Walden oder Leben in den Wäldern

Heute mal ein kleines Zitat des einmaligen Henry David Thoreau, dessen Bücher ich schon vor mehr als 20 Jahren atemlos ‚verschlungen‘ habe:

Diese wunderbare Welt, in der wir leben, ist eher erstaunlich als bequem, eher schön als nützlich, eher ein Gegenstand der Andacht als der Ausbeutung.
Die Ordnung der Dinge sollte daher geändert werden: der siebte Tag sollte der Tag der
Arbeit sein, der Tag, an dem wir unseren Lebensunterhalt im Schweiße unseres Angesichts verdienen. Die übrigen sechs Tage sollten festliche Tage der Liebe und der Seele werden – eine Zeit, in der wir durch diesen weiten Garten streifen, um uns den sanften Einflüssen und subtilen Eingebungen der Natur zu überlassen.

(Henry David Thoreau)

Herrlich, nicht wahr?

Egal ob die folgende Anekdote bloß gut erfunden ist oder sich tatsächlich so zugtragen hat, sie zeigt Thoreau’s fast naive Überzeugtheit:
Thoreau hatte einige Jahre lang die Wahlsteuer nicht entrichtet, da er eine Sklavenhalterregierung ohnedies nicht wählte. Prompt wurde er verhaftet und saß eine Gefängnisstrafe ab. Als ihn sein Freund, der Schriftsteller Ralph Waldo Emerson besuchte und fragte warum er denn hier sei, antortete Thoreau: ‚Warum bist Du NICHT hier?‘ 😉

Ich kann die Bücher des Henry David Thoreau, zum Beispiel das wunderbare ‚Walden oder Leben in den Wäldern‘ jedermensch, der Anstöße für ein gesellschaftskritisches Denken und naturnahes Leben braucht nur wärmstens empfehlen.
Ich liebe diesen ‚komischen Kautz‘, Rebellen, Bürgerschreck, Waldschrat, Gelehrten, ‚Früh- Ökologen‘, Natur- Durchwanderer und Einsiedler.

 

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7 Responses to Walden oder Leben in den Wäldern

  1. inge henneberg sagt:

    Absolut herrlich und die Bibel mit ihren Widersprüchen war noch nie mein Buch der Bücher.

    Habe mal ein wenig gegoogelt – leider ist er nur 45 Jahre alt geworden. Aber solche „Rebellen“ liebe ich auch, es sollte mehr von ihnen geben, wobei Du ja auch zu ihnen gehörst.

  2. Cecilia sagt:

    Ich habe das Buch von ihm „Walden“ auch gelesen. Ich habe vieles von mir dort wiedergefunden. Meine Frage an ihn wäre, wenn er denn noch lebte, „warum ist er nicht geblieben?“ wieso ging er zurück? Und das ist auch eine zentrale Frage für mich. was ist der Sinn des Seins, des menschlichen. Sicher nicht, wieder im Lebenstil zur Urzeit zurück. Auch ich bin für viel weniger, aber wieviel weniger ist sinnvoll? Welchen Lebenstil braucht es um dem Hauptziel (in meinen Augen), Liebe zu sein, näherzukommen?

    • payoli sagt:

      Dein ‚Sicher nicht, wieder im Lebenstil zur Urzeit zurück‘ erscheint mir nicht ganz stringent …
      Natürlich sollte jeder selber das Maß seines ‚Zurück‘ oder seines Weniger selber festlegen. Ich sag nicht, dass es der einzige Weg ist oder dass ich selber es könnte. Doch sieht man sich unser menschliches und die tierischen Leben genau – wirklich genau – an, kann man eigentlich nur sagen: ‚Wirkliche Liebe gibt es nur in der Natur‘!

      • heimwerker sagt:

        Da schießt Du jetzt aber ordentlich übers Ziel hinaus!
        Eine Ameise ist eine Ameise und ein Mensch ist ein Mensch!
        Willst Du behaupten die liebt mehr oder besser als ein Jesus zum Beispiel?
        Oder all die Raubtiere! Wo bleibt deren Liebe?

        • payoli sagt:

          Lieber heimwerker,
          das wär ein großes Thema …
          Aber sieh Dir vielleicht bloß mal all unsere Liebe- Versprechungen und dann ihre Umsetzungen an! Was nutzt ein Gekreuzigter, wenn danach 2000 Jahre das Schlachten weitergeht? Was nutzen all unsere Liebesbeteuerungen, -Seminare, -Bücher, wenn die Realität so aussieht, dass es noch nie ein kriegsloses Jahr gegeben hat?
          Und im Gegensatz dazu, sieh Dir einen Baum an! Sieh Dir die Sonne an! sieh Dir die Kräuter an! Sie verschenken sich völlig selbst- und bedingungslos.
          Klar sehen Dokus von Raubtierjagden für uns grausam aus. Aber die Opfertiere hatten ihre Chance. Unsere Schlachttiere, unsere Nutztiere, unsere Arbeitslosen, unsere Missbrauchten, unsere Kriegstoten, unsere Finanzopfer, … hatten keine Chance!
          – Und sie fielen nicht Hunger oder Erhaltungstrieb, sondern reiner, unnötigster Gier zum Opfer!

        • heimwerker sagt:

          Danke! Das ist überzeugend!
          So eine Klarheit liebe ich!
          Danke nocheinmal! {Hut tief zieh}

  3. Ein inspiriernder Blog…fast besser als andere Blogs…beste Grüße für die Gegenwart und die Zunkunft…von Wakro dem Builder & Admin WaKro aus Nordhessen vom http://EUNschutz.de !!!

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