Der ‚ewige‘ Hunger

Wer Hunger hat, muss essen bis er satt ist. Früher gibt sein Körper keine Ruh‘.
So einfach, so Fakt.

Das hat sich im Laufe der Evolution so rausgebildet. Das war lebensrettend und -erhaltend. Wer nicht ausreichend aß, wer seinen Körper nicht ausreichend ernährte war geschwächt und hatte geringere Überlebens- und Fortpflanzungs- Chancen.

Bloß: Wir haben nur EINEN Hunger!
Niemand kann unterscheiden zwischen einem Kohlehydrat- und Eiweiß- Hunger, zwischen einem Vitamin- und Spurenelemente- oder zwischen einem Selen- oder Kupfer- Hunger.
Solange dem Körper etwas fehlt ruft er: ‚Hunger!‘

Das klappte in der freien Natur recht gut. Denn in naturnaher Nahrung ist so ziemlich alles enthalten was wir brauchen. Spätestens beim nächsten Baum, bei der nächsten Nuss oder Wurzel war unser leeres Depot wieder aufgefüllt.

Womit unser Körper nicht rechnen konnte ist, dass wir uns derzeit so penetrant mangelernähren!
Da hilft es auch nicht nach dem McDo noch ins Schnitzelhaus und danach noch zum Würstelstand, als Abschluss vielleicht in eine Konditorei zu gehen. Überall herrscht Mangel an Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen, etc.
Überall gibt es primär Fett und Zucker, – also Kalorien.

Deshalb verwechseln wir mittlerweile auch Hunger mit ‚Vollgestopft- Sein‘.

Wirklicher Hunger verschwindet sobald der Körper den Mangel als ausgeglichen erkennt. Dazu muss der Magen nicht unbedingt gefüllt sein.

Unsere heutigen Hunger sind praktisch immer nur leere Mägen. Doch – siehe oben – selbst deren Auffüllen hilft nichts. Mit (gekochter oder anders entwerteter) Zivilisationskost sind und bleiben wir mangelernährt! Und stolpern von einer Kalorien- Orgie zur nächsten …

So einfach funktionieren wir. Und doch so schwierig kann es in dieser verrückten Gesellschaft sein, seinen Körper zufriedenzustellen.

Tragischer Weise bleibt dieser Wahnsinn nicht auf das Essen beschränkt. Ganz nach Hermes Trismegistos‘ ‚Wie oben, so unten, wie innen, so außen‘ kann man denselben Effekt überall in unserer Gesellschaft beobachten.
Egal warum Kinder weinen, sie bekommen das Zuckerwasserfläschchen oder den Nuk.
Egal was wir machen, wir enden im Stress.
Egal was wir brauchen, es wird geshoppt.
Egal was weh tut, der Arzt unterdrückt die Symptome.
Egal was uns fehlt, wir brauchen erstmal (mehr) Geld …

Könnte es vielleicht sein, dass unseren Leben – analog zur Mangelernährung – ‚bloß‘ die natürlichen Abwechslungen und die Vielfalt fehlen? 😉

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s