Tiere sind die besseren Therapeuthen

Na sowas Erstaunliches aber auch!
Jetzt hat die Wissenschaft (Dr. Andrea M. Beetz & Co) festgestellt, was jedermenschs Hausverstand auch wissen könnte:

Tierkontakt harmonisiert bzw. baut Stress ab.

Wie diese akademischen Schlauköpfe da dahinterkamen?
Sie setzten Schulkinder unter Stress. – Als wenn die nicht ohnehin schon genug hätten! …
Teilten sie dann in zwei Gruppen, eine bekam einen (Streichel-)Hund, die andere eine freundliche Studentin.
Danach wurden die Stressindikatoren im Speichel gemessen.
Dabei schnitt die ‚Hunde- Gruppe‘ weitaus besser ab, war weitaus entspannter.

‚No na!‘

Was könnte uns ‚payolis‘ das sagen?
Dass die entwicklungsgeschichtlich ältesten Bedürfnisse und Verhaltensweisen die stärksten und effizientesten sind.
Einfach streicheln können oder gestreichelt werden ist weitaus angenehmer und harmonisierender als lang und breit in Worten bzw. auf der Verstandes- Ebene etwas erklären zu müssen.

Und wie verhalten WIR uns im Alltag?
Bla-bla-bla, Worte, Worte, Worte!
Null Berührungen, null Körperkontakt, keinerlei nonverbale Kommunikation!

Es ist sogar so schlimm bereits, dass heutige Kinder praktisch kaum mehr normal lebende Menschen, deren Gestik, Mimik, deren Gefühlsregungen beobachten können. Entweder sie sehen gespielte, also gelogene Gesten und Mimiken im TV, sie haben es mit berufsmäßig auf Gefühlsunterdrückung geschulten Menschen, wie Kindergarten- PädagogInnen oder LehrerInnen zu tun oder sie sehen – wie ich kürzlich über die toten Städte geschrieben hab – überhaupt keine Menschen. – Naja in Autos sitzen vielleicht … 😉

Aber Menschen arbeiten, zusammenleben, Alte, Junge, Mittelalterige im Kontakt untereinander, gibt es praktisch nirgends mehr zu sehen.

Und auch die Kleinkindererziehung ist in den letzten Jahrzehnten einen völlig unheilvollen Weg gegangen. Entweder werden die Kinder immer früher in Krippen abgeschoben, wo – siehe oben – streng objektive, emotionslose Personen um sie sind oder die Mütter texten ihre Kleinchen völlig zu, obwohl diese noch in einer völlig nonverbalen Welt leben.

Also verkneif Dir öfter mal einen Satz. Berühre, streichle, lächle, zwinkere, umarme, küsse, strahle, usw. stattdessen wieder etwas öfter …

 

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One Response to Tiere sind die besseren Therapeuthen

  1. inge henneberg sagt:

    Früher gab es Weisenhäuser, die waren aber ausschließlich für Kinder ohne Eltern da.
    Heute gibt es sogenannte Kinderkrippen (Aufbewahrungsstätten für Kleinkinder von berufstätigen Eltern) eine furchtbare Entwicklung. Aber die Kinder werden ja nicht gefragt, sind ja noch viel zu klein.

    Ebenso schlimm finde ich übrigens die andere Variante, die sogenannten Seniorenheime, nur sind da „alte“ Menschen unter ihresgleichen, ebenfalls total unnatürlich.Verkehrte Welt halt.
    Wobei ich den schon oft gehörten Spruch: jung zu jung und alt zu alt, total idiotisch finde, denn das wirkliche LEBEN sieht anders aus, da geht alles durcheinander.

    Was das Berühren, Umarmen etc. betrifft, das kenne ich noch aus meinen Besuchen in südeuropäischen Ländern. Da wird noch der Körperkontakt gesucht, aber je weiter man gen Norden kommt, desto unterkühlter wird alles. Ist zumindest meine Wahrnehmung.

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