Liebe, Tiere und Ernährung

Vieles steckt in diesem heutigen Titel. Bloß eines will ich NICHT ansprechen: Die heutige, vermeintliche Tierliebe, bei der die sogenannten Tierfreunde ihren Lieblingen eingedoste Tierleichen kredenzen, während anderswo Kinder verhungern …

Was ich hier ansprechen will ist ein oft schon beobachtetes Missverständnis:
Ich zeige hier zwar an immer neuen Beispielen, was ich unter ‚paradise your life‘ verstehe, wie man es lebt und worauf es beruht. Nämlich auf die extreme Kurzformel gebrachte einfache Überlegung, Beobachtung und Erfahrung, dass man am besten, gesündesten und zufriedensten lebt, indem man sich wie ein (teilzivilisierter) Affe verhält.

DAS nehmen mir viele krumm! DAS kommt vielfach nicht gut an!

Affe ist bei vielen negativ besetzt. Zu oft wurde uns eingebläut, zu tief sitzt der Unsinn, dass wir Menschen etwas besseres sind, dass wir über der Schöpfung stehen, ja, dass wir sogar die Krone der Schöpfung sind.
Dieses Wunderwesen Mensch entwickelten sich von seinen Urahnen weg, entwickelte und entwickelt sich noch immer höher und höher.
Zuletzt jetzt in unserer heutigen reichen Zeit brüsten wir uns sogar damit, die Liebe neuformuliert zu haben. In zahllosen Seminaren und Sachbüchern wird von der allumfassenden Liebe geschwärmt und so getan, als wär das unserer Weisheit letzter Schluss.

In Wahrheit gab es nie ein bestialischeres Raubtier auf diesem Planeten, als den Menschen. In Wahrheit sucht unsere Erd- und Menschen- Ausbeutung an Brutalität ihresgleichen. In Wahrheit heißt der Raubtier- Kapitalismus, an dem in irgendeiner Form fast jeder von uns bereits beteiligt ist, nicht zufällig so.
In Wahrheit, haben wir uns nicht kontinuierlich hochentwickelt. In Wahrheit sind wir von unserem ehemaligen Tier- Status ins Bodenlose abgesackt und haben diesen rücksichtslosen ‚Siegeszug‘ Zivilisation genannt.

In Wahrheit ist wirkliche Liebe bei den Tieren, bei den Pflanzen, in der Natur angesiedelt. Es wurde uns bloß die Natur lange und intensiv genug als brutal und grausam hingestellt.

Wer sich jedoch mit der Natur ernsthaft auseinandersetzt, Tiere beobachtet, sich in Pflanzen einfühlt, wird erkennen, dass nur sie die allumfassende Liebe leben.

So gesehen, ist ein Lernen von den Affen/ essen wie die Affen, nichts anderes, als sich für einen liebevolleren Umgang mit der Welt/ für eine liebevollere Beziehung zur Ernährung zu öffnen. Oder noch kürzer gesagt:
Die Liebe im Leben und (auch) in der Ernährung zu leben.

Bitte das so und nicht anders, geschweige denn ‚üblich abwertend‘ zu sehen bzw. zu bedenken, wenn ich wieder mal sehr verkürzt vom ‚Werden wie die Affen‘ sprechen sollte 😉

 

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5 Antworten zu Liebe, Tiere und Ernährung

  1. schorsch sagt:

    Ich fand es als KInd schon eine unglaubliche Frechheit, dass wir Sau, Esel, Gans, Kuh, Affe, etc. als Schimpfwürter verwenden, obwohl wir uns ein Stück abschneiden könnten von diesen Tieren!
    so gesehen wünsche ich Dir herrlichem payoli- Affen weiterhin viel Erfolg und mir Schorsch- Affen noch viele Deiner Beiträge 🙂

  2. inge henneberg sagt:

    Unterstreich alles, allein wie wir uns (die Mehrheit) unseren Mitgeschöpfen gegenüber verhalten, ist an Grausamkeit nicht zu überbieten.
    Allerdings – leben wie die Affen /lernen von den Affen, dazu müßten wir erst einmal Gelegenheit haben sie Freiheit (nicht im Zoo)
    zu beobachten – und die haben wir nicht.
    Wir kennen alles nur vom Hörensagen und von den Erfahrungen die einige wenige gemacht haben – und die sind doch recht widersprüchlich.
    Erschwert wird das Ganze ja nicht zuletzt auch dadurch daß Tiere nunmal nicht sprechen können, es ist eine völlig andere Welt.

    Allerdings – es sind Lebewesen wie Du und ich und wir sollten sie ganz einfach nur in Ruhe lassen, Punkt.

    • payoli sagt:

      Ich versteh die Affen recht gut! – Vielleicht weil ich nicht so sehr Wert auf Wort- Sprache, sondern eher auf Körper-, Mimik-, Gestik- Sprache achte.
      Auch Naturdokus und Berichte geben m.E. ausreichend oft und genau Auskunft.
      Ich brauch bloß mal ein Bild sehen wie so eine Primaten- Sippe friedlich zusammensitzt, wie eng die ihre Kleinen an sich halten oder wie die sich gegenseitig ‚lausen‘ und ich hab schon mein Leben zu 80% umgekrempelt … 😉

  3. inge henneberg sagt:

    Bilder sind immer nur Momentaufnahmen, da existieren mindestens ebenso viele vom friedlichen Beisammensein und liebevoll Miteinanderumgehen der Menschen.

    Ist es nicht vielmehr so, daß es sowohl bei Affen als auch bei den Menschen ganz unterschiedliche Verhaltensweisen (Charaktere) gibt – erinnere an Schimpansen und Bonobos -?

    Und wie gesagt, Dokumentationen sind widerprüchlich. Habe schon von Raubtieren gehört, die leider nicht liebevoll mit ihrem oder dem Nachwuchs der eigenen Sippe umgehen und ihn verstoßen oder schlicht und einfach auffressen. Soviel zur allumfassenden Liebe unter den Tieren.

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      ich denke für solch ein Thema ist eher das ‚wirkliche Hinsehen‘, als allzuviel diskutieren, angesagt.
      Natürlich kann man sich auch von manchen Menschen etwas abgucken. Mein ‚allumfassend‘ war eher in evolutionärer Breite gemeint. Da ‚glänzt‘ schon der Mensch, der in läppischen Jahrtausenden ‚Sauereien schaffte‘, die es jahrmillionenlang nicht gab.
      Doch generell gilt immer: Eher nur das Gute sehen, nur auf Bilder fokussieren, von denen wir lernen können, die uns weiterbringt.
      Und nicht zuletzt habe ich von diesen Tier- Beispielen geschrieben, weil sie leider in unserer Gesellschaft kein Thema sind. Ich brauche niemandem zu sagen: ‚Guck Filme, beobachte Kollegen, lerne von Romanen oder Soaps, kopiere die high society‘ oder ähnliches. Das tun die Leute ohnehin!
      – Und man sieht ja, was dabei herauskommt 😉

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