheidet uns. Gut so!

  6. Nun KRIEG ich es oder KRIEG ich es nicht? Was hat die Erde zerstört? Krieg oder Lebensfreude? Wodurch haben wir Kriege erzeugt? Durch Haben wollen, oder im SEIN sein? Wer will Macht? Der Glückliche oder der Unglückliche? Was ist das SEIN? Zusammensein, und wen stört das?

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