Geschichte essen

Meinst Du es könnte uns etwas zustoßen, dass uns nicht verändert? Das keine Spuren an und in uns hinterlässt?
Meinst Du eine Frau könnte vergewaltigt werden und dennoch unverändert bleiben?
Meinst Du man könnte ein Kind demütigen, ohne dass es sich in Zukunft anders verhalten würde?
Meinst Du jemand könnte einen Lotto- Sechser machen ohne sein Leben zu verändern?

Richtig!
ALLES hinterlässt in und an uns Spuren. Das Eine markantere, andere wieder kaum merkliche.
Aber alles in und an uns ist geronnene Geschichte.

Und wie wirkt diese Geschichte, wie wirken diese ‚Schicksals- Gestaltungen‘ auf uns, auf andere Menschen, auf die Umwelt?
Sind die mit den guten Leben die Sympathischeren, Ausgeglicheneren; Einfacheren, Geradlinigeren oder die Missbrauchten, Gequälten, Unterdrückten?

Richtig!
Der Wahnsinn setzt sich fort!
Menschen mit schlimmen Schicksalen, werden weniger geliebt, kommen weniger gut an, werden weiterhin schlechtere Leben haben …

Soweit der Mensch!

Warum sollte es bei Tieren und Pflanzen anders sein?
Warum sollte ein Masthuhn oder ein Apfel nicht seine Geschichte in sich tragen?
Warum sollten unangenehme, unartgerechte Lebenseinschnitte bei Tier und Pflanze keine Narben, keine Verformungen hinterlassen?

Und warum sollten diese Negativa nicht ebenfalls weitergegeben werden? – An die, die sie essen, zum Beispiel!

Warum sollten unglückliche Hühner NICHT schädlicher sein, als glückliche?
Warum sollten Äpfel NICHT in sich tragen, dass sie mit Gift bespritzt wurden, dass ihre Bäume schmerzlich beschnitten wurden, dass ihr ‚Stammbaum‘ umgesetzt, gedüngt, faconiert wurde? Warum sollte die Lebenskraft eines Apfels von einem großen, selbstbewussten Baum NICHT stärker sein, als die eines eingezwängten Spalier- und Plantagenbaumes?

Ich glaube, dass dieser Effekt sogar in den feinstofflichen Bereich reingeht. Dass es negative Auswirkungen auf uns hat, wenn minderbezahlte Lohnarbeiter unseren Apfel ernteten, wenn er lieblos in Kisten gekippt, über Förderbänder geschickt, beengend eingeschweißt wurde.

Ja! Ich glaube, dass wir Glück und Harmonie essen können! Dass wir es zutiefst wahrnehmen, wie liebevoll unser Essen bearbeitet wurde, wie harmonisch es wachsen durfte, wie artgerecht es gezogen wurde.
Und wenn ich beim Essen auch noch daran denke, mir all das Schöne in diesem Pflanzenleben vorstelle, diese vielen Sonnenstrahlen, dieses erquickende Nass aus Wurzeln, Regen und Tau, diese unzähligen streichelnden Brisen des Windes, diese liebevolle Ernte …
dann profitiere ich doppelt!

Amen … äh, paradise your life! 😉

 

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