Das Wollen und das Wollen

Was wir nicht so alles wollen …
Das neue Auto- oder Schuh- Modell, die neue Tiefkühltorten- Kreation, den langersehnten Fernflug- Urlaub, das neueste Seminar vom Oberguru, die schicke Garten- Garnitur, die neueste Rosenzüchtung, den süßen kleinen tablet- PC, die leckere Süßigkeit vor der Supermarktkasse, und, und, und.

Letzteres ist besonders bei Kindern beliebt, die aber selbstredend auch noch neueste Barbies, Fernsteuer- Hubschrauber und ‚tausend‘ andere ‚Wichtigkeiten‘ wollen …

Tja, wir wollen einfach immer! 😉
Ist ja auch gut so, oder?
‚Wenn wir aufhören zu wollen sind wir doch tot‘ und so ähnlich tönt es doch von allen Seiten und hält die Wirtschaft in Schwung.

Ist das aber tatsächlich so?

Vor wenigen Jahren noch, hätte ich leidenschaftlich ‚So ein Blödsinn!‘ gerufen; ‚Das hält die Menschen in ihrem Hamsterrad und abhängig‘.
Heute bin ich milder 🙂
Bzw. ich hab eingesehen, dass jedermensch steht wo er steht. Dass jedermensch offensichtlich seine Erfahrungen machen ‚muss‘ oder ‚will‘.

Auch heute noch denke ich mir, es ist absoluter Wahnsinn, für welch unnötigen Klimbim manche arbeiten, sich einspannen lassen. Auch heute noch könnte ich mir nicht mehr vorstellen, mich in derartig unnötige Abhängigkeiten zu begeben, mich so sehr vom wirklichen Leben abzuschneiden, mich von der Natur zu entfernen, mich von den Menschen trennen zu lassen.

Doch ich hab vielleicht ‚lange genug‘ das ‚unlebendige Berufsleben genossen‘ um nun geläutert zu sein …

Ich denke, niemand kann zu seinem Glück gezwungen werden.
Doch wäre schon viel gewonnen, wenn jedermensch sich klar darüber wäre

a) WELCHE Alternativen zum ’normalen Berufs- und Konsum- Leben‘ es gibt, und dass
b) unser Konsum, unser Lebensstil und Wollen nicht auf Kosten Dritter gehen sollte.

Es gibt sozusagen zwei Wollen:
Das Ur- Wollen und das Konsum- Wollen.

Ersteres will uns unsere Ur- Bedürfnisse erfüllen, die wir seit Millionen von Jahren in uns tragen. Ausschließlich deren Befriedigung macht uns wirklich zufrieden und glücklich.

Zweiteres will uns mit immer neuen Wünschen vor sich hertreiben, will uns ohne Ende zum Kaufen animieren und auspressen. Es will uns nicht befriedigen, sondern immer neue Reize liefern, uns immer am Arbeiten und konsumieren halten.

DAS ist der Unterschied zwischen dem Wollen und dem Wollen …

 

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3 Responses to Das Wollen und das Wollen

  1. inge henneberg sagt:

    Danke für die Auflistung all jener überflüssigen Dinge, die wir nicht brauchen. Meine volle Zustimmung.

    Es wäre schön wenn Du bei dem, was unter Ur-Bedürfnisse zu verstehen ist, ebenso konkret würdest, z.B. wie wir diese in der heutigen Zeit ohne finanz. Hintergrund befriedigen können, denn der fällt ja ohne Berufsleben weg.

    Evtl. verrätst Du uns auch gleich, was die Alternativen zum normalen Berufsleben wären?

    • payoli sagt:

      Liebe Inge,
      ich bin kein Alleswisser, Alleskönner, Guru … Und Ihr seid keine Schüler, Hilflosen, Unmündigen …
      Ich bin ein ‚Hinweiser‘, ‚Muntermacher‘ und teilweise ‚Vorreiter‘. Ihr seid Götter, kreative und fähige Menschen und vermutlich neugierig auf bessere Lebensformen.
      Ich bin einer. Ihr seid viele.
      Deshalb setze ich auf Euch. Auf die ‚Kreativität der Masse‘.
      Doch gerade beim Geldthema gibt es bereits die wunderbare Frau Schwermer, den Mark Boyle, Daniel Suelo und viele andere die zeigen wie es auch geht …

      • inge henneberg sagt:

        Lieber Willi, nochmals meinen allerherzlichen Dank für Deine Informationen in diesem BLOG, aber auch auf Deinen Internetseiten, die allen zugute kommen, egal ob arm oder reich, weil sie absolut kostenlos sind.

        Und genau das unterscheidet Dich von all den anderen, die sich inzwischen auf dem Gebiet der Gesundheitsaufklärung/natürlicher Lebensweise tummeln.

        Du bist der Einzige der kein Geschäft daraus macht (kostenpflichtige Bücher, Rezeptbücher, sogenannte Seminare usw.), den Beweis habe ich gerade soeben wieder erhalten, (roh macht froh) nachdem mir anstatt paar Rohkostanfängerfragen zu beantworten, eine kostenpflichtige noch dazu sehr hochpreisige Beratung angeboten wurde. Der Aufwand diese wenigen Fragen zu beantworten wäre derselbe gewesen, als dieses Angebot zu unterbreiten.

        Insofern bestätigt es wieder einmal, GELD regiert die Welt, wer keines hat ist in der heutigen Zeit in jeder Hinsicht benachteiligt.

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